Eigentlich ist ja jede Hochzeit per se unverwechselbar, weil auch jedes Brautpaar besonders ist. Trotzdem stellt sich für viele vor der Planung der Feier die Frage, wie man dem Fest einen persönlichen Touch geben kann. Wir haben hier ein paar Vorschläge zusammengestellt - freuen uns aber auch, wenn Sie uns Ihre Ideen verraten.
1. Bilderpost
Mit der Einladung fängt alles an. Und der einfachste Weg, schon hier etwas Persönliches ins Spiel zu bringen, ist natürlich, ein Foto von Ihnen ins Kartenlayout zu integrieren. Fast alle Kartenanbieter haben diese Möglichkeit im Programm.
Das Foto selbst kann natürlich ein klassisch-romantisches Paarfoto sein. Vielleicht findet sich unter Ihren Fotos und Bilddateien aber auch etwas Witziges, Originelles, oder eins, mit dem Sie besonders schöne Erinnerungen verbinden. Sie könnten die Bilder aus Ihren Kinderausweisen verwenden mit der Überschrift "Da ahnten wir noch nichts von unserem Glück!" Haben Sie sich über eine Partnersuche-Website kennengelernt? Dann nehmen Sie doch die Bilder, die Sie dort eingestellt hatten, zusammen mit der "Match-Quote", die für Sie ausgerechnet wurde.
Oder lassen Sie eigens für diesen Zweck aktuelle Bilder machen! Vielleicht gönnen Sie sich ein so genanntes Engagement-Shooting mit dem Fotografen, den Sie auch für die Hochzeit selbst engagieren wollen.
2. Selbst Hand anlegen
Schreiben Sie Teile des Einladungstextes von Hand! Das geht natürlich nur, wenn die Zahl der zu verschickenden Karten überschaubar ist. Aber wer eine Einladung bekommt, ide im wahrsten Sinne des Wortes Ihre persönliche Handschrift trägt, fühlt sich mit Sicherheit noch einmal so herzlich zum Fest gebeten.
Haben Sie selbst schon eine Idee, wie Sie Ihre Feier unverwechselbar machen werden? Eine Idee, die in dieser Liste noch fehlt? Dann schreiben Sie uns! Verraten Sie uns, wie Sie Ihrer Hochzeit Ihre persönliche Handschrift verleihen!
Benutzen Sie dazu unser Kontaktformular und geben Sie unter "Ihr Anliegen" einfach den Betreff "Hochzeitsidee" ein.
3. Wir lassen uns abstempeln
Verschicken Sie Einladungen mit Briefmarken, die Sie selbst mit einem eigenen Foto gestaltet haben. Am nettesten ist es mit einer, auf dem Sie beide zu sehen sind. Die Post bietet solche personalisierten Marken an:
post-individuell.de
4. Persönliche Predigt
Jeder Geistliche freut sich, wenn er in seine Predigt anlässlich der Trauung auch etwas Persönliches zum Brautpaar sagen kann. Dazu muss er natürlich etwas über Sie wissen. Erzählen Sie ihm (Gelegenheit dazu ist beim Ehegespräch) zum Beispiel, wie und wo Sie sich kennengelernt haben, was Ihnen am jeweils anderen besonders wichtig ist, was ausschlaggebend war für Ihren Entschluss, sich das Jawort zu geben, was Sie von der Ehe erwarten. Sagen Sie ihm, welchen Trauspruch Sie sich ausgesucht haben und warum. Dann kann der Geistliche nicht nur eine Predigt, sondern vielmehr eine persönliche Ansprache halten.
5. Daddy's Song
Eine persönliche "Note" geben Sie Ihrem Fest durch die Auswahl der Musik - nicht nur während der Party, sondern auch schon während der Trauungszeremonie. Da dürfen zu Einzug & Co. ja nicht unbedingt nur die Klassiker von Hochzeitsmarsch bis Ave Maria auf der Orgel gespielt werden, sondern es darf auch Ihr beider Lieblingssong sein. Oder wissen Sie, welches Lied dem Brautvater das Herz öffnet? Dann lassen Sie es erklingen, wenn er die Braut zum Altar führt. Diesen Ehrenerweis wird er Ihnen niemals vergessen. Können Ihre Eltern sich noch erinnern, was zu ihrer Hochzeit gespielt wurde? Dann lassen Sie beim Einzug das der Brauteltern und beim Auszug das der Bräutigameltern spielen. So schlagen Sie eine wunderschöne Brücke zwischen den Generationen.
