Bräutigam: Dresscode

Klassiker fürs Fest

Dass der Dresscode einer Hochzeit "festlich" ist, versteht sich von selbst. Doch was heißt das eigentlich? Wir erklären die Modeklassiker für den Bräutigam:

 

Der Smoking

wird auf Einladungen mit dem Vermerk »Black Tie« oder »Cravate Noire« erwünscht und besteht aus einem ein- oder zweireihigen Jackett mit Seidenrevers. Passend zu ihm werden wahlweise eine Weste aus feinem Seidensatin oder ein eleganter Kummerbund kombiniert sowie ein weißes Hemd und eine Schleife. Die Hose ist farblich auf den Smoking abgestimmt und hat einen glänzenden Galonstreifen entlang der Naht. Vorsicht: Hosen mit Aufschlag sind keine Smokinghosen! Man trägt ihn zu festlichen Abendveranstaltungen ab 18 Uhr. In der etwas gelockerteren Auslegung darf man ihn zu solch einem besonderen Anlass wie der Hochzeit aber durchaus schon mal ab 15 Uhr anziehen.

 

Der Frack

ist ein hochoffizielles Kleidungsstück und der König unter den festlichen Herren-Outfits. Er ist so besonders, dass er nicht nur zu Theaterpremieren und Galadinners der perfekte Partner ist, sondern auch zu Ereignissen mit noch größerer Tragweite wie Staatsempfängen - und natürlich auch Hochzeiten. Auf der Einladung wird der Wunsch nach dem Frack mit »White Tie« (heißt: »Weiße Schleife«) vermerkt. Typisch für ihn sind die vorne abgeschnittenen Rockschöße, die hinten in einen Schwalbenschwanz auslaufen. Er hat ein steigendes seidenbesetztes Revers und ist zweireihig angelegt, wird aber nicht zugeknöpft. Der Frack ist übrigens immer schwarz und wird mit einer tief ausgeschnittenen Weste aus weißem Piqué, einem weißen Frackhemd mit steifer Piquébrust und einer weißen Fliege kombiniert. Dazu gehört eine Frackhose mit doppeltem Seidengallon und ohne Umschlag.  Man trägt ihn zu hochoffiziellen Anlässen (wie den der Hochzeit) und zwar erst nach 19 Uhr - am besten sogar erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Den Smoking darf man bei der Hochzeit schon ab 15 Uhr tragen.
Der Frack ist das Fest-Highlight schlechthin - gerade auch zur Hochzeit!
Der Cut gilt für den Bräutigam als "Frack des Tages".
Mit dem Dinner-Jackett kann ein Bräutigam ganz leger feiern - beispielsweise eine Garten-Hochzeit.
Der Anzug, den ein Bräutigam zur Hochzeit trägt, sollte Stil und Eleganz haben.
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Der Cut

ist als »Frack des Tages« perfekt für Empfänge und Hochzeiten im Standesamt geeignet. Er ist immer einreihig geschnitten und hat ein steigendes Revers. Anders als beim Frack verlaufen die Schöße des Cuts vom Schließknopf an bogenförmig nach hinten. Getragen wird er zu offiziellen Anlässen von morgens bis gegen 15 Uhr und zwar in Kombination mit grauer Weste und gestreifter Hose ohne Umschlag, weißem Hemd mit Kläppchenkragen, silbergrauer Krawatte oder Plastron und entsprechendem Einstecktuch. In Amerika und England sind Cut und Plastron das offizielle Hochzeits-Outfit - und zwar nicht nur für den Bräutigam, sondern auch für seine männlichen Gäste.

 

Das Dinner-Jackett

bezeichnet man als die »Outdoor-Version« des Smokings, das sich in seiner lässigen Form zu jedem Anlass eignet, bei dem es nicht gar so steif zugehen muss. Es ist einreihig geschnitten und wird auf einen Knopf geschlossen, hat einen Schalkragen und Paspeltaschen. Man kombiniert zu ihm Smokinghemd und Smokinghose, sowie farblich aufeinander abgestimmte Fliege (nicht gerade in Schwarz, weil es heißt, nur Oberkellner würden ein schwarze Schleife zum Dinnerjackett wählen) und Einstecktuch. Getragen wird es zu ungezwungenen Feiern wie lässigen Cocktailpartys, legeren Hochzeiten und Sommerfesten.