Vom Antrag bis zum Ja-Wort ist der Weg nicht lang. Zeit für einen kleinen Schnelldurchgang für den Bräutigam - mit hilfreichen Tipps zu jeder Situation: von A wie Antrag bis J wie Ja-Wort. Und natürlich all den wichtigen Stationen, die dazwischen liegen: in erster Linie das Hochzeit planen. Denn wenn sich Männer da auch gerne mal auf ihre Frauen verlassen, so sollten sie doch nicht vergessen, dass dieses Fest auch ihnen gewidmet ist. Und es kann nunmal nur so perfekt werden wie jeder seinen Teil und seine Wünsche einfließen lässt. Verstehen Sie den kleinen Wedding-Guide im Folgenden also als Ermutigung, dem großen Fest auch Ihren eigenen Stempel aufzudrücken und vom ersten Moment an aktiv mitzuwirken. Es lohnt sich - versprochen! Und hier geht's los: Sieben Stationen, an denen der Input des Bräutigams gefragt ist und wo er sich selbst verwirklichen kann.
Der Antrag
Da streiten sich die Geister, ob das heutzutage immer noch reine Männersache ist oder Frauen mittlerweile selbst den Schritt wagen dürfen. Dabei ist die Antwort denkbar einfach: Wer Herr der Sache sein will, der tut es einfach!
Tipps für den Antrag:
- Setzen Sie möglichst um, wovon Ihre Liebste schon immer geträumt hat
- Zeitpunkt, Ort und Umstand wählen, die sie komplett überraschen
- Gut vorbereitet sein
- Nur Freunde einweihen, die dicht halten können
- Verlobungsringe nicht vergessen!
Erste Festideen
Sobald der Hochzeitstermin steht, sollte man zügig konkret werden. Wo, wann, wie und mit welchen Gästen sind dabei die wichtigsten W-Fragen zum Auftakt. Am besten, man setzt zuerst bei der Location an, weil besonders gefragte oftmals schon ein Jahr im Voraus ausgebucht sind. Wenn Datum und Ort klar sind, sollten Freunde und Bekannte direkt mit einer "Save the date"-Karte informiert werden, damit sie den Termin schon mal blocken können.
Tipps fürs Ideen sammeln:
- Mit Freunden und Bekannten sprechen, die schon geheiratet haben
- Ruhig mal ein Hochzeitsmagazin in die Hand nehmen und auch die "Frauenseiten" anschauen!
- To-do-Tabelle anlegen und Einträge regelmäßig pflegen
- Spontane Blitzideen immer sofort festhalten, damit nichts in Vergessenheit gerät
- Sich mit Gleichgesinnten austauschen (zum Beispiel über die Hochzeit-Facebook-Seite)
Konkretes Planen
Wenn die ersten Kartenmuster vorliegen, übers Farbkonzept diskutiert wird, man Demo-CDs von Hochzeitsbands anhört, sich durch Menüvorschläge schlemmt und Tortenideen probiert, dann klingt einem das "echte" Ja-Wort schon richtig in den Ohren. Männern wird ja nachgesagt, dass sie mit all dem Kleinkram, den eine Hochzeitsplanung zwangsläufig so mit sich bringt, wenig am Hut haben. Aber Vorsicht: Das birgt die Gefahr, dass Ihre Verlobte das Planen ganz alleine übernimmt. Deshalb dieser Rat an alle Bräutigame: Dran bleiben! Nur so wird's am Ende ein Tag, der Braut und Bräutigam gefällt!
Tipps fürs Organisieren:
- Checklisten zum Abhaken nutzen - damit bleibt alles übersichtlich und man vergisst nichts! (siehe Rubrik Planungstools)
- Nicht alles der Braut überlassen, sondern sich als Bräutigam aktiv ins Planen einbringen. Wer nicht permanent mit dem Hochzeitsthema befasst sein will, der kann ja zumindest an regelmäßig dafür vorgesehenen Abenden seine ganze Aufmerksamkeit zuteil werden lassen
- Teilen Sie sich als Paar die Aufgaben! Beispielsweise: Sie macht Deko-Angelegenheiten, er regelt alles mit der Location
- Überlegen Sie gemeinsam, welche Aufgaben ganz an andere abgegeben werden können (an Weddingplanner oder Helfer aus dem Freundes- und Familienkreis)
Geheime Missionen
Neben all den Dingen, die Braut und Bräutigam für ihre Hochzeit gemeinsam planen, gibt es noch diejenigen, für die ein Mann alleine sorgen muss. Und zwar so, dass sie (die Braut) nichts davon merkt. Geheimmissionen also.
Tipps für Überraschungen:
- Sich um den perfekt passenden Brautstrauß kümmern
- Einen richtig schönen Hochzeitsanzug kaufen
- Hochzeitsrede vorbereiten
- Ihr zum Ja-Wort noch mal vor aller Ohren die Liebe gestehen
- Kleines Geschenk besorgen (traditionell: die Morgengabe)
Schöne Details
Dazu gehören all die kleinen Besonderheiten, die das Ja-Sagen für ein Brautpaar einzigartig machen und die die Gäste im Anschluss sagen lassen, dass dieser Tag ein sehr gelungener und unvergesslich schöner war. Weil sich viele Details erst dann ergeben, wenn man schon mitten in der Planung steckt (und viele Fragen sich erst stellen, wenn man vor Ihnen steht) empfiehlt es sich durchaus, auf die Erfahrung von Profis zu setzen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Tipps für Extras:
- Kümmern Sie sich als Bräutigam um das, was Ihnen besonders viel Freude macht: beispielsweise ums Brautauto, die Weine oder die Band
- Stellen Sie für die Gäste Daten und Fakten zum Hochzeitstag und die Anfahrtsbeschreibung zusammen
- Sorgen Sie für persönliche Gastgeschenke
- Stimmen Sie mit Ihrer Verlobten alle Festdetails genau aufeinander ab (Farben und Thema der Hochzeit sollten sich wie ein roter Faden von der Einladung übers Fest bis hin zur Danksagung durchziehen)
- Lassen Sie der Braut die Träumereien. Auch wenn Ihnen rosa Schleifchen an den Stühlen und Glaskristalle auf den Tischen im Augenblick absurd erscheinen - das Feeling und die Stimmung am Hochzeitstag gibt den Bräuten dann doch meist Recht ...