6. Worte fürs Leben
Es gibt wunderschöne Trausprüche sowohl aus der Bibel als auch aus der Literatur (jede Menge davon finden Sie hier). Suchen Sie sich einen aus, der Sie beide wirklich persönlich anspricht und ausdrückt, was Ihnen für den neuen Lebensabschnitt wichtig ist. Wenn Sie es ganz individuell haben möchten, formulieren Sie selbst einen. Auf den Trauspruch geht in der Regel auch der Geistliche in seiner Predigt ein.
7. Romantik für den Amtsschimmel
Viele Standesbeamte verbinden den "bürokratischen Akt" der Ziviltrauung gern mit einer etwas verbindlicheren Ansprache. Zu ihren Aufgaben gehört das nicht. Sie tun es, wenn, aus eigenem Antrieb, weil sie selbst finden, dass dieser schöne Anlass ein bisschen mehr verdient hat als das reine Abarbeiten von Formalitäten. Meist haben sie sich dazu ein paar Sätze, vielleicht auch ein passendes Zitat zurechtgelegt und halten diese Rede bei allen Paaren mehr oder weniger gleich. Aber fragen Sie einfach mal an, ob Ihr Standesbeamter bereit ist, auch eine Textstelle oder ein Gedicht vorzulesen, das Sie sich ausgesucht haben.
Vielleicht bieten sich hier ein paar Zeilen aus Ihrem Kennenlern- oder Lieblingssong an. Wenn Ihr Standesamt, wie es manche tun, dann noch einen Raum zur Verfügung stellt, in dem anschließend alle mit dem ersten Glsas Sekt auf das junge Glück anstoßen können und wo aus einer mitgebrachten Musikanlage ebendieser Song ertönt, dann kann aus trockener Bürokratie ohne großen Aufwand ein romantischer, sehr persönlicher Moment werden.
8. Themen für den Tisch
Haben Sie sich beim Tennis kennen gelernt? Lassen Sie ein paar ausgediente, hübsch verzierte Rackets in die Deko mit einfließen und benutzen Sie Tennisbälle als Namensschildchen.
Sind Sie beide leidenschaftliche Globetrotter? Dekorieren Sie jeden Tisch nach einem der Länder, in das Sie in Zukunft unbedingt noch reisen möchten. Da reicht es unter Umständen schon, jedem Tisch einen Namen zu geben oder auf die Menükarten zusätzlich eine Weltkarte und einen kleinen Steckbrief des jeweiligen Landes zu drucken zusammen mit ein paar Erklärungen, warum Sie dort unbedingt noch hin müssen. Dazu passen Namensschildchen in Form kleiner Reisekoffer.
Sie lieben beide schnelle Autos? Dann verteilen Sie Ihre Lieblingsflitzer in Form von Spielzeugautos als Give-aways! Dekorieren Sie die Tische in den Farben von Ferrari & Co., oder, wenn Ihnen das dann doch »too much« sein sollte, lassen Sie lediglich Namenskärtchen mit entsprechenden Logos drucken.
Sie sind Leseratten und lieben Literatur? Zweckentfremden Sie dünne Reclam-Bändchen als Namensschilder, die gleichzeitig Give-aways sind. Zehn oder 15 unterschiedliche Titel sollten reichen, um sie so auf die Tische verteilen zu können, dass die, die zusammensitzen, keine zwei gleichen Bände haben. So sorgen Sie auch gleich für Gesprächsstoff zwischen den Gästen, besonders dann, wenn Sie Klassiker wählen, bei denen die Chance groß ist, dass viele die Texte noch von früher aus der Schule kennen.
