Hochzeit Einladungskarten

Einladungen

Jetzt kriegt ihr's schriftlich

Auch bei so etwas Traditionellem wie der Einladungskarte zu einer Hochzeit bleibt die Zeit nicht stehen, ändern sich die Geschmäcker und entsprechend die Angebote der Druckereien und Manufakturen. Hier einiges Wissenswerte zum Thema Einladungen & Co.

Selbermachen

Für viele immer noch das Nonplusultra, weil es sicher die persönlichste und kreativste Form ist, die tolle Nachricht zu überbringen: die Karten selber basteln und beschriften. Bei einem kleinen Gästekreis ist das auch kein Problem. Aber Einladungs-, Menü-, Tisch- und Danksagungskarten für 50 Gäste? Das wird schon recht zeitaufwendig. Die Alternative ist: Basteln lassen. Viele Anbieter sind noch echte Manufakturen, bei denen, wie es diese Bezeichnung verspricht, jede Karte  von Hand gemacht wird. Nach Ihren Wünschen und Vorstellungen natürlich. Außerdem gibt’s hier auch noch eine Kompromisslösung: Manche bieten nicht nur das fertige Produkt an, sondern entwerfen mit Ihnen eine Musterkarte und liefern dann alle benötigten Materialien zusammen mit Bastelanleitung.

Anfassen

Im Internet werden teils fertige Karten angeboten, teils kann man sich aus diversen Designs, Schriftarten, Papierarten usw. seine persönliche Karte bequem zuhause am PC zusammenstellen. In beiden Fällen sollten Sie sich aber, nachdem Sie Ihren Favoriten gefunden haben, wenn irgend möglich eine Musterkarte zuschicken lassen. Aus zwei Gründen: Kein normaler PC-Bildschirm ist farbverbindlich. Was Sie auf ihm sehen, sind deshalb nicht immer genau die Farben, die Ihre Karte haben wird. Zweitens können Sie am Bildschirm nichts anfassen. Sie wissen also nicht: Wie fühlt sich das Papier an? Wie stark ist es? Welche Textur hat es? Alles Dinge, die über den Gesamteindruck der Karte sehr stark mitentscheiden.

Druck ausüben

Ein aktueller Trend ist das so genannte Letterpress-Verfahren. Dabei wird mit alten Druckpressen gearbeitet, bei denen die für jedes Produkt einzeln erstellte Druckform eingefärbt und in hochwertiges Papier gepresst wird, sodass Text und Ornamente eine Reliefstruktur erhalten und sich nicht nur eine hinreißende Optik sondern auch eine faszinierende Haptik ergeben. Angeboten werden diese sehr edlen und deshalb auch etwas teureren Karten unter anderem von »Impressiona.de«. Ein Tipp für alle, die gute, alte Handwerkskunst lieben.

Vorankündigung

Auf die Frage »Wann sollten wir unsere Einladungen losschicken« gibt es eine ganz einfache Antwort: »Sobald der Termin steht«. Je früher Ihre Gäste Bescheid wissen, umso einfacher ist es für sie, sich dieses Datum auch wirklich freizuhalten und eventuell einen oder zwei Tage Urlaub zu beantragen. Und wenn Sie zwar den Tag, noch nicht aber den genauen Ort der Feier festlegen konnten, dann verschicken Sie vor den eigentlichen Einladungen einfach so genannte Save the Date-Benachrichtigungen. Dann können die Gäste schon einmal planen, auch wenn sie noch nicht alle Infos im Detail haben.

Kommt ihr auch?

Ganz entscheidend für jede Hochzeitsplanung ist die Frage, wieviele denn zum Fest kommen werden. Nicht jeder, den man einlädt, hat an diesem bestimmten Tag ja auch Zeit. Natürlich wird jeder alles daransetzen, dabeizusein, aber manchmal klappt es einfach nicht. Damit Sie aber wissen, wieviele Menüs Sie im Restaurant bestellen sollen, gehört auf jede Einladungskarte die Bitte um baldestmögliche Antwort. Ein »Um Antwort wird gebeten« (U.A.w.g.) sollte eigentlich genügen. Besser noch, Sie setzen eine Deadline, bis wann Sie die Rückmeldung brauchen.
Tipp: Legen Sie eine adressierte Antwortkarte bei.
(»R.s.v.p.« ist übrigens die französische Variante: »Répondez s’il vous plaît«)

Dresscode

Verraten Sie Ihren Gästen, in welchem Stil Sie zu feiern gedenken und welche dazu passende Bekleidung Sie sich wünschen. »Black Tie« bedeutet Smoking für den Herrn, »White Tie« Frack. Die Damen werden eh im schönsten Abendkleid kommen. Diese beiden Codes werden bei repräsentativen und eher förmlichen Hochzeitsfeiern verwendet. Wenn es Ihnen lediglich darum geht, verwaschene Jeans und Holzfällerhemden zu verhindern, reicht es, die Herren um Anzug und Krawatte zu bitten. Dann weiß jeder Bescheid und richtet sich gerne danach.

Wer? Wann? Wo?

Das ist das Wichtigste, was auf eine Einladung gehört: Wer heiratet? Wann wird geheiratet? Wo wird Ja gesagt? Und wo wird gefeiert? Datum und Uhrzeit verstehen sich von selbst. In kleineren Ortschaften reicht oft auch der Name der Kirche und der Festlocation, insbesondere, wenn alle Gäste selbst aus diesem Ort kommen. Für alle, die von weiter weg sind und sich nicht auskennen, sollten Sie Straße und Hausnummer dazusetzen. Dann kann jeder sein Navi entsprechend programmieren oder sich vorher von einem Online-Routenplaner den Weg beschreiben lassen. Wenn Sie sich eine mehrseitige Einladung gönnen, können Sie auch noch eine Anfahrtskizze hinzufügen.

Dankeschön!

Nicht allzu lange, nachdem der große Tag vorbei ist, sollten Sie die Danksagungen rausschicken. Immerhin sind Sie während des Festes ganz bestimmt nicht dazu gekommen, sich für die vielen Geschenke angemessen zu bedanken. Dazu ist jetzt Zeit. Das kann man ganz allgemein gehalten tun. Niemand ist Ihnen ernsthaft böse, wenn Sie nicht persönlich auf jeden einzelnen und seine Gabe eingehen. Es sei denn, Sie möchten es gerne. Dann freut sich der Gast über ein paar handschriftliche Worte auf der Kartenrückseite natürlich ganz besonders. 

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