royales Brautkleid Meghan Markle

Meghans Brautkleid

So schlicht, so schön!

Über nichts wurde unter Royal-Fans und Wedding-Verrückten in den Tagen vor der royalen Hochzeit des Jahres im britischen Königshaus am 19. Mai so sehr spekuliert wie über Meghans Brautkleid. Was haben sich Experten auf der ganzen Welt doch den Kopf darüber zerbrochen, wie das Kleid, das Meghan Markle bei ihrer Hochzeit mit Prinz Harry tragen würde, aussehen könnte. Aus welchem Haus es kommt und von welchem Designer es kreiert worden war. Es fielen Namen, es wurden Vermutungen über den Look angestellt - auch von der britischen Luxus-Brautmodendesignerin Caroline Castigliano (ihre Vermutungen im Interview hier). Am Ende wurde es ein Brautkleid aus dem Hause Givenchy, kreiert von der britischen Designerin Clare Waight Keller. Und damit etwas völlig anderes, als alle zuvor vermutet hatten. Weder das Couturehaus noch der Stil der Robe waren auf dem Radar der internationalen Experten gewesen. Meghan, nach der Hochzeit nun ihres Zeichens Herzogin von Sussex, hat damit alle überrascht! Was Brautmodendesignerin Caroline Castigliano nach der Hochzeit - und jetzt in Kenntnis des Brautkleids - zu Meghans Brautstyle sagt, verrät sie im Interview:

 

Was sagen Sie ganz generell zu Meghans Hochzeitslook?

Wir haben die Tage vor der Hochzeit mit Spekulationen darüber, wer der Designer der royalen Hochzeitsrobe sein könnte, heruntergezählt und Meghan hat sich ihren Moment in der Geschichte gesichert, indem sie ein Brautkleid von Givenchy trug, kreiert von der britischen Designerin Clare Waight Keller. Damit hatte wirklich niemand gerechnet und sie hat ihr Geheimnis sehr gut gehütet. Das Brautkleid trifft Meghans Geschmack eines eleganten, ästhetischen und smarten Kleidungsstils wirklich perfekt. Meghan trifft ihre Outfit-Wahl immer äußerst bewusst und es ist einfach bezaubernd, dass sie die 53 Commonwealth-Staaten, repräsentiert im Design ihres Schleiers, aufgenommen hat. Mit ihrem minimalistischen Brautkleid hat sich Meghan deutlich von Kates Look unterschieden, die ein Brautkleid ganz aus Spitze wählte. Das Glanzvolle brachte sie mit der Wahl eines sehr langen Schleiers ein. Sie sah in ihrem Brautkleid total modern aus, hat aber dennoch der königlichen Familie und der Queen die Ehre erwiesen, indem ihr Style der royalen Tradition folgte, ihre Schultern bedeckte und lange Ärmel hatte. Als sie St. Georges Chapel betrat, war dies in diesem sehr reduzierten Style ein Moment für die Geschichte.

 

Was gefiehl Ihnen am Braut-Style von Meghan besonders gut?

Der U-Boot-Ausschnitt ist einfach hinreißend! Seine Linie folgt dem Verlauf des Schlüsselbeins und endet an den Schultern. Auch Meghans Haar war einfach großartig mit dem tiefen geschwungenen Knoten. Sie ist ein frische, junge Amerikanerin mit einem Million-Dollar-Lächeln, das die Kameras lieben und sie sah einfach fantastisch aus, als sie das britische Establishment in ihrer großartigen Robe betrat. Meghan hielt in eine Familie Einzug, die seit 1000 Jahren von den Augen der Öffentlichkeit beobachtet wird und sie hat mit diesem Brautkleid, das sich in seiner simplen Art so sehr von den Roben unterschied, die beispielsweise Diana oder Kate trugen, sicher ihr Zeichen gesetzt. Meghan hat die Welt mit dem, was sie zur Hochzeit tragen würde, in Spannung versetzt und sie hat mit ihrer Wahl die hohen Erwartungen nicht enttäuscht. Sie wird sich sicher einen Namen für ihren Modestil machen und könnte den Spuren von Diana folgen, die 16 Jahre lang eine Modeikone in den Augen der Öffentlichkeit war. Sie hat ganz im Sinne eines modernen Looks einen fabelhaften Job gemacht!

 

Welchen Braut-Look hatten Sie selbst bei Meghan erwartet?

