Hochzeit feiern in St. Gallen

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St.Gallen

Auf über 1‘400 Jahre Geschichte kann die Ostschweizer Metropole zurückblicken. Diese Zeit haben die St.Galler nicht nur für den Bau barocker Kirchen und futuristischer Verwaltungsgebäude genutzt, sondern auch für die Erfindung von unverzichtbaren Kulturgütern wie der Olma-Wurst oder eines Biers aus der ältesten Brauerei der Schweiz. Und so hat die Stadt viel zu bieten – insbesondere beste Bedingungen zum Feiern.


Als der Heilige Gallus im Jahr 612 auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ein Eremitendasein in das wilde und enge Hochtal des heutigen St.Gallen kam, da liess er sich vermutlich nicht träumen, dass er damit gewissermassen den Grundstein legte für eines der wichtigsten Klöster des Mittelalters und die »Schreibstube Europas«. Sicher ahnte er auch nicht, dass der Stadtkern, der sich um seine Gründung herum bildete, eines Tages zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt werden würde. Und ganz bestimmt rechnete er nicht damit, dass nur ein paar Strassen weiter die futuristisch anmutende Stadtlounge entstehen und dass ebenfalls nicht weit entfernt im Sittertobel einst Bands wie Deep Purple oder Radiohead auftreten würden. Aber die Gründung der Abtei etwa hundert Jahre nach seinem Tod hätte ihm sicherlich gefallen – und vielleicht ja auch Radiohead.
Sicher aber ist: St.Gallen war immer schon und ist immer noch eine lebendige, in die Zukunft gerichtete Stadt, die das Alte bewahrt und dem Neuen gegenüber aufgeschlossen ist. Und bloss weil die Stadt den Namen eines Heiligen trägt, heisst das noch lange nicht, dass man hier nicht ordentlich feiern könnte – den Polterabend zum Beispiel oder das Hochzeitsfest.

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POLTERABEND: MIT DEM TANZBEIN VORAN

Bräute und Bräutigame, die mit ihren besten Freundinnen und Freunden noch einmal so richtig feiern und das Junggesellendasein quasi mit dem Tanzbein voran verlassen wollen, werden sich auf den Weg in einen der Clubs von St.Gallen machen. Zum Beispiel in den Elephant Club. Hierher kommen die besten nationalen und internationalen DJs und top Live-Acts. Die Location ist nach Feng-Shui-Kriterien eingerichtet – bad vibrations haben hier also keine Chance. Eine Institution der Szene ist das Trischli, wo man auf zwei Etagen zu R‘n‘B, House und Open Format tanzt.
Wer sich unter dem »letzten Ausgang vor dem Jawort« eher einen ruhigen, dafür aber stil- und genussvollen Abend mit den engsten Freunden vorstellt, dem bietet die Einstein Bar Clubatmosphäre im englischen Stil: Bei 100 leckeren Cocktails, 70 verschiedenen Whiskeys, 150 Spitzenweinen oder Bier vom Fass kann man hier wunderbar in der Vorfreude auf die Hochzeit schwelgen oder gemeinsame Jugendabenteuer Revue passieren lassen.
Anbieten würde sich aber auch ein Stadtrundgang zum Thema Gerstensaft. Denn in St.Gallen hat die Bierkultur eine über 1‘200-jährige Tradition. Während der Führung erfährt man nicht

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ZIVILSTANDSAMT: NUR IM RATHAUS



Standesamtliche Trauungen werden in St.Gallen nur im Rathaus abgehalten, einem modernen, vollverglasten Gebäude in unmittelbare Nähe des Bahnhofs. Auch das Trauzimmer ist eher puristisch aber sehr freundlich eingerichtet. Beim Jawort schaut das Brautpaar hier auf ein Wandbild in fröhlichen Farben, die Lust auf Zukunft machen. Sechs Mal im Jahr werden auch Samstagstrauungen angeboten, diese sind allerdings den St.Gallern selbst vorbehalten.

KIRCHEN:
MIT GOTTES SEGEN

St.Gallen kann mit einigen schönen Kirchen aufwarten, in denen man sich auch vor Gott das Jawort geben kann. Highlight für katholische Brautpaare ist natürlich eine Trauung in der Stiftskirche mit ihrem prächtigen Barockschmuck im Inneren. In unmittelbarer Nähe des Stiftsbezirks steht für evangelische Paare die Stadtkirche St. Laurenzen bereit. Auffällig bei ihr ist die im neugotischen Stil gehaltene Orgel auf der Chorseite der Kirche. Beide Gotteshäuser liegen nicht weit vom Klosterhof, der sich hervorragend für einen kleinen Apéro eignet. Weitere schöne Kirchen sind St. Mangen in der Irer Vorstadt und die St. Leonhards-Kirche in der Nähe des Bahnhofs (beide reformiert). Etwas Besonderes ist sicherlich auch die 1959 erbaute katholische Bruder-Klaus-Kirche mit ihrer modernen Spannbetonarchitektur und dem  nach Art eines Campanile freistehenden Glockenturm.

