Hochzeitsanzug mit Fliege

Krawatte & Co.

Welcher Binder passt?

Was der Bräutigam zur Hochzeit um den Hals trägt, prägt seinen Stil maßgebend. Die Auswahl ist heute vielfältig - nicht nur was Stoffe, Muster und Designs angeht. Es stellt sich grundsätzlich die Frage: Was soll es überhaupt sein? Eine klassische Krawatte zum Silberbinden? Eine elegante Fliege? Oder eine vorgebundene Krawatte, die man nur noch im Nacken zusammenhaken muss, eine Art Jabot also?

 

Was man wählt, ist zum einen natürlich Geschmacksache, zum anderen aber auch davon abhängig, für welches Outfit man sich entscheidet. Denn manche Anzüge geben den Binder vor: Wer Cut oder Frack trägt, der kommt um die Fliege nicht herum. Und selbst zu manchem eleganten Smoking wäre sie wohl die allererste Wahl. Dann gibt es das Jabot, das sich gerade zur Hochzeit durchgesetzt hat, da es mit seiner etwas breiteren Tuchform eine nicht alltägliche Eleganz ausstrahlt. Viele Labels bemühen sich um extravagante Designs und aufwendige Knotenlösungen, damit sich das Jabot auch wirklich von der "einfachen" Bindekrawatte unterscheidet und wieder mehr seinem Ursprung gerecht wird. Doch auch die Krawatte hat einiges zu bieten. Sie ist unter den drei Möglichkeiten wohl die am wenigsten formelle, weil man sie ja auch im Alltag oder im Business trägt. Und trotzdem macht auch sie ordentlich was her, wenn Farbe, Dessin und Hochwertigkeit stimmen. HOCHZEIT stellt die drei Binder vor:

 

Die Fliege

Sie gehört zum Frack, Cut und Smoking. Eigentlich gilt es als Fauxpas, wenn man die Fliege bei gehobenen Anlässen, zu denen auch eine Hochzeit zählt, nicht selbst bindet. Allerdings ist es heutzutage bei den meisten Bräutigamen Usus, eine vorgebundene Schleife zu verwenden, deren Band man nur noch zuhaken muss. Die vereinfachte Version wird also allgemein toleriert. Typisch an der Fliege sind die propellerartig ausgestellten Schleifen. Variieren können die Formen in Bezug auf die Breite der Schleifen. Auch Doppelschleifen setzen neue, modische Akzente. Ebenso wie Muster und Farben. Denn während es ursprünglich einfach "White Tie" - die weiße Schleife zum Frack - oder "Black Tie" - die schwarze Schleife zum Smoking - gab, bieten die Kollektionen heute allerlei Farb- und Mustervarianten. Allerdings sollte der Bräutigam darauf achten, dass er es nicht zu experimentell treibt, denn die elegante Note sollte schon erhalten bleiben.

 

Die Krawatte

Der lange Binder ist den meisten Männern vertraut. Er misst 145 Zentimeter (für sehr große Männer gibt es die Krawatte auch in Überlänge mit etwa 155 Zentimetern) und sollte so gebunden werden, dass die Spitze der Krawatte in etwa auf Höhe des Hosenbundes oder auf der Gürtelschnalle endet. Mittlerweile setzt sich jedoch eine etwas kürzere Bindeform mehr und mehr durch, bei der etwas weniger als eine Handbreit zwischen Krawattenspitze und Gürtel frei sein sollte. Was den Krawattenknoten anbelangt, so gibt es übrigens über 180 Varianten ihn zu binden. Allerdings wird von keinem Mann erwartet, dass er all diese Techniken beherrscht. Die wichtigsten sind der "Four-in-Hand", der halbe oder ganze "Windsorknoten" und der "Manhattan-Knoten". Mehr über Krawatten und Bindetechniken kann man hier lesen.

 

Das Jabot

Seinen Ursprung hat es irgendwo im 17. Jahrhundert, wo es seinen Siegeszug als fester Bestandteil der Kleidung startete und bis ins 19. Jahrhundert hinein nicht mehr aufgab. Am Anfang wurde es meist aus Spitze und in mehrstufigen Volants fallend gearbeitet und direkt ans Hemd genäht, so dass das Tuch mit seinem Volumen gut sichtbar aus den Westen hervorragte. Im 19. Jahrhundert trugen auch Damen Jabots, die meist mit einer Brosche am Kragen befestigt waren. Was wir heute als Jabot bei der Hochzeitsbekleidung eines Bräutigams bezeichnen, hat sich optisch stark verändert. Bisweilen gibt es zwar noch die nach dem ursprünglichen Vorbild konstruierten volantsartigen Designs, wenn ein Label diese exakt zu einem Anzug im passenden Look abstimmt, aber meist sind die Formen doch etwas reduzierter. Geblieben sind der gegenüber einer Krawatte deutlich kürzere Schnitt und die breite Tuchform, mit der ein schönes Volumen im Westenausschnitt entsteht. Und noch einen Vorteil hat das Jabot: Es ist fix und fertig und muss nur noch um den Hals gehängt und im Nacken zugehakt werden.

 

Die nachfolgende Bilderbox zeigt die Möglichkeiten noch einmal auf. Einfach durchklicken:

Fliege für Bräutigam

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Fliege? Oder ...

Hochzeitskrawatte

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... Krawatte? Oder ...

Jabot für Hochzeit

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... Jabot? Was der Bräutigam wählt, ...

Hochzeitsaccessoires für Bräutigam

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... ist eine Frage der Zusammenstellung. Das elegante Jabot in glänzendem Hellblau peppt beispielsweise den dunkelblauen Anzug hervorragend auf.

Männeraccessoires für Hochzeit

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Mit der silbernen, fein gemusterten Fliege inklusive passender Weste und Einstecktuch kann man einem grauen Anzug zum großen Auftritt verhelfen.

Bräutigam-Accessoires

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Perfekt wirkt jedes Jabot nicht nur dann, wenn es mit einem exquisiten Stoff und auffälliger Bindetechnik überzeugt, sondern auch, wenn es exakt passend zur Weste ist.

Hochzeitsanzug in Blau

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Für einen modernen Smoking wie gemacht: Fliege und Einstecktuch in glänzendem Himmelblau mit feiner Musterung, die die farbige Paspelierung am Revers des dunkelblauen Sakkos aufgreift.