Hochzeit feiern mit Spaß

Bräutigam

Don't worry, be happy!

Klar, dass man vor so einem großen Tag ganz schön angespannt ist. Das betrifft nicht nur Bräute, sondern auch den Bräutigam! Die Frage, ob wohl alles so klappen wird, wie man sich das vorstellt, ist in den Tagen und Wochen vor der Hochzeit allgegenwärtig. Aber übertrieben viel Panik ist gar nicht vonnöten. Wir können Sie an dieser Stelle erst mal ein wenig beruhigen und schieben gleich zehn konkrete Punkte nach, um die Sie sich als Bräutigam ganz bestimmt nicht sorgen müssen:

 

1. Keine Sorge, ob Sie es bis zum "bitteren Ende" ganz zugeknöpft aushalten!

Eine Hochzeit verlangt nach Stil - sicher! Sie dürstet es nach Feierlichkeit - auch das ist gar keine Frage! Aber ein elegant gekleideter Mann verliert nicht gleich seine Glaubwürdigkeit, nur weil er zu vorangeschrittener Stunde den Krawattenknoten etwas löst! Es ist also nicht erforderlich, dass Sie steif wie ein Besenstiel und unabweichlich die Etikette wahrend einen (Hochzeits-)Tag in angestrengter Hab-Acht-Stellung "durchstehen". Sich der tiefgründigen Festlichkeit einer Trauung zu verschreiben heißt nicht, den Spaß am Feiern zu verlieren. Im Gegenteil: Entspannte Fröhlichkeit lautet das Gebot der Stunde. Und dafür dürfen Sie sich als Bräutigam (nachdem der offizielle Teil beendet ist, wie es das Protokoll verlangt) zur Partynacht auch den Schlips vom Hals reißen, so wie der Braut es dann gestattet sei, sich zum Tanzen der Highheels zu entledigen.

 

2. Keine Sorge um Ihren Krawattenknoten!

Es ist zwar durchaus richtig, dass ein exakt gebundener Knoten eindeutiges Zeichen hoher Stylingschule und für den Gentleman (und Bräutigam) damit unentbehrlich ist. Aber wir wollen mal nicht übertreiben: Es gibt so viele Arten, die Schleife zu binden, dass selbst eingefleischte Jeden-Tag-Krawatten-Träger, die allenfalls zur unbeobachteten Nachtruhe ihr Must-have für den Hals ablegen, daran scheitern, alle zu beherrschen. Für alle, die noch ganz ungeübt sind, haben wir auf unserer Website einen kleinen Bindekurs eingerichtet, den Sie hier finden. Allen anderen, die erst gar nicht in die Kunst des Knotenbindens eintauchen wollen, sei gesagt: Es gibt schon fix und fertig gebundene Knoten an Jabots, Fliegen und Krawatten-Fakes! Die macht man dann einfach mit kinderleichtem Klippverschluss im Nacken zu. Und jedes dieser Einzelstücke ist so raffiniert verschlungen, in Fältchen drapiert und mit Perle "garniert", dass es selbst den fingerfertigsten Knoten-Weltmeistern ein anerkennendes Nicken abnötigt ob der neuen, bislang unentdeckten Bindevarianten!

 

3. Keine Sorge, ob Sie Zeit für jeden Gast finden!

Auch wenn Sie es sich vornehmen - Sie sind ohne Chance! Ab einer gewissen Gästezahl ist es einfach aussichtslos, sich ausreichend um jeden kümmern zu können. Nicht einmal um jene, die vielleicht extra für Ihre Hochzeit einen weiten Weg auf sich genommen haben. Natürlich steht der Gastgeber für gewöhnlich in der Pflicht, sich jedem einzelnen zu widmen. Doch die Hochzeit ist eine Ausnahme. Braut und Bräutigam sind diejenigen, um die sich alles dreht. Und obwohl es ja der schönste Tag ist, wird er äußerst terminreich werden. Trauung, Fototermin, Fahrt zur Location, Festessen - da geht die Zeit schnell vorbei. Setzen Sie es sich zum Ziel, einmal an jedem Tisch gewesen zu sein und in die Runde geplaudert zu haben. Dann haben Sie Ihren Gastgeberpflichten schon entsprochen. Sich intensive Zeit um jeden einzelnen zu nehmen, wird bei großen Hochzeiten nicht gelingen und wird auch nicht erwartet.

