Hochzeitskonzept

Eiszauber

Eine unberührte Landschaft im Winter. Wald mit majestätisch hohen Tannen. Schnee - ganz frisch über Boden und Zweige gefallen, so dass die Umgebung in ein magisches Licht aus glitzernden Kristallen mit funkelnder Reinheit getaucht ist. Es ist Winter. Und ein Tag zum Heiraten. Das mag ungewöhnlich sein - doch genau darin liegt der Zauber eines solchen Hochzeitskonzepts, das Profis hier inszeniert haben. Ihre Idee: ein Wintermärchen, geschaffen für das Ja-Wort einer Eisprinzessin. Das Konzept dient zur Inspiration für alle, die in dieser ungewöhnlichen Jahreszeit heiraten möchten. Dass dabei nicht draußen gefeiert wird, versteht sich von selbst. Doch die Details lassen sich genauso gut aufgreifen für eine Festumsetzung in einem winterlich dekorierten Festsaal. Man sieht Kristalle und eine kühle, reduzierte Farbenwelt, barocke Einflüsse und Gold als warmer, glamouröser Kontrast zu den anderen Tönen, außerordentliche Eleganz und doch eine fast wilde, ungebändigte Natürlichkeit. Und dass sich im Winter bei Schnee und sogar ohne Sonne wirklich ungewöhnliche Hochzeitsfotos machen lassen, belegen die Bilder hier. Oder aber das Video zum Konzept.

 

Die Dekoration
Zunächst einmal fällt die kühle Farbenwelt ins Auge, die sich deutlich abhebt von den häufig zu sehenden pastelligen Hochzeiten. Jedes Detail ist auf das Thema Winter, Eis und Eiskristalle abgestimmt und fügt sich in ein sinnlich-elegantes, geradezu künstlerisch anmutendes Gesamtbild. Man sieht filigrane, fast zerbrechliche Komponenten, die die kantige und doch so zarte Anmutung von Eis imitieren, büscheliges, wehendes Federgras, das als Kontrast zu den geraden Linien der Kristalle einen spannenden Gegenpol bildet, Barockeinflüsse in nostalgischem Gold, die das reduzierte, kühle Konzept auf spannende Weise aufpeppen. Alles wirkt ruhig und in sich ruhend, als läge es im Winterschlaf und warte nur darauf, wachgeküsst zu werden. Bei der Tischdekoration bilden Mineralien den Look von Schneekristallen ab: Auf jedem Gedeck sieht man die blauen Drusen von Halbedelsteinen, während in der Tischmitte Bergkristalle zwischen Vasen und Kerzen glitzern. Es dominieren Gold und sehr kühle Blau- und Grautöne beispielsweise bei den Kerzen und Teelichtgläsern. Und während geschliffene Kristallgläser an die funkelnde Kantigkeit von Schneekristallen erinnern, zeichnen weiche, wehende Tücher und Stoffbahnen auf der Festtafel den Look einer schneeverwehten Landschaft nach.

 

Die Hochzeitsfloristik
Sie legt mit ihrer kühlen, reduzierten Farbigkeit den Grundstock für den winterlichen Hochzeitslook. Es sind matte, gedeckte Grau- und Grüntöne zwischen frischen weißen und cremefarbenen Komponenten, die genau den Ton einer kühlen, schneeverschneiten Winterlandschaft treffen. Und auch wenn hier keine üppig-bunte Blütenvielfalt zum Einsatz kommt, so zeigt sich die Floristik - vielleicht gerade aufgrund ihrer Reduziertheit und homogenen Farbigkeit - von besonderer Eleganz und Ausgeglichenheit. Man sieht blaue Disteln, Viburnum, Beeren und Eukalyptus, deren Nuancen zugleich auch noch perfekt zum Brautkleid passen. Ergänzend hinzu kommen Pampasgras, Schneerose, Silbertaler, Spirea, Rosen und Ranunkeln, die das Ganze mit ihrem zarten, romantischen Blütenzauber durchwirken. Den ultimativ natürlichen, schnörkellosen Look erhält die Tischfloristik schließlich mit dem Einsatz von Föhrenästen und Zweigen mit Flechten.

