Heki & Albert

Boho-Hochzeit

Wie ein »perfekter Tag« aussieht, ist für jedes Brautpaar anders. Für Heki und Albert bedeutete »perfekt«, eine Party zu feiern. »Das stand für uns im Vordergrund: Den oft als ‚schönsten Tag im Leben‘ bezeichneten Tag der Hochzeit wirklich zu feiern und nicht für andere zu gestalten und super schick zu zelebrieren, sondern so unkompliziert wie möglich mit unserer Familie und unseren Freunden als echte Sommerparty zu erleben«, sagt die Braut. Und genau das gelang: »Wunderschön« war die Hochzeit, schwärmt das Brautpaar, und genau die Party, die man sich gewünscht hatte. »Auf allen Fotos sieht man unsere Gäste lachen, die Stimmung war einfach herrlich unbeschwert und zwanglos«, so Heki. Als neutraler Betrachter entdeckt man auf den Bildern aber noch viel mehr: Perfektion in Form einer entzückenden Festgestaltung, bei der alles bis ins Kleinste aufeinander abgestimmt ist. Man mag nicht glauben, dass die Braut den ihr eigenen »perfektionistischen« Anspruch bei der Planung und Umsetzung der Hochzeitsgestaltung nach eigenen Angaben »über Bord geworfen« hat. Doch es war ihr gar nichts anderes als genau das übrig geblieben. Denn Heki und Albert haben ihre Hochzeit in einer ganz unglaublich kurzen Zeit von gerade einmal drei Monaten auf die Beine gestellt. Und das hat eine Vorgeschichte:

Im Frühling 2016 sind die beiden schon einmal als fiktives Brautpaar an dem Ort, an dem wenig später ihre eigene Hochzeit stattfinden soll. Nur wissen sie das zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Denn dass sie damals Braut und Bräutigam sind, ist schlichtweg ihrem Model-Job geschuldet. Heki und Albert sind zwar auch im echten Leben ein Paar, doch ein Brautpaar sind sie zu diesem Anlass nur für die Kamera und als Protagonisten für ein Styled Shoot, das Weddingplannerin Stefanie Rausch für ein Hochzeitskonzept mit dem Motto »Kirschblüte« organisierte (hier ansehen). Spurlos ging das Erlebnis aber nicht an den beiden vorüber. Denn die zauberhafte Hochzeitsgestaltung, das Gefühl im Brautkleid, die schöne Festumgebung - all das zeigte offensichtlich Wirkung. »Wir wussten schon seit langem, dass wir heiraten wollen, und die Stimmung beim Styled Shoot und die Location in Rust am Neusiedlersee war dann so schön, dass wir überlegten, unsere Hochzeit auch dort zu feiern«, erzählt Heki. »Das war aber immer noch nicht konkret - ich hatte ja noch keinen Heiratsantrag bekommen ...« Doch der ließ nicht mehr lange auf sich warten: Albert hatte die inszenierte Hochzeitsatmosphäre offensichtlich so sehr gepackt, dass er nur kurze Zeit nach dem Konzeptshooting auf die Knie ging und um Hekis Hand anhielt - verbunden mit dem Wunsch, dass die Hochzeit noch im selben Sommer in Rust stattfinden solle. Das war am 14. April 2016. Knapp drei Monate später, nämlich am 9. Juli, gaben sich die beiden dann tatsächlich das Ja-Wort!

Es war wohl ein glücklicher Zufall (oder vielleicht doch Bestimmung?), dass es in der Hochzeitslocation zufällig noch genau einen freien Termin im Sommer gab - inklusive bereits gebuchtem Standesbeamten. Und auch das Hochzeitskleid stand für Heki vom ersten Augenblick an fest: Sie hatte sich nämlich in das verliebt, das sie beim Styled Shooting trug. »Es wurde nur geringfügig verändert: Wir haben es der Sommerhitze angepasst und das Futter des Rockteils bis auf Minilänge gekürzt, die langen Ärmel in kurze verwandelt und es in ‚meinem‘ Lieblingsblauton einfärben lassen«, erzählt die glückliche Braut.