 

4. Keine Sorge um Ihre weiche Seite!

Stehen Sie zu Ihren Gefühlen! Auch wenn Sie beim Anblick Ihrer Liebsten die Tränen übermannen und das Ja-Wort ein wenig zittrig über Ihre Lippen kommt ... Jede Hochzeit steckt voller Emotionen. Und es gibt keinen Grund, weshalb gerade Männer "ihren Mann stehen" müssen. Zu cool, zu sehr Macho und zu abgezockt zu sein, ist sowieso out. Männer zeigen hin und wieder auch mal ihre weiche Seite. Am Hochzeitstag ist ausreichend Platz dazu!

 

5. Keine Sorge, ob Ihre Freunde wissen, wie man sich benimmt

Den feucht-fröhlichen Junggesellenabschied haben Sie am Hochzeitstag ja schon hinter sich. Das ist und war die Gelegenheit, um noch mal ordentlich auf den Putz zu hauen. Dass das bei einer Hochzeit anders, nämlich dass die Trauung eben kein Besäufnis, sondern eine stilvolle Feier ist, das weiß in der Regel jeder. Wichtig ist, dass Sie als Bräutigam und Gastgeber sich an alle Spiel- und Benimmregeln halten - dann muss Sie das, was andere tun, nicht aus der Fassung bringen. In einem guten Restaurant haben Sie zudem die Unterstützung des Personals auf Ihrer Seite. Belassen Sie die Verantwortung in diesem Punkt also ruhig jedem selbst und denen, die souverän und freundlich damit umzugehen wissen.

 

6. Keine Sorge, ob die Braut mit Ihrem Anzug einverstanden ist!

Das Risiko - sofern Sie nicht ohnehin zusammen Ihre Hochzeitsoutfits einkaufen waren - liegt schließlich auf beiden Seiten. Glauben Sie es: Auch Frauen haben Panik vor dem Augenblick, in dem Sie sich zum ersten Mal als Braut und Bräutigam begegnen. Und wenn sich die Ladies die Monate zuvor auch noch so sicher waren, das "einzig wahre" und nur für sie erschaffene Kleid gefunden zu haben. Die Anspannung verfliegt jedoch so schnell wie sie kommt. Denn den geliebten Menschen zu treffen, in einem Moment voller Glück und einer Atmosphäre stiller Festlichkeit und intensiver Emotionalität - das lässt nicht einmal stille Beobachter unberührt. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass Sie Ihren eigenen Modegeschmack auf den Look der Braut abstimmen. Als Dame hat sie den Vortritt und die freie Wahl, was Ihnen abverlangt, sich in diesem Punkt etwas anzupassen. Die HOCHZEIT-Tipps für jeden Bräutigam, der das Brautkleid nicht kennt:

  • Bitten Sie Ihre Liebste, Ihnen eine Stoffprobe der Robe zum Anzug-Kauf mitzugeben
  • Kaufen Sie Ihren Anzug im selben Geschäft wie die Braut ihr Brautkleid - dann kann Sie das Personal dort bei der Wahl unterstützen, ohne zuviel zu verraten
  • Lassen Sie sich beim Anzugkauf von einer vertrauten Person begleiten, die weiß, wie die Hochzeitsrobe aussieht

 

7. Keine Sorge ums Wetter!

Das lässt sich ja sowieso nicht ändern. Ob die Deko auf den Tischen festgetackert werden muss, damit der Wind sie nicht davonbläst, oder der Regen Ihre geplante Gartenparty nun doch zur Indoor-Veranstaltung macht - was soll's! Manche Dinge kommen wie sie kommen. Und um den Spaßfaktor beim Ja-Sagen wird Sie garantiert nicht eine Laune des Wetters, sondern allenfalls Ihre eigene bringen. Dehalb dieser HOCHZEIT-Tipp: Kalkulieren Sie von vorneherein eine Bad-Day-Alternative ein. Klären Sie, ob Ihre Außen-Location eine Innen-Ausweichmöglichkeit bietet. Besprechen Sie, ob anstelle des Cabrios eine "wetterfeste" Luxuslimousine greifbar wäre. So gehen Sie ganz einfach für den Fall der Fälle auf Nummer sicher und müssen allenfalls noch tröstend auf Ihre Liebste einwirken.