 

Das Moon Gate
Es ist ein Trend aus den USA, der auch hierzulande immer beliebter wird: ein prachtvoll geschmückter Kreis beziehungsweise Rundbogen, der beispielsweise als Hintergrund für die Trauung oder aber fürs Fotoshooting dient. Das Ganze nennt man »Moon Gate« und ist auch bei diesem Konzept das Herzstück bei den Paarfotos. Der große freistehende Bogen bildet ein Tor, vor dem das Brautpaar sein Ehegelübde ablegt. Im Beispiel hier wurde der Bogen üppig mit Grün und blumigen Akzenten aus den zum Konzept passenden Blüten sowie Pampasgras geschmückt. Darüber hinaus wiederholt sich der weich fließende blaue Stoff zusammen mit goldenen Laternen und eisblauen Kerzen.

 

Die Papeterie
Sie ist wie der Türöffner zu einem Hochzeitskonzept. Denn schon mit der Einladung bekommen die Gäste ein erstes Bild vom Look des Festes. Bei der Papeterie zeigt sich die Grundidee in aller Deutlichkeit: Sie fängt die Ästhetik einer Schneelandschaft ein und vermittelt das Gefühl eines Spaziergangs durch die verschneite Natur im Winter. Denn genau diese Stille, Ruhe und minimalistische Schönheit strahlen alle Komponenten aus. Die Papeterie verzaubert mit ihren zarten Farbtönen und einer filigranen Zurückhaltung. Der Fokus liegt auf kräftigen Materialien und der unvergleichlichen Haptik von handgeschöpftem Papier. Das Design ist leicht und luftig mit gerissenen Kanten, die wie frischer Neuschnee anmuten. Zarte Farbverläufe in Blau erinnern an verschneite Hügel, während Glanzakzente mit Blattgold wie das Glitzern von Eis und Schnee in der Sonne wirken. »Jeder Schritt ist bei dieser besonderen Papeterie in Handarbeit hergestellt«, sagt Deko-Spezialistin Stefanie Rausch von Mademoiselle Fee. »Jedes Papier wird von Hand gerissen und in mehreren Schritten gefärbt, anschließend mit moderner Kalligrafie beschrieben und mit Blattgold verziert. Dadurch ist jede Einladung wie ein kleines Kunstwerk und garantiert ein Unikat. So kann das Brautpaar seinen Hochzeitsgästen auf wunderschöne Weise zeigen, wie wichtig sie ihm sind!«

 

Die Hochzeitstorte
Auch die Torte zeigt sich inspiriert von der Farbgebung des Hochzeitskonzepts. Natürlich ist sie schneeweiß, doch die grau-blaue Aquarellfärbung, die die majestätischen drei Stockwerke wie ein Naturschauspiel durchzieht, führt einem die winterliche Pracht von Eiskristallen, Wasserfällen und Schneegestöber vor Augen. Goldene Akzente und die Initialen des Brautpaars runden das Design ab und fügen eine persönliche Note hinzu. Zusammen mit dem goldenen Tortenständer ergibt sich schließlich eine perfekte Kombination. »Winterhochzeiten sind für mich etwas ganz Besonderes, weil es nur wenige davon gibt. Und was die Torte betrifft, so hat man zwei große Vorteile gegenüber Sommerhochzeiten: die niedrigen Temperaturen und die trockene Luft. Das bringt sowohl bei der Gestaltung mit Fondant als auch bei der Lieferung und Präsentation vor Ort Vorteile, weil nichts schmelzen, weich werden oder zerrinnen kann - sofern man die Torte nicht gerade neben die Heizung stellt«, sagt Andrea vom Tortenstudio. »Auf der anderen Seite ist man bei Winterhochzeiten bei der natürlichen Dekoration mit Blumen und Früchten etwas eingeschränkt. Aufgrund der Jahreszeit ist eben nicht das Gleiche verfügbar wie im Sommer. Und da mir die Regionalität meiner Zutaten am Herzen liegt, verwende ich im Winter zum Beispiel keine Sommerbeeren wie Erdbeeren oder Himbeeren als Dekoration.« Doch was macht das schon, wenn am Ende ein solches Prachtexemplar wie hier herauskommt? Mit Kreativität und Leidenschaft verstehen es die Profis eben immer, ein Thema perfekt umzusetzen - bis hin zum Bergkristall ganz oben als Topper auf der Torte.

