Heiraten in ...

Basel

Kann man sich für eine Stadt ein sympathischeres Wahrzeichen denken als den Fasnachtsbrunnen von Jean Tinguely in Basel? Zehn Maschinenskulpturen stehen in einem flachen Wasserbecken und führen sprühend, spritzend, paddelnd und schaufelnd ein ebenso verspieltes wie faszinierendes Theaterstück auf. Wen oder was man sich unter den einzelnen Skulpturen vorstellen mag, das bleibt am Ende jedem selbst überlassen. Aber welche Aufführung auch immer man in diesem Brunnen zu sehen glaubt, am Ende geht man mit dem gelösten Gefühl weiter, dass man das Theater des Lebens nicht immer allzu ernst nehmen darf und sich lieber auf seine fröhlichen Seiten konzentrieren sollte. Ein Abstecher hierhin ist ein Muss für jede Hochzeitsgesellschaft und jeden Poltertrupp.

Der Tinguelybrunnen wurde 1977 eingeweiht. Die beiden anderen Wahrzeichen Basels sind weitaus älteren Datums: 1226 eröffnete die Mittlere Brücke und ist damit einer der ältesten Rheinübergänge zwischen Bodensee und Nordsee. Allerdings wurde die ursprüngliche Brücke 1905 durch eine neue ersetzt. Und die Baugeschichte des Basler Münsters geht sogar bis ins Jahr 1019 zurück. Mit seinem roten Sandstein, den bunten Ziegeln und den beiden schlanken Türmen ist es aus der Skyline der Stadt kaum wegzudenken. Der Platz rund um die Kathedrale ist heute ein Ort der Begegnung, der immer wieder für Veranstaltungen genutzt wird. Und die Pfalz, wie die Terrasse auf den Rhein genannt wird, ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Stadt.

Basel zum Heiraten und Poltern

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Die besten Plätze fürs BRAUTPAARSHOOTING


Mit der Mittleren Brücke, dem Platz rund um die Kathedrale und der Pfalz haben wir oben schon einige Orte genannt, die sich für tolle Fotos vom frisch vermählten Brautpaar eigenen. Aber Basel ist voll von solchen Kulissen. Schon allein die Altstadt, eine der intaktesten und schönsten Europas, könnte Grund genug sein, sein Jawort im Basler Standesamt zu geben. An jeder Ecke finden sich hier malerische Plätzchen und Gässchen und es gibt viele noch erhaltene Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, aber auch solche zeitgenössischer, international renommierter Architekten. Tradition und Zukunft stehen in Basel – architektonisch gesehen – sehr oft direkt nebeneinander. Das passt zu unserem Thema: Denn was ist eine Hochzeit anderes als ein traditionelles Fest, das die Zukunft zweier Menschen feiert?
Absolutes Highlight in puncto romantischer Hintergrund für die Hochzeitsfotos ist sicherlich das St. Alban-Quartier: Enge Gässchen und Wasserläufe prägen dieses Quartier zwischen Rhein und Zentrum. Romantisch, verblüffend, geheimnisvoll und sagenumwoben: Alle diese Merkmale treffen auf dieses von Kanälen durchzogene Quartier zu. Es wurde liebevoll restauriert und ist in jedem Fall einen Abstecher mit der Kamera wert.
Weitere Hot Spots fürs Shooting sind das Rathaus in der Altstadt, das durch seine rote Fassade, den imposanten Turm und seine verspielte Fassadenmalerei auffällt, und das Spalentor als das prächtigste und imposanteste der drei Stadttore und der Solitude Park am Rhein.

Altstadtufer Basel

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Was man mit seinen Gästen UNTERNEHMEN kann


Das Traulokal des Zivilstandsamtes Basel ist übrigens kein grauer, schmuckloser Büroraum, sondern selbst schon ein kleines Highlight. Hier sagt man »Ja« in einem grossen, von einem Kronleuchter erhellten Raum, der geschmückt ist mit prächtigen Stukkaturen und vielen Gemälden. Da beginnt dieser Tag schon einmal richtig standesgemäss.
Es befindet sich übrigens in der Rittergasse 11 und wer anderthalb Stunden Zeit hat, kann mit seiner Hochzeitsgästen von hier aus direkt den längsten der fünf Rundwege starten, mit denen man die schönsten Seiten der Stadt erkunden kann. Der so genannte Hans-Holbein-Rundgang führt zum Münster und in die Quartiere der Altstadt, über die Mittlere Brücke ans andere Rheinufer, dann immer am Ufer entlang bis zur St. Alban-Fähre, die einen in das gleichnamige, schon erwähnte zauberhafte Quartier bringt.
Wem das ein bisschen zu lang dauert, kann seine Gäste auf dem Erasmus-von-Rotterdam-Rundweg auch in nur 30 Minuten die schönsten Seiten der Altstadt zeigen.