Ich hatte ein gerade geschnittenes, eng anliegendes Kleid mit einer bestimmt 2,7 Meter langen Schleppe vermutet, die seitlich am Kleid angesetzt ist, damit dies für richtig Drama sorgt. Ich dachte, sie hätte ein bisschen Spitze appliziert und auch auf dem Schleier würde Spitze sein. Ich hatte also eine gewisse Pracht für Meghans Hochzeitskleid vorhergesagt, war mir aber sicher, dass es klassisch, elegant und traditionell sein würde. Deshalb waren bedeckte Schultern, lange Ärmel und ein hoher Rücken eigentlich klar für mich. Aber ich hatte erwartet, dass Meghan ihre Persönlichkeit zeigen und ein schmales, enges Kleid tragen würde – zumal wir schon lange nicht mehr ein solches Kleid bei einer königlichen Hochzeit gesehen haben. Ich dachte, ein solches enganliegendes Brautkleid könnte der Kompromiss sein, mit dem Meghan ihren persönlichen Stil zeigt und gleichzeitig der Tradition der königlichen Brautkleider folgt. Nichtsdestotrotz war auch dieses Kleid sicherlich schlanker geschnitten als so manches andere royale Brautkleid, das wir schon gesehen haben.

 

Auf welche Designer hatten Sie oder andere Experten denn anfangs getippt?

Anfangs dachten wir, das Brautkleid wäre von Ralph & Russo. Aber das Designerduo wurde schon so früh von der Presse als mögliche Brautmarke gehandelt, dass es auch wieder ungewöhnlich gewesen wäre. Außerdem sind Ralph & Russo-Kleider sehr teuer (rund 100.000 Pfund), was von der Öffentlichkeit als unnötiger Prunk hätte aufgefasst werden können. Dann haben wir auf Stella McCartney gewettet. Ich dachte, die Designerin ist perfekt für Meghan, weil sie organische Stoffe verwendet und ihr Ethos dem von Meghan sehr ähnelt. Doch als Oprah Winfrey und Amal Clooney in Kleidern von Stella McCartney ankamen, war klar, dass auch sie es nicht sein konnte. Meghan hat uns sehr damit überrascht, dass sie ein Design von Clare Waight Keller trug. Givenchy wurde in der Presse überhaupt nicht erwähnt. Sie hat das sehr gut geheim gehalten!

 

Wie lässt sich Meghans Brautkleid mit dem von Kate, der Herzogin von Cambridge vergleichen?

Kate trug ein Spitzenkleid. Sie sah als Braut super elegant aus und schenkte uns den Look einer königlichen Hochzeitsrobe, die in Erinnerung bleibt. Meghan hat einen komplett anderen Stil gewählt. Ein Kleid ganz ohne Spitze, sehr schlicht, und auch die Silhouette ist komplett anders. Selbst die Brautfrisuren der beiden unterscheiden sich total: Während Kate ihre Haare gerne locker und offen trägt, zieht es Meghan vor, sie hoch zu nehmen.

 

Lässt sich Meghans Kleid mit irgendeinem anderen royalen Hochzeitskleid vergleichen?

Sieht man das Brautkleid von Kate an, dann erinnert es an den Stil von Grace Kelly. Es hat ähnlich aufwendige Applikationen an Mieder und Ärmeln. Und die Parallelen gehen noch weiter: Beide Kleider haben eine hohe Taille, einen vollen Rock und eine dramatisch lange Schleppe – und beide trugen einen langen, puristischen Schleier und ein Diamantdiadem.

Vielleicht kann man Meghans Brautstyle am ehesten mit dem von Wallis Simpson vergleichen (Duchess of Windsor, Gattin des vormaligen britischen Königs Eduard VIII.). Ihr Brautkleid designte Mainbocher, das Label des amerikanischen Couturiers Main Rousseau Bocher. Es war zu seiner Zeit sehr modern, ähnlich wie der Look, für den Meghan sich entschieden hat. Das Kleid war aus Seidenkrepp gefertigt und hatte einen langen, schlanken Rock – ebenso wie bei Meghans Style. Wallis Simpson war bekannt dafür, Mode als Waffe einzusetzen und war eine super glamouröse Frau des Art decó.

 

Und wie lässt sich Meghans royales Brautkleid mit dem Brautkleid vergleichen, das sie zuvor als Schauspielerin in der Serie „Suits“ trug?

Es war ja das erste Mal, dass wir eine königliche Braut vor ihrer Hochzeit öffentlich in einem Hochzeitskleid gesehen haben. Das Kleid, das sie im Film trug, ist das genaue Gegenteil von dem, was sie bei ihrer wirklichen Hochzeit wählte: ein ärmelloses Kleid mit tiefem V-Ausschnitt von Anne Barge, einer Designerin aus Atlanta. Meghans Wedding-Look in Suits war ziemlich „bohemian“ und prinzessinnenartig im Vergleich zu ihrem sittsamen Style bei der royalen Hochzeit. Das Kleid in Suits war glamourös bestickt und mit einem schmalen schwarzen Gürtel versehen, also genau das Gegenteil zu den minimalistischen Accessoires und dem schlichten Look von jetzt. Ihr Brautkleid in Suits war sicherlich frech – aber bei ihrer Hochzeit mit Prinz Harry musste sie auch der Königin und dem Land gefallen und sich an gewisse Traditionen halten.