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ZWISCHEN TRAUUNG UND FEIER: DAS KANN MAN ERLEBEN



Wenn zwischen Trauung und Fest ein bisschen »Freizeit« geplant ist, bietet St.Gallen natürlich jede Menge Möglichkeiten, diese zu füllen. Obligatorisch ist natürlich ein Besuch des Klosterareals, auch wenn nicht in der Stiftskirche oder in St. Laurenzen geheiratet wurde. Hauptattraktion wiederum in diesem Bezirk ist die weltberühmte Stiftsbibliothek, die ehemalige Schreibstube der Benediktinermönche. Die sind nicht mehr da, wohl aber zigtausende, unschätzbar wertvolle Schriftstücke, darunter, in wechselnden Ausstellungen, einzigartige Exemplare der 2‘000 mittelalterlichen Originalhandschriften.
Etwas ganz Besonderes ist auch die Stadtlounge St. Gallen, das grösste Outdoor-Wohnzimmer der Schweiz! Die Idee für dieses ungewöhnliche Projekt einer öffentlichen »Stadtlounge« hatten der Architekt Carlos Martinez und die Multimedia-Künstlerin Pipilotti Rist. Ihr Kunstobjekt verwandelt das »Bleicheli Quartier« in eine rund um die Uhr zugängliche Spiel-, Relax- und Business-Oase. Wie in einer Lounge breitet sich ein roter Teppich aus, darüber hängen schwebende Leuchtkörper, die das Quartier in unterschiedliche, dezent wechselnde Lichtstimmungen tauchen. So etwas gibt es bestimmt nicht in vielen Städten.
Es bietet sich auch an, für seine Gäste eine Stadtführung zu organisieren. Da hat St.Gallen einiges im Angebot: Ein klassischer Stadtrundgang führt durch Altstadt und Stiftsbezirk und vermittelt einen Einblick in die Geschichte der Stadt. Andere Führungen erinnern an das Leben starker Frauen in der Geschichte St.Gallens oder widmen sich dem Thema Engel. Oder die Hochzeitsgesellschaft gönnt sich einen Blick aus der Vogelperspektive von zwei speziellen Orten hoch über den Dächern der Ostschweizer Metropole. Dazu müssen allerdings einige Treppen überwunden werden. Für Menschen mit Höhenangst ist diese Tour definitiv nicht geeignet.

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ESSEN & TRINKEN: HIER WIRD GEFEIERT



Wenn es in St.Gallen ums Essen geht, dann geht es auch immer gleich um die Wurst: Denn die St.Galler Kalbsbratwurst, auch OLMA-Wurst genannt, ist einfach Legende und nirgendwo in der Schweiz so lecker wie hier. Deshalb ist dieses Produkt aus erstklassigem Kalbsfleisch, frischer Magermilch und einer speziellen Gewürzmischung auch patentiert und man bekommt sie nicht nur am Wurststand um die Ecke – auch Gourmetrestaurants sind sich keineswegs zu schade, sie zu servieren.
Wer für seine Gäste noch etwas anderes als Bratwurst auf die Festmenükarte schreiben möchte, der hat die Qual der Wahl. Denn selbstverständlich ist alles da vom Spanier und Griechen über den Chinesen und Japaner bis hin zu indischer, amerikanischer oder thailändischer Küche. Und die allermeisten Restaurants sind einzigartig im wahrsten Sinne des Wortes: Es gibt in St. Gallen fast keine grösseren Restaurantketten. In der Innenstadt reiht sich dagegen Gourmet-Bijou an Gourmet-Bijou. Insbesondere die vielen hervorragenden gutbürgerlichen Gastronomiebetriebe setzen dabei auf frische Zutaten aus der Region: auf Gemüse, Wild und Trüffel sowie auf Wein aus dem Rheintal.
Berühmt sind die so genannten »Erststockbeizli« in der Altstadt, urchige kleine Restaurants im ersten Stock historischer Gebäude. Mit ihren oft schrägen Böden, Holzwänden und niedrigen Decken sorgen sie für eine einzigartige, urgemütliche Ambiance, in der sich bestimmt alle Gäste richtig wohlfühlen werden. Zumal in diesen kleinen, aber feinen Restaurants auf hohem Niveau gekocht wird.
Von letzterem kann man selbstverständlich auch ausgehen, wenn man für seine Hochzeit eines der acht Gault-Millau-Restaurants der Stadt auswählt.