Doch für eine Hochzeit braucht es ja noch einiges mehr und eigentlich auch eine Menge Zeit, um alles zu organisieren. Die hatte Heki nicht: In nur drei Monaten sollte alles feierbereit sein. Immerhin gab es ja die Eindrücke aus dem Styled Shoot. »Wir haben uns zwar keine konkreten Ideen abgeschaut, aber für mich waren die vielen wunderschönen Einzelheiten, die Mademoiselle Fee und das ganze Team sich ausgedacht hatten, ausschlaggebend dafür, mich erstmals gedanklich mit dem gesamten Drumherum einer Hochzeit auseinanderzusetzen«, sagt Heki. Und so entwickelte sie ihr eigenes Konzept rund um die Farbe Blau und ein Boho-Motto, das leicht und unbeschwert ist und das exakt der Sommerparty entsprach, die das Brautpaar sich wünschte. »Die vielen Hochzeitsexperten, die wir beim Styled Shoot kennen gelernt haben, sind uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ich habe mit Mademoselle Fee ein grobes Deko-Konzept entworfen, und wir haben überlegt, was kann und will ich selbst machen, und wo überlasse ich es ihr als Profi«, sagt Heki. In Eigenregie entstanden beispielsweise die Einladungen, die sie gemeinsam mit einem guten Freund in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entwarf. »Ich habe sehr viele Abende damit verbracht, das Internet zu durchforsten, und in der Folge ebenfalls ganze Abende lang Tischkarten von Hand geschrieben und Gastgeschenke verpackt«, sagt die Braut. »Vor allem aber habe ich angesichts der drei Monate Vorbereitungszeit meinen mir sonst eigenen Perfektionismus über Bord geworfen und mir gesagt: Es muss nicht perfekt sein. Und trotzdem ist es für mich perfekt geworden!« Das sind die Details von Hekis und Alberts Hochzeit:

Das Hochzeitskonzept
Eine sommerliche Boho-Hochzeit rund um ein blaues Farbthema. »Blau ist meine Lieblingsfarbe, sie passt zur Leichtigkeit des Sommers, sie ist eine kühle Farbe und damit ideal für eine Hochzeit im Juli«, sagt Heki. »Überhaupt sollte Leichtigkeit vermittelt werden. Das waren für mich Streifendecors, Ballons, der wunderschöne Traumfänger und die vielen Federn. Nichts Opulentes, dafür liebevolle Details und viel Eigenes und Altes wie zum Beispiel die alten Apothekergefäße aus der Sammlung meiner Mutter, die wir als Vasen verwendet haben.«

Der Dresscode
Passend zum Farbkonzept ließ sich Heki ihr Brautkleid in Blau einfärben. Albert trug - wie es zum Gedanken der Boho-Hochzeit passt - Anzughose und Hosenträger in Blau zum weißen Hemd. Fertig! Aber es gab noch etwas Besonderes: Weil sich das Brautpaar nämlich eine entspannte, unbeschwerte Sommerparty und eben kein steifes Fest nach starren Regeln wünschte, sprach es ein Krawattenverbot aus, an das sich bis auf den Brautvater und Alberts Trauzeuge, die beide eine »Ausnahmeerlaubnis« bekamen, auch alle hielten. Darüber hinaus wurden die Gäste gebeten, sich in Blau oder Weiß zu kleiden. »Zu meiner großen Freude haben alle mitgemacht«, strahlt Heki.

Die Location
Bezeichnenderweise heißt sie entsprechend des Farbkonzepts »Himmelblau«, ist aber komplett in Weiß gehalten: weiße Vintagemöbel, Kristalllüster, Spiegel, viele Kerzen. Einfach perfekt in Kombination mit der blau-weißen Blumenpracht und der blauen Papeterie.