Was immer Ihr Hobby, Ihre persönliche Leidenschaft ist: Lassen Sie es (dezent) zum Thema Ihrer Tischdeko werden! Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
9. Zum Honeymoon auf die Hochzeit
Sie lassen sich von Ihren Gästen statt Sachgeschenken Geld für einen Honeymoon, zum Beispiel auf die Malediven, spendieren? Dann nehmen Sie Ihre Sponsoren am Hochzeitstag doch mit auf die Reise! Lassen Sie sich Tischdecken mit Fotomotiven von Ihrem Reiseziel bedrucken oder verwenden Sie einfach meerblaue Tischdecken. Modellieren Sie aus Sand auf jedem Tisch ein kleines Inselchen. Eine Muschel dazu und eine kleine Plastikpalme: Schon fühlen sich alle Gäste selbst in die Flitterwochen versetzt. Als Namensschildchen dienen natürlich kleine bunte Fische aus Holz oder Plastik.
So etwas Ähnliches lässt sich eigentlich mit jedem Reiseziel inszenieren. Und wenn man dann noch die eine oder andere landestypische kulinarische Spezialität auf den Tisch bringen kann, ist die Urlaubsillusion perfekt. Vielleicht lässt sich ja sogar eine kleine Strandbar aufbauen, an der zum Sektempfang oder nach Ende des »offiziellen« Teils der Feier Cocktails angeboten werden.
10. Echt guter Jahrgang
In aller Regel nicht ganz billig wird es sein, auf dem Fest Wein aus dem Geburtsjahr von Braut und/oder Bräutigam zu kredenzen. Ein 30 Jahre (so das Durchschnittsalter der 2009er Bräute laut Statistischem Bundesamt) lang gereifter Roter, der auch noch nach was schmeckt, dürfte seinen Preis haben. Realistischer ist es da schon, den Jahrgang zu wählen, in dem Sie sich kennen gelernt haben. Und wenn Sie dann noch einen Weinkeller finden, der Ihnen die Flaschen entsprechend personalisiert etikettiert, wäre es natürlich perfekt
11. Sightseeing für die Gäste
Wenn Gäste von relativ weit her anreisen, liegt es für sie oft nahe, nicht nur den Tag der Hochzeitsfeier in Ihrer Stadt, in Ihrer Region zu verbringen, sondern noch einen oder zwei Tage anzuhängen und einen Miniurlaub zu machen – das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden sozusagen. Schenken Sie diesen Gästen einen kleinen Stadtplan, eine Übersichtskarte der Region und erstellen Sie Ihnen eine Liste mit Tipps, wohin sich ein Ausflug, was sich anzuschauen lohnt. Verraten Sie Ihnen zusätzlich, wo Ihre persönlichen Hot Spots liegen: In welchem Café schmeckt der Cappuccino am besten? Wo gibt’s das leckerste Eis? Wo lässt sich am gemütlichsten ein abendliches Bier trinken? Welches Restaurant können Sie empfehlen? Wohin gehen Sie zum Shoppen? Auf diese Weise wissen Ihre Gäste, wie und wo sie ihre freie Zeit vor oder nach der Feier verbringen können – und erfahren auf diese Weise gleichzeitig auch noch etwas über Sie persönlich. Vielleicht kann ja auch der Ort Ihres Kennenlernens oder des Heiratsantrags zu einem Sightseeing-Punkt werden. Das würden Ihre Gäste bestimmt sehr spannend finden.
12. Labskaus meets Leberknödel
Kommen Sie aus ganz unterschiedlichen Ecken Deutschlands? Sie aus Hamburg, Er aus München zum Beispiel? Dann lassen Sie diesen Umstand doch auch kulinarisch ins Festmenü mit einfließen. Nicht als Hauptspeise, aber als Zwischengang und reine Probierportion könnten Sie zum Beispiel dem bayerischen Teil Ihrer Gäste Labskaus und dem hanseatischen Teil Leberknödelsuppe oder Obatzten (Weißwurst ist ja inzwischen schon überall zu haben und insofern keine echte Herausforderung) servieren. So kann dann jeder einmal probieren, wie es schmeckt, wenn im jeweils anderen Teil Deutschlands die Liebe durch den Magen geht.
