Hochzeitsfotografie Braut

Fotografen und Videografen

Glück in Bildern

Authentizität ist das Zauberwort, Echtheit, Natürlichkeit, Ungestelltheit. Authentische Aufnahmen sind das, was die Brautpaare sich wünschen, sagen übereinstimmend alle Hochzeitsfotografen, die uns für diesen Beitrag einige Fragen zu den Trends bei den schönsten Bildern vom schönsten Tag beantwortet haben. Die Brautpaare möchten auf den Bildern sich selbst sehen und nicht einfach nur zwei Menschen in Hochzeitskleidung und -pose. Dazu gehört auch, wie Thomas Göbert uns sagte, dass zum Beispiel nachträgliche Farbbearbeitungen zunehmend aus der Mode kommen. Bilder in Sepia etwa oder Spielereien wie das so genannte Color Key, bei dem die Fotos in Schwarzweiß umgewandelt und nur einzelne Details wie bunte Luftballons oder der rote Regenschirm in Farbe belassen werden, waren früher sehr angesagt. Aber »natürliche Farben«, so Thomas Göbert, »garantieren lebenslange Freude an den Bildern«, weil sie nicht aus der Mode kommen können, sondern zeitlos schön bleiben und die Paare so zeigen, wie sie sind.
Das heißt nicht, dass es keine gestellten Bilder mehr gibt. Das klassische Brautpaarshooting wird es auch in Zukunft geben und diese Aufnahmen werden auch weiterhin gestellt sein. Es kommt dann auf den Fotografen an, diese Inszenierungen so zu gestalten, dass Braut und Bräutigam dabei trotzdem ganz sie selbst bleiben und sich so geben können, wie sie sind. Dazu braucht es Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen seitens des Fotografen.

 

Stimmt die Chemie?

 

Und damit sind wir dann auch schon bei einer der wichtigsten Fragen, die Sie sich bei der Wahl Ihres Hochzeitsfotografen stellen sollten: Ist er oder sie uns sympathisch? Könnten wir uns sie oder ihn auch als Gast auf unserer Feier vorstellen? Stimmt die Chemie zwischen uns? Denn wenn es zwischen Ihnen und dem Fotografen nicht »passt«, werden weder Sie vor der Kamera entspannt sein, noch wird der Fotograf wirklich schöne, persönliche Aufnahmen machen können, Profi hin oder her. Deshalb ist allen Hochzeitsfotografen ein persönliches Kennenlernen vor dem Fest sehr wichtig und als Brautpaar sollten Sie nur darauf verzichten, wenn es gar nicht anders geht.

 

Hochzeitsfotografen sind Reporter für einen Tag

 

Authentizität, das heißt aber auch, dass nicht mehr nur das Brautpaarshooting im Mittelpunkt steht, sondern der ganze Tag; und nicht mehr allein Braut und Bräutigam, sondern auch alle Gäste. Und zwar vom morgendlichen Getting Ready bis zur Party. »Reportagen über 12 - 15 Stunden zuzüglich Prewedding und Polterabend sind heute keine Seltenheit mehr«, berichtete uns Radmila Kerl. »Acht Stunden sind eher die Untergrenze«, meint Rainer M. Hohnhaus (diese Seite), »denn das Storytelling wird immer wichtiger.« Es soll die Geschichte dieses einzigartigen Tages in Bildern festgehalten und erzählt werden. Dazu gehört auch und ganz besonders das Ankleiden am Morgen. Denn »da sich das Paar meist getrennt für diesen wichtigen Schritt im Leben schön macht«, so Franca Hoser, »kann es mit den dabei entstandenen Bildern auch diese Momente im Nachhinein miteinander teilen.«Ein weiterer Grund, warum sich immer mehr Brautpaare eine Ganztagsreportage wünschen: Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass der große Tag oft wie im Rausch an den beiden »Hauptdarstellern« vorbeifliegt vor lauter Aufregung und Emotionalität. Da helfen dann die Bilder, später alles noch einmal in Ruhe an sich vorbeiziehen zu lassen und auch die kleinen Details wahrzunehmen und noch einmal zu genießen.Für den Fotografen ist das natürlich eine große Herausforderung, »denn an ihm ist es«, so Franca Hoser, »alle wichtigen Momente und vor allem all die Emotionen, eben alles, was den Tag ausmacht, festzuhalten.« »Eine gelungene Hochzeitsreportage«, so beschreibt es Radmila Kerl, »ist eine Symphonie der großen Gefühle sowie der kleinen Momente. Die Details sind die Poesie dieses Tages.«Darüber hinaus wünschen sich die Brautpaare aber auch den so genannten »epic shot«, wie Thomas Göbert weiß, die eine Aufnahme, die Location, Licht, Liebe und die Atmosphäre des Tages in einem Augenblick zusammenfasst und auf den Punkt bringt.Aus all dem ergibt sich eigentlich schon von selbst, dass man die Aufgabe, diesen einzigartigen Tag in Bildern festzuhalten, nicht einem hobbyfotografierenden Freund oder Verwandten übertragen sollte, schon allein, um ihm nicht die große Verantwortung aufzubürden, die damit verbunden ist. Trotzdem hier noch einmal die Gründe, die dafür sprechen, einen Hochzeitsfotografen zu engagieren.

