winterliche Hochzeitsfloristik

Hochzeitsfloristik

Für den Winter

Mit den Blumen bestimmt man den Stil und das Farbdesign einer Hochzeitsfeier. Deshalb ist die Hochzeitsfloristik ein unersetzbarer Bestandteil des Festes, dem große Aufmerksamkeit und eine sorgfältige Vorbereitung gebührt. Die Blumen auf den Tischen prägen das Hochzeitsbild ebenso wie der Strauß in den Händen der Braut. Farben und Optik sind die Grundlage für ein komplettes Fest- und Dekokonzept. In den blumenreichen Zeiten wie im Frühling oder im Sommer können Brautpaare aus dem Vollen schöpfen und haben bei der Zusammenstellung der Hochzeitsfloristik die Qual der Wahl. Aber was macht man eigentlich zu Zeiten, in denen es mit blühender Pracht eher mau aussieht? Im Winter nämlich? Ganz einfach: Man lässt es blühen! Und Hochzeitsfloristik im Winter kann sich nun wirklich sehen lassen kann, wie dieses Konzept beweist. Frei nach dem Motto »Inspired by Winter« zeigt es eine bezaubernde und wahrlich romantische Blumeninspiration für die Hochzeit, die auf Schloss Irmelshausen inszeniert wurde. Getrübte Farben, bizarre Blüten und die Pflanzenschönheiten des Winters in Form von Christrosen, Ranunkeln, Anemonen und Narzissen zeichnen ein Bild, das ebenso verträumt wie elegant und anmutig ist. Unterschiedliche Texturen gehen ein Bündnis miteinander ein: Holziges, Glänzendes, Metallisches und Seidiges treffen aufeinander und verbinden sich trotz all der Kontraste ihrer Beschaffenheit zu einem harmonischen Gesamtwerk.


Floristmeisterin Katharina Schumm, die unter anderem zum festen Team von »Fleurops Jungen Wilden« gehört, hat ihre ganze Kreativität in die florale Umsetzung des Hochzeitskonzepts gesteckt. Im Interview spricht sie über Trends in der Hochzeitsfloristik, erklärt, worauf es bei der Blumendeko ganz allgemein ankommt und was das hier gezeigte, winterliche Konzept insbesondere ausmacht:


Das Motto für das Blumenkonzept hier lautet »Inspired by Winter«. Was genau hat Sie inspiriert?
Die Farben des Winters, die Farbigkeit des Winterhimmels mit Blaugrautönen, die bizarren Strukturen von Bäumen und Zweigen im Winter ...

Mit dem Winter verbindet man ja nicht gerade eine große Blumenvielfalt. Was ist zu beachten, wenn man die Floristik für eine Winterhochzeit gestaltet?
Blüten im Winter sind besonders kostbar. Gerade zu dieser Jahreszeit ist es interessant, eine tolle Blumenauswahl zusammenzustellen. Oft kommen Brautpaare mit Pinterestbildern zu mir, die eine winterliche oder aber frühlingshafte Blumenauswahl zeigen. Doch leider ist die Hochzeit im Hochsommer und Ranunkeln und Anemonen sind dann nicht verfügbar!

Welche Blumen und Pflanzen haben Sie für das Winterkonzept hier verwendet?
Christrosen, Ranunkeln, Anemonen, Narzissen, Tulpen, Nelken, englische Rosen, getrocknete Gräser, Schneeball, Apfelzweige, Olive und Eukalyptus.

Ist die Floristik auch auf ein bestimmtes Farbkonzept abgestimmt? Welche Töne prägen dieses Hochzeitsmotto?
Vor allem verwaschene, getrübte Farben wie aufgehellte Rosétöne, ein rauchiges Blau, Cremetöne, dunkles Holz und - als Kontrast zu dieser matten Farbigkeit - glänzende Kupferakzente und graugrüne Töne.

Eine Hochzeitsfloristik ist ja stets in ein Gesamtdekokonzept eingebunden. Was macht die Dekoration bei »Inspired by Winter« aus?
Kontraste spielen eine große Rolle: Es ist ein rauschendes Fest auf einem mittelalterlichen Wasserschloss, jedoch zeitgemäß inszeniert. Ein Zusammenspiel von ganz unterschiedlichen Materialien wie Holz, Glas, viel Kerzenlicht, ein sehr feines, elegantes Brautkleid, ein maßgeschneiderter Anzug und eine feine Blütenauswahl.

Wie wurde die Papeterie auf das Hochzeitskonzept abgestimmt?
Auch hier findet man wieder einen spannenden Kontrast zwischen mattem, handgeschöpftem Papier und einer glänzenden Farbe, die für die Kalligraphie verwendet wurde.

 

Bei der Hochzeitsfloristik kommt es ja nicht nur auf die Blumen an sich an. Auch Bindetechnik und Präsentationsform prägen das Bild. Wie wurde dies hier umgesetzt?
Die Blüten und Werkstoffe scheinen ganz unkompliziert verarbeitet, so dass es wirklich natürlich wirkt. Jedoch erhält jede Blüte ihren Freiraum, so dass die Kostbarkeiten des Winters besonders wirken können und ein filigranes Gesamtwerk entstanden ist.

