Kleiderkodex zur Hochzeit

Dresscode

Was die Einladung verrät

Eigentlich ist ein Dresscode eine wirklich coole Sache. Dank ihm weiß man nämlich, was man tragen soll. Er gibt den Stil der Hochzeit unmissverständlich vor und sagt den eingeladenen Männern genauso wie den Frauen unter den Gästen, was sie anzuziehen haben. Man kann also nicht danebenliegen und weder over- noch underdressed sein, was - insbesondere bei einem Anlass wie der Hochzeit – beides ein unverzeichlicher Fauxpas wäre. Insofern gibt es nichts Schöneres als ein in der Einladung vermerkter Kleidungskodex.

 

Und der Vorteil liegt nicht nur auf Seiten der Gäste. Auch das Brautpaar genießt ihn. Denn mit einer klaren „Anweisung“ lässt sich vermeiden, dass jemand in Jeans und Schlabbershirt zum Feiern erscheint – sofern man dies als Brautpaar nicht ausdrücklich wünscht. Erstaunlicherweise sind es nicht die Ladies, sondern die Männer, die beim Dresscode den Ton angeben. Die Beschreibung der Herren-Looks ist also ausschlaggebend. Eine kleine Einführung in den Dresscode und die entsprechenden Bezeichnungen auf der Einladungskarte:

 

"Black Tie" (oder auch "cravate noire", "Smoking" oder "Gesellschaftsanzug") meint, dass Herren einen Smoking tragen müssen. Für die Damen bedeutet dies begleitend: bodenlanges Abendkleid.

 

"White Tie" (oder auch "cravate blanche" oder "großer Gesellschaftsanzug" heißt: Frack muss sein. Die Damen wählen ein wirklich elegantes bodenlanges Abendkleid, das sogar etwas pompöser - vielleicht eine große Abendrobe mit Schleppe - sein kann.

 

"Abendgarderobe" ist indes die Aufforderung zu einem dunklen Anzug (mit Krawatte - keinesfalls ohne!) und ermöglicht den Damen, ein Cocktailkleid zu wählen.

 

Neben diesen gängigen Bezeichnungen - und es sei jedem Brautpaar empfohlen, einen entsprechenden Vermerk auf seiner Einladung zur Hochzeit zu integrieren - gibt es allerdings noch viele Beschreibungen, die eine Menge Interpretationsspielraum zulassen. Ganz einfach deshalb, weil sie nicht dem gängigen Wortlaut entsprechen. Was zum Beispiel bedeutet "sommerlich elegant"? Oder "smart"? Oder "casual"? Brautpaare, die nicht missverstanden werden wollen, sollten daher lieber klare Anweisungen geben. Das gilt im Übrigen auch dann, wenn man eine Motto-Hochzeit feiert und einen sehr außergewöhnlichen Kleiderkodex vorgibt. Und: Selbst Farbvorgaben (passend zum Thema der Hochzeit) sind denkbar. Dann könnte der Vermerk auf der Einladung beispielsweise lauten: "Herren: Black Tie, Damen: bodenlanges Abendkleid - Farbthema Pink erwünscht".

 

Apropos: natürlich ist der Dresscode nicht nur für die Gäste, sondern logischerweise auch für den Bräutigam verbindlich. Wer von den Herren der Hochzeitsgesellschaft also Frack einfordert, der sollte selbstverständlich selber einen tragen!