Abschied nehmen
So ein Junggesellen-Abschied gehört zum Hochzeit feiern einfach dazu! Wie so ein Abend aussieht, lässt sich ganz nach Geschmack, Lust und Laune variieren. Manche Männer ziehen einfach mit den Kumpels um die Häuser und lassen sich von der Stimmung treiben. Andere machen eine Motorradtour mit den Freunden. Oder einen Wochendausflug in die Berge. Egal was - es sollte einfach Spaß machen!
Tipps für den Junggesellenabschied:
- Legen Sie fest, was Sie bei Ihrem Junggesellenabschied wollen und was nicht (wer also nicht in der Unterhose auf dem Marktplatz stehen und sich Unterschriften von Passantinnen auf die Brust schreiben lassen will, der sollte das seinen Kumpels rechtzeitig sagen - denn die sind schließlich Organisatoren des Spektakels)
- Immer nur so weit gehen wie man noch Herr seiner Sinne ist
- Nie direkt vor dem Hochzeitstag Junggesellenabschied feiern (Kater-Gefahr!!!)
- Nur zur Info: Auch Mädels feiern heutzutage ihren Junggesellinnen-Abschied. Nennt sich "Henrace" - zu Deutsch: Hennenrennen
- Eine nette Idee ist es, wenn Braut und Bräutigam am selben Abend ihre "Abschieds-Party" geben. Und zwar zunächst getrennt voneinander (er mit seinen Kumpels, sie mit den Freundinnen), später jedoch gemeinsam. Einfach Treffpunkt und Uhrzeit vereinbaren, um beide Partytrupps zu vereinen und dann gemeinsam in den Morgen feiern!
Der große Auftritt
Auch Männer erleben den Hochzeitstag mit allem, was dazu gehört: Aufregung, Schmetterlingen im Bauch und der Sorge, irgendetwas könnte schiefgehen. Dabei hat noch jedes Brautpaar nach der Hochzeit bestätigt, dass es der unbestritten allerschönste Tag im Leben war ...
Tipps für den Hochzeitstag:
- Rechtzeitig aufstehen und sich früh auf den Weg machen (beispielsweise zum Standesamt oder zur Kirche), damit man nicht unter Zeitdruck gerät
- Sich auch als Bräutigam vom Friseur die Haare stylen lassen
- Alle erforderlichen Dokumente mitnehmen (am Abend zuvor schon griffbereit richten)
- Der Braut den Brautstrauß überreichen
- Ihr Ihre Bewunderung für ihr Aussehen ausdrücken
- Gefühle zulassen: Tränen in den Augen gehören auch beim Bräutigam irgendwie dazu ...
- Versuchen, den Tag bewusst zu erleben und die besonderen Momente (wie den Einzug der Braut in die Kirche) nicht "ungesehen" verstreichen lassen. Das muss sich sogar mancher Mann als Aufgabe setzen, damit er seine Aufregung in den Griff bekommt!
- Augenblicke zu zweit einplanen: beispielsweise beim Fotoshooting oder indem man sich als Brautpaar einfach mal für ein paar Minuten abseits der Hochzeitsgesellschaft stellt und das fröhliche Treiben von außen betrachtet
- Dank an die Gäste nicht vergessen!
Das Ja-Wort
Ein Wort und alles ist gut! Nach der großen Anspannung kann man, sobald es "raus" ist, ganz gelöst in Partystimmung verfallen! Wichtig für den Bräutigam: Weichen Sie der Braut auch nach dem Ja-Wort nicht von der Seite und achten Sie darauf, dass Sie während der Hochzeitsfeier nicht mehr Zeit mit Ihren Freunden verbringen als mit ihr!
Tipps fürs Jasagen:
- Das Ja-Wort im Standesamt besiegelt die Ehe. Die Unterschriften im Anschluss sind nur noch Formalität
- Es muss "Ja" lauten. Kein anderes Wort darf dies ersetzen (also weder "klar!" noch "sicher!" oder "freilich!", wenn der Standesbeamte fragt, ob Sie den Menschen an Ihrer Seite ehelichen wollen)
- Man darf sein "Ja" mit einem kleinen Anhang versehen: beispielsweise "Ja, ich will" oder "Ja, sehr gerne"
- Ja-Wort klar und deutlich sprechen
- Ein paar persönliche Worte oder ein persönliches Treuegelöbnis machen die standesamtliche Zeremonie leidenschaftlicher. Wichtig: Diesen Wunsch zuvor mit dem Standesbeamten besprechen und die Rede kurz fassen
- Nach dem Ja-Wort gemeinsam mit der Braut die Gratulationen der Gäste entgegennehmen. Dafür bietet sich auch ein kleiner Sekt- oder Champagnerempfang an