Die Festtafel
Obwohl sie üppig geschmückt ist, wirkt dennoch nichts überladen oder übertrieben. Alles folgt dem Vorbild einer lässigen Boho-Hochzeit, bei der es auf den entspannten Look ankommt. Weiße Stabkerzen in vielarmigen, silbernen Kerzenleuchtern prägen das Bild ebenso wie das weiße Spitzentuch, das als Läufer fungiert - und zwar nicht einfach flach und gerade ausgebreitet, sondern vielmehr kunstvoll arrangiert. Die Brauttafel wird unter allen Tischen besonders hervorgehoben, indem dort als einziges unterhalb des weißen Spitzentuchs ein langes blaues Tischtuch aufgelegt ist. Die Blumen sind zum Teil in winzigen Glasvasen arrangiert, zum Teil in Apothekergläsern unterschiedlicher Größe in Szene gesetzt. Alles wirkt verspielt und modern zugleich.

Die Hochzeitsfloristik
Die Pflanzen sind passend zur Hauptfarbe Blau ausgewählt: Man sieht hellblaue, dunkelblaue und weiße Hortensien, dazu blaue Disteln als leuchtende Farbpunkte und graugrüne Sukkulenten und Eukalyptus als rauchige Ergänzung. Die Hochzeitsfarbe Weiß bringen kleine Rosen und Schleierkraut ein. Als süßes Detail werden die Blumen mit unzähligen weißen und grauweiß gepunkteten Federn ergänzt. Darüber hinaus sind Olivenzweige aus dem Garten der Festlocation auf der Tafel ausgelegt, was den sommerlich-mediterranen Look noch verstärkt. Auch der Brautstrauß ist in Graugrün und Cremeweiß gehalten und kommt als Kontrast zum leuchtend blauen Brautstrauß perfekt zur Geltung. Darin sind ebenfalls grauweiß gepunktete und große weiße Straußenfedern eingearbeitet. Um die Stiele hat man lange weiße Leinenbänder gewunden, die auf den Fotos so wunderbar im Wind flattern. Übrigens: Sogar das Ringkissen ist rein pflanzlich! Es besteht aus einzelnen Sukkulenten, an die die Ringe mit einem cremefarbenen Organzaband mit einer schlichten Masche befestigt wurden.

Das Festessen
Angesichts des Party-Konzepts der Hochzeit wurde auf ein mehrgängiges Menü verzichet und das Essen in Büffetform angeboten. »Mein persönliches Highlight war übrigens die Candybar mit Cupcakes und Macarones in Blautönen!«, sagt Heki. Natürlich war der gesamte Sweet Table passend zum Farbschema in Blau und Weiß gehalten: Unter einer Wimpelgirlande verlockten die Süßigkeiten zum Zugreifen.

Die Trauung
Zur traumhaft schönen Dekoration gesellte sich auch Traumwetter, das es Brautpaar und Hochzeitsgästen ermöglichte, bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein viel Zeit im Freien unter Traumfängern, blauen Lampions und wehenden Bändern und Federn zu verbringen und auch die Trauung durch den Standesbeamten unter einem großen weißen Baldachin draußen zu erleben. Für die Erfrischung sorgten Getränkespender, in denen fruchtige Säfte mit Orangenscheiben, Zitronenscheiben und Minze angerichtet waren, und die Damen durften sich über Fächer als Gastgeschenke freuen. Dennoch wurde das Ja-Wort an sich zum größten Highlight. »Mein schönster Moment war, als mein Vater mich abholte, um mich zur Trauung zu führen, und plötzlich Tränen in den Augen hatte. Das gab es vorher noch nie!« erzählt Heki. »Besonders waren aber auch unsere Hochzeitsversprechen, die wir beide bewusst nicht vorbereitet hatten, die dafür aber so ehrlich und frei von der Leber weg kamen, dass unsere Gäste zum Teil aus vollem Halse lachten. Auch davon gibt es Fotos - ich liebe sie!«

 

An der Umsetzung dieser Hochzeit beteiligt waren folgende Dienstleister:

 

Fotos: Caterina Hoffmann Photography, www.catehoffmann.com

Konzept & Dekoration: Mademoiselle Fée Event-Design, www.mademoiselle-fee.at

Blumen: Eva Steiger, evasteiger.at

Brautkleid: www.nikilacknerbrautkleider.at

Location: Himmelblau, www.himmelblau-rust.at

Süßigkeiten für den Sweet Table: Schnabulerie, www.schnabulerie.com

Make-up & Hair: Barbara Maria

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