Der Moment, wenn diese Kostproben serviert werden, ist dann auch eine gute Gelegenheit für den Bräutigam und die Braut, eine kleine Rede zu halten, zu erklären, was das ist, was da gerade auf den Tisch kommt und zu erzählen, wie es Ihnen ergangen ist als Fremder in dem jeweils »anderen Deutschland«.
Sie können natürlich auch ein Buffett bestellen, das jeweils zur Hälfte aus typischen Köstlichkeiten der beiden Regionen besteht – wenn Sie einen Caterer finden, der es sich zutraut, beides so zuzubereiten, dass es in den Augen der kritischen »Fachleute« bestehen kann. So brächten Sie auch die »Gästeparteien« spätestens beim Essenholen miteinander ins Gespräch, wenn sie sich gegenseitig erklären müssen, was denn da im Angebot ist.
Das funktioniert natürlich genausogut oder sogar noch besser bei Paaren, die aus verschiedenen Ländern stammen.
13. Alle zusammen, bitte!
Dass das Brautpaar standesgemäß in einer weißen Kutsche, einem Oldtimer oder einer Luxuslimousine vor dem Standesamt oder der Kirche vorfährt, ist schon fast klassisch. Alle anderen sind dann schon individuell angereist und erwarten die Ankunft der beiden Hauptpersonen. Fast noch schöner aber ist es, wenn die gesamte Hochzeitsgesellschaft gemeinsam sich auf den Weg dorthin macht. Man vereinbart einen Treffpunkt, am besten dort, wo die Braut sich auf den großen Tag vorbereitet, und spaziert dann, wenn es nicht zu weit ist, gemütlich bis zur Kirche, wobei das Brautpaar natürlich in einer Kutsche sitzt.
Auch der Weg von Standesamt oder Kirche zur Festlocation wird ein Gemeinschaftserlebnis, wenn ihn alle zusammen antreten. Vielleicht lohnt es, einen Reisebus dafür anzumieten. Je nachdem, wo Sie heiraten, können Sie ja auch eine kleine Stadtrundfahrt organisieren und insbesondere den von weiter her Angereisten die Highlights Ihrer Heimat zeigen. Etwas ganz Besonderes sind natürlich auch die kleinen Museumsbahnen, die es in vielen Orten (einfach mal »Museumsbahn« googeln) gibt und die man oft für solche Sonderfahrten buchen kann. Das ist dann nicht nur einfach ein schönes und nostalgisches Erlebnis, sondern es bringt die Gäste schon auf dem Weg zur Location zusammen und ins Gespräch.
13. Starker Abgang
Irgendwann ist auch die schönste Feier zuende. Sie haben als Brautpaar im Gegensatz zu allen anderen Gästen das Recht, sich auf Französisch, also heimlich, still und leise zu verabschieden. Das hat seinen guten Grund, denn wenn Sie anfangen würden, jedem der noch Anwesenden persönlich Auf Wiedersehen zu sagen, ist die Hochzeitsnacht vorbei, bevor Sie den Ort des Geschehens verlassen können. Sie können es aber auch ganz anders machen und einen richtig starken Abgang inszenieren. Organisieren Sie zum Abschluss ein schönes Feuerwerk, zu dem Sie alle Gäste nach draußen bitten. Dann, wenn es fast vorbei ist, fährt noch einmal die Kutsche oder Hochzeitslimousine vor und Sie machen sich vor den Augen aller standesgemäß auf den Weg zu Ihrem Hotel und Ihrer Hochzeitssuite. Wenn es die Gegebenheiten möglich machen, könnten sie auch in einem Boot davonfahren, was sicherlich noch ein wenig spektakulärer wäre.
14. Last but not least
Werfen Sie einen Blick in unser Branchenbuch! Unter der Rubrik "Außergewöhnliche Ideen" finden Sie ebendie, vom Glückskeks aus Filz bis zu Einladungen auf Ballons.
(Bitte unter "Land" auch "bundesweit" und "europaweit" probieren)



