Brautkleidkauf

Brautmode

Wie angegossen!

Jedem Brautkleid wohnt ein betörender Charme inne. Doch das Geheimnis seiner anziehenden Ausstrahlung liegt nicht alleine nur im Design. Ein Brautkleid könnte noch so luxuriös, noch so raffiniert, noch so einzigartig sein - all das hilft nichts, wenn es nicht wie angegossen an seiner Trägerin sitzt. Erst dann empfindet man seinen Look als "perfekt". Und damit das so ist, bedarf es in aller Regel schon ein bisschen mehr als nur der richtigen Größe: So gut wie jede Robe muss noch geändert werden. Heißt: perfekt an die Figur der Trägerin angepasst werden. Der Termin bei der Schneiderin ist also fester Bestandteil im Ablauf der Hochzeitsvorbereitungen. Ein Brautkleid ist eben kein T-Shirt, bei dem es egal ist, ob es etwas weiter oder etwas enger sitzt. Und auch keine Hose, in die man notfalls einen Gürtel ziehen kann, wenn sie im Bund zu viel Spiel hat. Ein Brautkleid ist ein Hingucker, der mit der Braut eins sein sollte. So als wäre es nur für sie erschaffen worden. Und dafür braucht es die exakte Anpassung - in aller Regel in diesen Bereichen:

 

  • In der Länge. Da passt es so gut wie nie und es ist wichtig, dass das Kleid diesbezüglich richtig sitzt. Denn ist es zu kurz, sieht es einfach falsch aus und verliert von seinem Charme. Ist es hingegen zu lang, kann man kaum darin laufen, geschweige denn tanzen, weil man permanent auf den Saum tritt. Um die exakte Länge ermitteln zu können, muss man die Hochzeitsschuhe tragen, denn deren Absatzhöhe hat natürlich Einfluss auf den erforderlichen Längensaum. Experten empfehlen zudem, beim Abstecken das Tragegefühl sowohl beim Gehen auf einem glatten Boden (wie einem Parkett) als auch auf einem rauhen Untergrund (wie einem Teppich) zu testen, weil sich dies auf die Trageeigenschaften auswirkt - insbesondere, wenn man ein Brautkleid mit langer Schleppe hat.

  • Am Dekolleté. Das beinhaltet zum einen das Anpassen von Trägern, die weder zu eng sitzen dürfen (dann schneiden sie ein und machen das Brautkleid unbequem), noch zu locker, so dass sie womöglich unschön abstehen. Zum anderen muss die Robe rund um den Ausschnitt perfekt am Körper anliegen. Insbesondere bei Korsagen ist dies unerlässlich. Die Cups müssen mit dem Dekolleté abschließen und dürfen nicht abstehen.

  • In der Taille. Viele Brautkleider spielen mit dem Kontrast aus eng anliegendem Oberteil und weitem Rockpart. Das wirkt nur, wenn das Oberteil auch wirklich am Körper liebt. Die gefragte Sanduhrsilhouette erfordert eine schmale Taille - jeder Zentimeter ist da entscheidend.

 

Beim Kauf eines Brautkleides gilt es Änderungen also grundsätzlich mit einzuplanen. Die meisten Brautmodenfachgeschäfte verfügen deshalb über eine eigene Schneiderei, in der all dies erledigt wird, oder sie arbeiten eng mit externen Anbietern zusammen, so dass immer gewährleistet ist, dass die Braut am Hochzeitstag eine exakt sitzende Robe trägt. Für die Budgetplanung ist es wichtig zu wissen, dass der Preis für Änderungen nicht im Kaufpreis des Brautkleides beinhaltet ist. Dieser Posten fällt extra an. Je nachdem, wie viel gemacht werden muss und wie aufwendig dies ist (beispielsweise wenn auf exakte Übergänge von Stickereien, Applikationen oder Perlenbesatz geachtet werden muss), kann schon ein kleines Sümmchen zusammenkommen. Erkundigen Sie sich also am besten vorab, mit welchen Zusatzkosten Sie für die Änderungen rechnen müssen. Aber wie eingangs schon erwähnt: Der Aufwand lohnt auf jeden Fall, damit man am großen Tag in einem Brautkleid die Hochzeitsbühne betritt, bei dem jeder sehen wird, dass es buchstäblich wie für die Braut gemacht ist!