  

8. Keine Sorge, ob es sich in Edelschnürern tanzen lässt!

Als Sneakers-Typ mag man vielleicht die Bequemlichkeit jeden anderen Schuhes in Frage stellen. Aber lassen Sie es sich von Kennern bestätigen: Nichts geht über einen butterweichen Lederschuh mit handgenähtem Rahmen! An den Gedanken, solch ein Luxusobjekt zu tragen, werden Sie sich schnell gewöhnen. Weil sein Komfort einfach überzeugend ist! Auch wenn die Schnitte und Designs ihren Hang zu klassischer Schlichtheit und betonter Eleganz erst gar nicht zu verbergen suchen. Sie sind ganz einfach so. Das macht ihren Charme und einzigartigen Charakter aus und lässt sie zu den Top-Acts jeden Bräutigam-Stylings werden. Also mal ganz ehrlich: Hat die Angst vorm Nicht-Tanzen-Können nicht doch einen anderen Ursprung? Wie wäre es damit, noch schnell einen Tanzkurs zu organisieren? Den bieten viele Tanzschulen speziell für Brautpaare an: So können Sie gezielt den Hochzeitswalzer üben, lernen, welche Schritte zu welchem Rhythmus passen und wissen zu guter Letzt, wie Sie mit sicherer Führhand auf dem Tanzparkett auch bei Ihrer Schwiegermutter weiter punkten können!

 

9. Keine Sorge um einen reibungslosen Ablauf!

Männer behalten für gewöhnlich ja grundsätzlich gerne alle Fäden in der Hand. Nur bitte nicht am eigenen Hochzeitstag! Auch wenn es schwer fällt, alles aus der Hand zu geben (und mit "alles" ist hier wohlgemerkt nichts weiter als der organisatorische Ablauf gemeint), so sollte Bräutigam dies dennoch tun. Die Weichen fürs Gelingen haben Sie doch ohnehin schon mit der Vorbereitung gestellt. Jetzt ist es an der Zeit zu delegieren und darauf zu vertrauen, dass die Beauftragten ihres Amtes ganz vorzüglich walten - was auch gar nicht anders zu erwarten ist. Also: entspannt zurücklehnen und den großen Tag genießen! Mit Ja-Wort, kleiner Ansprache, Eröffnungstanz und Torte anschneiden bleibt für Sie als Bräutigam immer noch genug zu tun übrig ...

 

10. Keine Sorge, ob Sie eine gute Figur machen!

Denn da besteht doch eigentlich gar kein Zweifel. Gut gekleidet ist ein Auftritt mit Niveau keine Frage mehr. Hier die Grundkenntnisse beim Hochzeitsstyling mit gutem Geschmack:

  1. Der Anzug. Mit ihm setzt der Bräutigam den ersten und deutlichsten Akzent. In Form des Smokings oder Fracks gehen Sie am klarsten auf Festtagskurs. Allerdings darf Ihr Look auch durchaus modisch akzentuiert sein. Das entscheidet alleine Ihr Geschmack. Achten Sie jedoch auf eine hochwertige Qualität, denn die Stoffoptik ist das beste Indiz dafür, wie wichtig der Anlass für Sie ist.
  2. Der Schlips. Er gehört unbedingt dazu! Ob als Fliege, schmale Krawatte oder modisch designtes Jabot - ohne Schleife geht zur Hochzeit einfach gar nichts.
  3. Das Hemd. Sein Look orientiert sich am gewählten Jackett und der dazu kombinierten Krawatte. Klassische Farben sind Weiß und Creme, doch auch eine dezente Farbgebung ist durchaus erlaubt. Dunkle Töne eignen sich dann, wenn sie genau zur Farbe des Anzugs passen (Grau zu Grau, Schwarz zu Schwarz).
  4. Die Manschettenknöpfe. Hier sollte sich der Bräutigam ein wenig Luxus gönnen. In Gold, Silber oder Platin werden Manschettenknöpfe zu unverzichtbaren Schmuckstücken - besetzt mit edlen Steinen oder funkelnden Diamanten sind sie geradezu Lieberhaberdetails.
  5. Schuhe und Strümpfe. Schuhe sind schwarz oder aber in der exakten Anzugfarbe zu wählen. Und: Mann trägt Kniestrümpfe. Bein zu zeigen, ist für den Bräutigam verpönt. Auch hier gilt bei der Farbwahl: Schwarz oder exakt passend zum Schuh.
  6. Der Gürtel. Auch wenn die Hose ohne ihn sitzen würde - er gehört dennoch dazu. Wichtig: In Farbe und Material unbedingt dem Schuh angleichen.