Aufgaben Bräutigam bei der Hochzeit

Bräutigam

Süße Pflichten

So ein Hochzeitstag schafft es, selbst coole Männer aus der Ruhe zu bringen. Wer erst mal Bräutigam ist, der weiß davon zu berichten, dass es mit all der Souveränität, mit der man sonst sein Leben meistert, schnell vorbei ist. "Ja" zu sagen bringt einfach Emotionen mit sich. Und Bräutigam zu sein einen Ausnahmezustand. Die Folge: Aufregung, schweißnasse Hände, Herzklopfen und zeitweise Orientierungslosigkeit, die sich auch mal gerne im Versagen der Stimme oder als Kloß im Hals äußert. Nur gut, dass so ein Hochzeitstag strikt und klar durchgetaktet ist. Denn der rigorose Ablaufplan sorgt für Sicherheit. Und wenn man erst mal mittendrin im romantischen Festgeschehen steckt, dann laufen die Dinge früher oder später eben doch von ganz alleine. 

 

Ein paar Grundsätze gehören am Hochzeitstag auf die To-Do-Liste des Bräutigams. Es sind "süße" Pflichten, die dazu beitragen, dass der besondere Tag seinen unvergleichlichen Charme entfalten kann. Eine kleine Übersicht:

 

Brautstrauß überreichen

Es gehört zur guten, alten Tradition, dass der Bräutigam seiner Braut den Brautstrauß überreicht. Ob er ihn nun selbst beim Floristen besorgt oder ihn sich ebenfalls bringen lässt, ist zweitrangig. Hauptsache, er ist derjenige, der der Braut die Blumen überreicht.

 

Auf den großen Moment warten

Brautpaare, die die Spannung auf die Spitze treiben wollen, begegnen einander erst am Hochzeitstag in ihren schönen Outfits. Das bedeutet: Man verbringt die Nacht zuvor getrennt voneinander oder startet zumindest am Morgen unabhängig voneinander in den Tag, damit jeder in Ruhe gestylt werden kann. Der Moment der Begegnung kann dann ein gemeinsamer Treffpunkt sein, bevor man als Brautpaar zusammen zur Trauung geht, oder aber der Bräutigam empfängt seine Liebste in der Kirche am Altar. Seine Aufgabe: ihr den Freiraum geben, sich ausgiebig vorbereiten zu können, geduldig zu warten und dann den Moment mit all den Emotionen, die er birgt, zu zelebrieren.

 

Eheringe einstecken

Es ist Aufgabe des Bräutigams dafür zu sorgen, dass die Eheringe einsatzbereit (will heißen: griffbereit) sind, wenn man sie braucht. Sie liegen also in seiner Obhut und dürfen natürlich nicht vergessen werden. Letzten Endes hat der Bräutigam dann auch dafür zu sorgen, dass sie derjenige rechtzeitig in die Finger bekommt, der letzter Überbringer vor der eigentlichen Bestimmung ist - sei es der Standesbeamte, der Pfarrer, der Trauzeuge oder das Blumenkind, das die Ringe anreicht.

 

Rede halten

Über Ausführlichkeit und Länge einer Rede lässt sich streiten. Prinzipiell gilt aber: ein paar Worte sollte jeder Bräutigam sowohl für seine Liebste als auch die Gäste übrig haben. Insofern empfiehlt es sich, eine Kleinigkeit vorzubereiten, die man zu gegebenem Anlass (beispielsweise beim Stehempfang oder zur Eröffnung der Feier am Abend) zum Besten geben kann.

 

Hochzeitswalzer tanzen

Den tanzen Braut und Bräutigam zwar gemeinsam, aber natürlich ist es seine Aufgabe, dabei die Initiative zu ergreifen. Das gilt sowohl für den Moment, wenn der Bräutigam seine Braut aufs Parkett geleitet, als auch für das Führen während des Tanzens. Und allen, die sich ein bisschen schwer mit Standardtänzen tun, sei geraten, sich in einem Hochzeitstanzkurs vorzubereiten.

 

Überraschungen vorbereiten

Früher gab es da die Morgengabe. Die war zwar nicht unbedingt überraschend, weil sie ja fest eingeplant war, aber eben doch eine schöne Aufmerksamkeit der Braut gegenüber, die sie gleichzeitig absicherte. Denn was immer Bestandteil der Morgengabe war, gehörte anschließend der Braut. Noch heute hat der Brauch nichts von seinem romantischen Reiz verloren. Überraschen Sie also Ihre Liebste mit einer kleinen Aufmerksamkeit - zu welchem Zeitpunkt (ob am Hochzeitstag oder am Morgen danach) ist ganz dem Bräutigam überlassen.