Man könnte für seine Freunde und Verwandten natürlich auch ein Ticket für die Oldtimer-Tram lösen, wenn man das Zufussgehen ganz vermeiden möchte. Dabei kann man am eigenen Leib erleben, wie die Baslerinnen und Basler vor hundert Jahren von A nach B kamen. Die Tram fährt allerdings nur sonntags um 10:30 und 11:45 Uhr.
Und dann ist da als Alternative zu Fusswegen und Tram ja noch der Rhein. Auf dem ist die Basler Personenschifffahrt mit mehreren Schiffen und spannenden Angeboten unterwegs.
Oder man baut in den Weg vom Standesamt zur Festlocation eine Überfahrt mit einer der vier Fähren »Wilde Maa«, »Leu«, »Vogel Gryff« und »Ueli« ein, die den Rhein ohne Motor nur mit der Kraft der Strömung überqueren.

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Über den Tellerrand: Basel für GOURMETS


Dass die Köche in Basel im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder über ihren Tellerrand hinaus auch den einen oder anderen Blick in die Kochtöpfe der Nachbarn geworfen haben, versteht sich angesichts der geographischen Lage am Dreiländereck ja schon von selbst. So ist es nicht verwunderlich, dass die Restaurants in der Stadt und ihrer Umgebung eine unglaubliche Vielfalt bieten und die kulinarische Landschaft hier für Gourmets schon lange kein Geheimnis mehr ist. Über 20 Restaurants können mit Gault Millau- und Michelin-Wertungen aufwarten. Möglichkeiten, die Gaumen seiner Hochzeitsgäste zu verwöhnen, gibt es also reichlich. Und dazu muss man nicht zwangsläufig auf die Haute Cuisine zurückgreifen. Die Vielfalt und Qualität ist auch in kleineren Restaurants erstaunlich.
Ein Geheimtipp, wenn man sich mit seinen Gästen etwas abseits der Touristenpfade bewegen möchte, ist Basel West. Früher Arbeiterviertel, entwickelt sich dieses Quartier schon seit einiger Zeit zu einem trendigen Stadtteil mit dem besten Thailänder Basels, einem hippen Burger-Laden, einer Bar in einer alten Bank oder einer Bierbrauerei.

Basel Nachtleben

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Perfekt poltern: Das Basler NACHTLEBEN

Auch wenn das Basler Nachtleben 2016 durch die Schliessung einiger Clubs herbe Verluste wegstecken musste, werden hier nach Einbruch der Dunkelheit aber trotzdem noch lange nicht die Trottoirs hochgeklappt. Es bleiben noch Anlaufpunkte genug für Poltertrupps, die es noch einmal richtig krachen lassen wollen. Da wäre zum Beispiel Basels grösste Diskothek, das Mad Max mit seiner abgefahrenen, futuristischen Einrichtung, wo man seinen Drink unter den Augen des Monsters aus »Alien« nimmt. Der Club hat zwei Floors: Auf dem ersten wird hauptsächlich Pop, Rock, RnB und Soul von den 80ern bis heute gespielt, auf dem zweiten in erster Linie House und Trance. Jungs dürfen ab 28, Mädels ab 25 rein.

Dann wäre da noch die Bar Rouge im obersten Stockwerk des Messeturms. Hier, in 105 Metern Höhe liegt einem Basel zu Füssen: Der Ausblick ist unvergesslich. Zur Aussicht werden leckere Snacks und Cocktails gereicht und natürlich ein wechselndes, spannendes Musikprogramm. Angeboten werden auch Cocktail-Workshops: Perfekt für einen Mädelsabend.

Wer Musik lieber live erlebt, der geht zum Beispiel in die 8 Bar, ein kleines trendiges Lokal am Kleinbasler Rheinufer. Es hat ein gemütliches Ambiente, in dem sich jeder sofort willkommen fühlt, und bietet immer wieder Live-Auftritte spannender Künstler. Meist ist der Eintritt bei den Veranstaltungen frei. Die Künstler gehen zwischendurch aber mit dem Hut rum.

Bevor es am Abend an die Cocktails geht, kann man sich mit seinen Mädels oder Jungs natürlich ein bisschen die Stadt ansehen. Die angebotenen Führungen haben Spannendes im Programm. So kann man sich die Altstadt und die schönsten Sehenswürdigkeiten auf einer Tour mit dem Segway zeigen lassen. Macht einfach Spass und für den richtigen Umgang mit den Segways braucht es nur eine kleine Einführung.
Mädeltrupps interessieren sich vielleicht auch für einen Rundgang, bei dem die Frauen dieser Stadt im Fokus stehen, denn die Geschichte Basels ist durchaus nicht wenig auch von Frauenpower bestimmt worden.
Mal was ganz anderes sind auch Führungen, die von Schauspielern geleitet werden und die wie kleine, authentische Zeitreisen in die Vergangenheit der Stadt sind.