 

Das Brautstyling
Eine Eisprinzessin wie sie im Buche steht. Eine Schneekönigin geradezu, aber nicht unterkühlt und eisig, sondern mit romantischem Charme und funkelndem Zauber. Entscheidenden Einfluss auf den Look hat das Brautkleid im eisblauen Farbton mit langen Ärmeln. Es besteht aus vielen, weichen Tüllschichten in blauen und blaugrauen Nuancen, die fließend ineinander übergehen und ihr Finale in einem herrlichen Rock mit langer Schleppe feiern. Besonderer Hingucker ist der tiefe Rückenausschnitt, den eine Kette aus Glasperlen verziert. Vorne ist das Oberteil hochgeschlossen und mit Spitze unterlegt. Der bläuliche Farbton der Robe ist übrigens nicht nur wunderbar passend zum Farbkonzept, sondern auch hervorragend fürs Brautpaarshooting im Schnee geeignet, da sich das Kleid einfach atemberaubend vor der weißen Kulisse absetzt. Ergänzt wird das Brautstyling mit ausgesuchtem Schmuck wie Ohrhängern und Haargesteck aus vergoldetem Sterlingsilber mit Bergkristallspitzen. »Die Struktur der rohen Steine passt besonders gut zum Thema, da sie an die kristalline Form des Schnees und der von Eiszapfen erinnert«, sagt Schmuckdesignerin Antonia Koch. »Die goldenen Blätter sollen dem Schmuck, trotz der Kälte, etwas Lebendiges verleihen und das Thema der wunderschönen Hochzeitsfloristik aufgreifen.« Dazu gibt es einen Ring aus 14karätigem Gelbgold, der mattiert und nur an vereinzelten Stellen glanzpoliert ist. Daran befinden sich in Krappenfassungen ein Herkimer Diamant sowie zwei Brillanten an den Seiten.

 

Die Besonderheiten
Dass der Winter für viele Brautpaare nicht gleich auf den ersten Blick eine verlockende Jahreszeit fürs Ja-Wort ist, kann man verstehen. Auf den zweiten Blick allerdings lassen sich viele positive Aspekte erkennen: »Man hat es zum Beispiel bei der Terminwahl leichter, weil in den kalten Monaten weniger Hochzeiten stattfinden«, sagt Stefanie Rausch von Mademoiselle Fee. »Auch die Wunschlocation muss deshalb nicht lang im Voraus gebucht werden. Nur rund um Weihnachten und Silvester wird es mit den Kapazitäten enger, da muss man ein bisschen aufpassen.« Ansonsten hat man in praktisch allen Bereichen eine sehr viel freiere und größere Auswahl: Auch die Dienstleister sind nämlich einfacher zu finden, da sie nicht so beschäftigt sind wie im Sommer, wo die Regel gilt, dass Top-Dienstleister oftmals ein bis zwei Jahre im Voraus ausgebucht sind. »Aus all diesen Gründen lässt sich dann auch die Planung schneller umsetzen«, sagt der Hochzeitsprofi. »Bei einem Fest im Winter ist die Organisation durchaus in einem halben Jahr möglich und zudem für alle stressfreier, weil die Dienstleister nicht so eingespannt sind.« Sogar das Wetter ist ein Vorteil. Es ist zwar kalt, aber das weiß man ja. Und so braucht man sich erst gar keine Gedanken über ein Fest im Freien und einen Plan B zu machen, falls dieses Vorhaben aufgrund von schlechtem Wetter ins Wasser fällt. Man feiert ja sowieso drinnen. Und das Allerbeste: »Eine Winterhochzeit ist etwas wirklich Besonderes und eben nicht Mainstream«, so Deko-Spezialistin Stefanie Rausch. »Mit dem passenden Konzept ist sie unglaublich romantisch und cozy!«

 

Die Dienstleister und Kontakte:

Fotos + Idee: Iris Kavka, Bridelights

Floristik: Cornelia Hiermann, Florietta

Dekoration + Eventdesign: Stefanie Rausch, Mademoiselle Fee

Planung + Organisation: Claudia Fitzinger, Lovestories 

Papeterie: Christine Hager, Mit Liebe 

Schmuck: Antonia Koch

Haare + Make-up: Carina Bauer-Unzeitig, Feengleich Makeup 

Brautkleid: Brautschwestern

Anzug: Modehaus Vondru

Hochzeitstorte: Andrea Kargl, Tortenstudio 

Möbel: Timea Oberwagner, Die Möbelei 

Ringbox + Lasercut: Melanie Sharma

Video: Santiago Boceta

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