Hochzeit planen

Eins greift ins andere

Hochzeit planen

Nun steht es fest: Sie werden heiraten! Und es soll natürlich ein wunderschöner Tag werden, wenn Sie offiziell und verbindlich »Ja« zueinander sagen. Das ist gar keine Frage. Aber andere Fragen stellen sich jetzt ohne Ende:

  • Wie wollen wir feiern?
  • Wann wollen wir feiern?
  • Wo wollen wir feiern?
  • Was wollen wir ausgeben?
  • Wie viele Gäste wollen wir einladen?


Und das sind nur die ersten, wenn auch grundsätzlichsten Punkte, die entschieden und geklärt werden wollen. Denn je intensiver und konkreter Sie in die Planung der Hochzeit einsteigen, desto mehr Fragen tauchen auf, desto mehr wichtige Details, über die Sie sich Gedanken machen müssen. Keines davon erscheint zweitrangig, denn bei einer gelungenen Hochzeitsfeier kommt es auf die »Kleinigkeiten« genauso an wie auf den großen Rahmen. Und das Schwierigste, das haben Sie vielleicht schon selbst festgestellt, ist der Umstand, dass bei der Hochzeitsplanung alles mit allem zusammenzuhängen scheint, alles wie die Rädchen eines Uhrwerks ineinandergreift und sich gegenseitig beeinflusst.
Farbe und Stil der Einladungs-, Tisch- und Menükarten? Sollten zum Stil der Saal- und Tischdeko passen.
Die Wahl der Festlocation? Hängt, wegen der Saalgröße, von der Zahl der Gäste ab.
Die Kosten für Essen und Trinken? Kommt wiederum unter anderem auf die Wahl der Location (Nobelhotel oder Landgasthof) an – und auf die Zahl der Gäste natürlich.
Und so geht das weiter, bis Sie vielleicht wie das Kaninchen vor der Schlange stehen und vor lauter Fragen nicht mehr wissen, mit der Beantwortung welcher davon Sie eigentlich anfangen sollen.
Deshalb unser erster und wichtigster Tipp: Lassen Sie sich bei der Hochzeitsplanung von der Größe und scheinbaren Schwierigkeit dieser Aufgabe nicht einschüchtern! Der Knoten löst sich ganz von selbst, sobald Sie für sich entschieden haben, in welche grobe Richtung es gehen soll: rauschendes Groß­event oder schöner, entspannter Tag im kleinsten Kreis?
Mit anderen Worten: Sie als Braut und Bräutigam sollten zuerst einmal für sich herausfinden, was für ein Fest Ihnen vorschwebt. Als nächsten Schritt machen Sie eine ungefähre Überschlagsrechnung, in welcher Preisklasse das Hochzeitsfest spielen wird, das Sie sich vorstellen.

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DAS BUDGET


Damit sind Sie bei dem Punkt, der ganz früh in jeder Hochzeitsplanung geklärt und festgelegt werden sollte: Was wollen, was können wir ausgeben? Legen Sie ein Budget fest – und halten Sie sich daran! Setzen Sie es so an, dass Sie gut damit leben können und noch ein bisschen Luft nach oben haben. Auf einer Hochzeitsfeier, die man sich eigentlich nicht leisten kann, wird in der Erinnerung immer ein unangenehmer Schatten liegen. Außerdem: Ob es ein traumhaftes, in sich stimmiges und unvergesslich schönes Fest wird, hängt sowieso nur zum allergeringsten Teil davon ab, was es gekostet hat. Auf der anderen Seite gibt Ihnen das Budget eine Orientierungshilfe, wenn es darum geht, all die vielen anderen Rädchen im »Hochzeitsplanungsgetriebe« einzustellen und zu gewichten. Herrscht erst einmal Klarheit über das Kostenlimit, fällt manch andere Entscheidung leichter.


TIPPS:

  • Fragen Sie die klassischen Sponsoren (Eltern), ob jemand sich an einem Teil der Kosten beteiligen möchte. Vielleicht will der Vater der Braut ihr ja das Traumkleid als Geschenk machen, oder der Vater des Bräutigams die Getränke auf der Feier übernehmen.
  • Sagen Sie Ihren Gästen, dass Sie sich Geld statt Sachgeschenke wünschen, entweder zur Finanzierung des Festes oder auch für die Flitterwochen-Kasse.
  • Nutzen Sie unseren kostenlosen Budgetplaner

 