Wie fügt sich der Brautstrauß ins Gesamtkonzept der hier gezeigten Floristik ein?
Die Brautsträuße werden derzeit immer größer. Es geht weg von der kugeligen Form. Bräute, die mit dem Zeitgeist gehen, suchen sich große, natürlich wirkende Sträuße aus.

Mit Blumenansteckern für Bräutigam und Gäste lässt sich das florale Konzept einer Hochzeit noch weiterspinnen. Welche Möglichkeiten gibt es da?
An dieser Stelle sollte die Floristik besonders filigran sein. Es erfordert viel Können und ein gutes Handwerk, Haarschmuck & Co. ordentlich zu arbeiten. Die Blüten dafür müssen sehr gut vorbereitet sein, damit man die Haltbakeit auch garantieren kann.

Was empfehlen Sie Brautpaaren grundsätzlich bei der Blumenwahl für ihre Hochzeit? Wie findet man heraus, welche Blumen überhaupt die richtigen für einen sind?

Wir besprechen das Farb- und Stilkonzept zusammen mit unseren Brautpaaren und legen auch fest, welche Blüten nicht gefallen. Dann kann ich im jeweiligen Konzept eine stimmige Auswahl zusammenstellen. Momentan werden von den Brautpaaren meist jahreszeitlich passende Blüten bevorzugt. So kann man eine natürliche Wirkung erzielen. Allerdings ist es schon aufwendiger, zum Beispiel sommerliche Wiesenblüten wie etwa Kamille zuzuarbeiten als »normale« Standardware wie Gerbera oder rote Rosen zu verwenden.

Kommt es denn häufig vor, dass Brautpaare ganz konkrete Wünsche vorbringen oder ist eher das Sachverständnis und die Kreativität des Profis bei der Floristik gefragt?
Ich stelle durchaus fest, dass Brautpaare heute viel selbstbewusster als früher und mit eigenen Ideen an die Sache herangehen. Praktisch alle kommen zur Erstberatung von sich aus mit einem Tablet und zeigen mir Fotos, was sie sich vorstellen. Als Floristin muss man daher speziell in diesem Bereich sehr kreativ und engagiert sein, um die anspruchsvollen Wünsche der Kunden bedienen zu können. Dazu gehört auch, neue Trends frühzeitig auszumachen und floristisch umzusetzen.

 

Was sind denn die aktuellen Trends?
In der Hochzeitsfloristik geht es klar zurück zu Tradition und Romantik. Das Schlagwort lautet »Vintage-Style«: großköpfige Blumen, kombiniert mit zarten, pastelligen Blüten und akzentuierten Farbtupfern, die luftig und leicht zu einem natürlich wirkenden Arrangement gebunden werden. Im Winter eignen sich besonders Christrosen, Ranunkeln, Anemonen, Narzissen und Eukalyptus für einen stimmungsvollen Brautstrauß.

Heute wird ja oftmals sogar die Hochzeitstorte mit echten Blumen geschmückt und damit perfekt ins Blumenkonzept der Hochzeit integriert. Was muss man dabei beachten?

Das stimmt - derzeit ist es sehr angesagt, die Hochzeitstorte mit frischen Blumen zu schmücken. Naked Cakes haben die Fondanttorte abgelöst. Zur Zeit bekommt fast jedes unserer Brautpaare eine Torte mit echten Blüten. Wir achten natürlich darauf, dass die Blüten ungiftig und möglichst heimisch sind.

 

Bei der Umsetzung dieses Hochzeitskonzepts wirkten mit:

Idee & Konzept: Gräfliche Eventmanufaktur Stauffenberg

Fotos: Jasmin Neidhart, Grace & Blush

Haare & Make-up: Christina Hofmann

Brautkleid: White Silhouette Imbal Dror

Outfit Bräutigam: Dolzer

Schmuck: Goldschmiede Buhlheller

Backwerk: Zuckerbrot

Papeterie: Eventmanufaktur Stauffenberg & Sucally

Floristik: Floristmeisterin Katharina Schumm, Bamberg

winterlicher Brautstrauß

1 von 13

Tischdeko für Winterhochzeit

2 von 13

winterliche Hochzeitsanstecker

3 von 13

Hochzeitsdeko mit Kerzen

4 von 13

Hochzeitsmenü für Winterhochzeit

5 von 13

Hochzeitsdekoration mit Winterblumen

6 von 13

Brautstrauß mit Winterblumen

7 von 13

festlicher Hochzeitstisch

8 von 13

Hochzeitstorte im Winterlook

9 von 13

Hochzeitsfloristik für Winter

10 von 13

Brautpaar bei Winterhochzeit

11 von 13

Hochzeitspapeterie im Winterlook

12 von 13

Hochzeitsstrauß mit Winterfloristik

13 von 13