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DER STIL DER FEIER


Die Stilfrage gehört zu den Dingen, die sehr früh in der Hochzeitsplanung geklärt werden sollten – und über die vor allen Dingen Sie als Brautpaar sich einig sein müssen. Denn die Überlegungen, wie Sie feiern wollen, fangen schon bei so grundsätzlichen Dingen an wie: Heiraten wir nur standesamtlich und gehen anschließend mit den engsten Freunden und Verwandten in ein nettes Restaurant oder soll es eine romantische Trauung in der Kirche und anschließend ein Fest mit möglichst vielen Gästen werden? Und dann: Soll es eher formell mit strengem Dresscode oder leger zugehen? Möchten Sie ein ganz »normales«, traditionelles Fest, oder doch lieber etwas Ausgefallenes, Besonderes? Mögen Sie es lieber edel oder bodenständig? Soll es richtig gemütlich werden oder fühlen Sie und Ihre Gäste sich wohler in einer coolen Loungeatmosphäre?
Ausschlaggebend ist am Ende, in welcher Art Feier Sie selbst sich am besten wiederfinden, wie Sie sich diesen Tag erträumen. Natürlich sollten Sie dabei im Auge behalten, dass auch Ihre Gäste sich wohlfühlen. Das Fest darf und muss Ihren persönlichen Geschmack widerspiegeln, aber es darf ihn den Gästen nicht aufdrängen: Ins vegetarische Restaurant einzuladen, wenn für 90 Prozent der Geladenen ein leckeres Fleischgericht zu einem Festmenü einfach dazugehört, ist also vielleicht nicht so nett.


EIN PAAR BEISPIELE:

  • Traditionell mit Kutsche und Prinzessinnenkleid
  • Mottohochzeit (Mittelalter, Lieblingsurlaubsland, Gothic, 80er-Jahre, 90er-Jahre ....)
  • Freie Trauung
  • Entspannte Gartenparty mit Grillen
  • Hochzeit am Strand
  • Traumfest im Märchenschloss
  • Sommerfest im Landgasthof
  • Coole Lounge-Hochzeit
Hochzeit planen Gästeliste

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DIE GÄSTELISTE


Den stärksten Einfluss auf das Budget und die Art der Feier hat sicherlich die Frage, wie viele Freunde und Verwandte Sie zum Fest einladen wollen, denn bis zur Hälfte oder mehr der Kosten einer Hochzeit gehen in die Bewirtung.

Aber in der euphorischen Stimmung bei der Hochzeitsplanung gerät man leicht in Gefahr, den Kreis der Einzuladenden viel weiter zu stecken, als vielleicht vernünftig wäre, sodass die Feier schnell eine Größe erreicht, die man eigentlich nicht wollte und die auch mit dem Budget nicht in Einklang zu bringen ist. Deshalb unser Tipp: Erstellen Sie die Gästeliste »von innen nach außen«. Das heißt: Beginnen Sie mit den engsten Freunden und Verwandten, die auf jeden Fall mit dabei sein sollen. Ziehen Sie den Kreis der Wunschgäste dann langsam weiter, wobei Sie immer wieder durchzählen, bei wie vielen Gästen Sie jeweils angelangt sind. Auf diese Weise merken Sie schnell, ab wann das Fest für Ihre Vorstellungen zu groß wird und bei welchem Bekanntheits- und Verwandtschaftsgrad Sie eine Grenze ziehen sollten.
Wer »muss« auf die Liste? Zuerst einmal die Eltern und die Geschwister und deren Partner. Dafür, sie nicht einzuladen, müssten Sie schon ausgesprochen gute und gut vermittelbare Gründe haben. Ganz von selbst ergibt sich auch, dass die Trauzeugen, wenn Sie welche ernannt haben (vorgeschrieben sind sie nur bei einer katholischen Trauung), bei der Feier mit dabei sind. Das wäre dann sozusagen der kleinstmögliche Kreis.
Eine gewisse Verpflichtung besteht dann noch gegenüber allen, auf deren Hochzeit Sie selbst auch eingeladen waren und gerne mitgefeiert haben, und bei allen, die aus anderen Gründen zu Recht enttäuscht wären, wenn sie Ihr Jawort nicht live erleben dürften.
Ansonsten gilt als einziges Kriterium für die Aufnahme in die Gästeliste: Wer ist Ihnen wichtig, wen hätten Sie persönlich gern an diesem Tag um sich?


TIPPS:

Beschränken Sie sich beim Einladne von Freunden, Bekannten, Nachbarn und Arbeitskollegen auf die, die Ihnen wirklich wichtig sind. Mit allen anderen können Sie zum Beispiel auf einem Polterabend oder einen kleineren, legeren "Extrafest" feiern.

Verwenden Sie unsere kostenlose Online-Gästeliste

Hochzeit planen Location

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DIE LOCATION


Der Ort, an dem Sie feiern, ist von ganz entscheidender Bedeutung für die Atmosphäre und den Stil des Festes. Wenn Sie schon genau wissen, wo zwischen edel und einfach, zwischen traditionell und außergewöhnlich sich Ihre Feier einordnen soll, müssen Sie unter Umständen ein bisschen suchen, bis Sie die passende Location gefunden haben. Sie können sich umgekehrt aber auch von der Ausstattung und der Lage eines schönen Hotels oder Gasthofes inspirieren lassen.

Vor allem aber: Fangen Sie früh genug mit der Suche an. Viele sind nämlich oft schon 12 Monate und mehr im voraus ausgebucht!


KRITERIEN FÜR DIE LOCATIONWAHL:

  • Sie fühlen sich wohl in ihr.
  • Die Räume passen von der Größe her.
  • Sie liegt preislich gut in Budget.
  • Sie ist schön gelegen, hat eine Terrasse, einen Garten oder Park.
  • Die Küche trifft Ihren Geschmack.
  • Es gibt keine Sperrfrist, bis wann die Musik abgeschaltet werden muss.
  • Es gibt einen Ansprechpartner, bei dem Sie sich gut aufgehoben fühlen.
  • Alle Absprachen werden schriftlich festgelegt.

Hier finden Sie Location-Tipps.

Hochzeit planen Essen und Trinken

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ESSEN & TRINKEN

Wer Gäste hat, bewirtet sie, gibt ihnen zu essen und zu trinken. Das ist auf der ganzen Welt so. Und es gilt natürlich auch für das Hochzeitsfest. Ja, für viele ist das Festmenü einer der Höhepunkte des Tages. Letztendlich aber hängt es vom Stil Ihrer Feier ab und welches Gewicht Sie selbst dem Menü beimessen, was Sie auf den Tisch bringen. Immerhin machen Essen und Trinken den Löwenanteil der Kosten einer jeden Hochzeit aus.
Prinzipiell können Sie sich zwischen Buffet und gesetztem Menü entscheiden. Das Buffet ist kostengünstiger und entspannter, weil jeder sich nimmt, was und wann er will. Ein Menü ist dafür feierlicher, ganz besonders, wenn Sie den Dreigang-Standard mit Amuse-Gueule und Zwischengang zum Gourmet-Erlebnis upgraden. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie eine kleine Ansprache halten wollen, können Sie sich sicher sein, dass zwischen Vorspeise und Hauptgang alle noch an den Tischen sitzen und Ihnen aufmerksam lauschen. Das wäre mit Buffet schwerer zu machen.


TIPPS:

  • Fragen Sie schon auf der Einladung nach eventuellen Unverträglichkeiten oder Vorlieben (Gluten, Laktose, vegan etc.) damit Sie in der Küche Extragerichte bestellen können.
Hochzeit planen Ablauf Hochzeitstag

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DER ABLAUF DES TAGES


Wesentlich zum Stil und zur Stimmung einer Hochzeit trägt auch der Zeitplan für den Tag selbst bei. Ganz wichtig: Takten Sie die »Tagesordnungspunkte« nicht zu eng – Stress ist ein Stimmungskiller und verhindert, dass wir all die schönen Momente, die ein solches Fest bereithält, überhaupt wahrnehmen. Also packen Sie den Tag nicht zu voll! Verhindern Sie aber auch allzu langen Leerlauf. Wenn Sie die Gäste längere Zeit alleine lassen, diese sich aber auch nicht zurückziehen können, ist Langeweile vorprogrammiert. Lassen sich solche Lücken im Ablaufplan nicht verhindern, überlegen Sie, womit Sie die Gäste beschäftigen können. Das kann von einem schönen Spaziergang bis zur Stadtrundfahrt alles Mögliche sein. Checken Sie Ihre Location auch daraufhin ab, ob sich so etwas einbauen lässt. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie sich den schönen Luxus leisten, über mehrere Tage einzuladen.
Überhaupt: die Dauer der Feier. Jeder möchte natürlich so viel Zeit wie möglich mit den Gästen, die ja oft von weit her angereist kommen, verbringen. Und mit einem netten Beisammensein am Freitag Abend, dem Fest am Samstag und einem entspannten Ausklingenlassen beim Sonntagsbrunch wird das für manch einen Gast auch zu einem hübschen Kurzurlaub. Letztendlich ist aber auch das wieder eine Budgetfrage, wenn Sie etwa für die ganze Zeit auch die Bewirtung übernehmen möchten. Umgekehrt wäre die kürzestmögliche Form eine Zeremonie am Nachmittag, an die sich dann recht nahtlos das Festmenü und die Party direkt anschließen lässt.

Hier gibt's ein Beispiel für einen Ablaufplan


TIPPS:

  • Rechnen Sie für die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Feststationen genügend Zeit ein.
  • Bauen Sie Puffer zwischen den einzelnen Höhepunkten ein: zum Beispiel einen Sektempfang oder ein gemütliches Zusammensitzen bei Drinks und kleinen Snacks.