 

Warum ein Profi?

 

Weil er das bessere Equipment hat und auch damit umzugehen weiß. Weil er das Gespür für schöne Motive und den richtigen Augenblick hat. Weil er weiß, wo er stehen muss, um den perfekten Blick aufs Geschehen zu haben. Weil bei ihm ganz bestimmt nicht bei entscheidenden Szenen der Trauung der Akku leer oder die Karte voll ist. Weil er mehrere Kameras, mit unterschiedlichen Objektiven bestückt, bereithält, um schnell umschalten zu können. Weil er die Abläufe einer Hochzeit kennt und deshalb nichts Wichtiges verpasst. Weil er sich so unauffällig zwischen den Gästen zu bewegen weiß, dass die ihn und seine Kamera kaum bemerken und sich unbeobachtet fühlen und weil ihm genau deshalb die ungestellten Schnappschüsse gelingen. Die, auf denen man die Freude, den Stolz, das Glück, die Anspannung, die Ausgelassenheit, eben all die vielen Emotionen eines solchen Tages von den Gesichtern der Porträtierten ablesen kann. Weil er mit den oft unberechenbaren Situationen eines Hochzeitstages umgehen und dabei tolle Fotos machen kann.Vor allen Dingen aber: Weil er weiß, welche immense Verantwortung er trägt und dass er nicht zum Feiern, sondern zum Arbeiten auf der Hochzeit ist. Und nicht zuletzt: Weil er wahrscheinlich einen Kollegen kennt, der kurzfristig für ihn einspringt, falls er selbst krank werden sollte und den Termin nicht wahrnehmen kann.

Hochzeitsfotografie Braut Porträt

Wie finde ich "meinen" Fotografen?

 

Erster Schritt: Schauen Sie sich die Webseiten verschiedener Fotografen an, auf denen diese immer eine Auswahl ihrer Bilder zeigen. Gefällt Ihnen, was Sie sehen? Möchten Sie in diesem Stil fotografiert werden? Dann gehört er in die engere Wahl.Beim Vorgespräch, das übrigens auch jedem Fotografen sehr wichtig ist, achten Sie zuallererst auf Ihr Bauchgefühl: Stimmt die Chemie zwischen Ihnen? Ist er oder sie Ihnen sympathisch? Es geht bei diesem Gespräch nicht nur um die Klärung praktischer Details, sondern vor allen Dingen auch darum, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob man »miteinander kann«.Lassen Sie sich beim Vorgespräch möglichst ganze Hochzeitsreportagen zeigen. Eine Sammlung gelungener Bilder von verschieden Hochzeiten sagt noch nichts darüber aus, ob der Fotograf auch über einen ganzen Tag eine durchgehende Qualität in seinen Bildern hat und mit seinen Fotos wirklich die Atmosphäre einfangen und wiedergeben kann.

 

Davor und danach

 

Hochzeitsfotografie beschränkt sich heute aber nicht mehr nur auf den Tag des Jaworts selbst. Auch davor und danach wird inzwischen viel auf den Auslöser gedrückt. Zum einen natürlich dann, wenn auch die Feierlichkeiten selbst sich über ein ganzes Wochenende hinziehen, es also zum Beispiel am Tag vor der Trauung ein Gettogether der angereisten Gäste gibt.Immer beliebter werden aber auch so genannte Engagement- oder Prewedding-Shootings, bei denen man gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlägt: Erstens kann man sich dabei als Paar daran gewöhnen, vor der Kamera zu stehen und ist am Tag der Hochzeit dann schon viel entspannter und unverkrampfter – wichtigste Voraussetzung für ungestellt wirkende, authentische Aufnahmen. Zweitens bekommt man schöne Paarbilder, die man eventuell sogar für die Einladungen verwenden kann. Und drittens lernt man dabei den Fotografen noch besser kennen – und der umgekehrt auch Sie, was es ihm leichter macht, sich auf Ihre Persönlichkeiten einzustellen. Und wenn Ihnen, was hoffentlich nicht passiert, die Bilder nicht gefallen sollten, haben Sie noch Zeit, einen anderen Fotografen zu suchen.Entsprechend dem Prewedding- gibt es auch ein After Wedding-Shooting. Diesmal aber in Brautkleid und Anzug. Und auch hier gibt es mehrere Gründe, die dafür sprechen. Man kann – muss aber nicht – sich auf diese Weise das Brautpaar-Shooting während des Festes sparen, das ja schnell einmal eine bis drei Stunden dauern kann, in denen man sich nicht seinen Gästen und dem Feiern widmen kann. Zweitens ist man frei in der Termin- und Locationwahl und kann es verschieben, falls das Wetter nicht mitspielen sollte. Drittens muss bei einem solchen Shooting nicht mehr gar so sehr auf die Unversehrtheit von Brautkleid und Anzug geachtet werden, was dem Paar und dem Fotografen viel mehr Spielraum für kreative Fotoideen gibt. Da kann man dann auch mal gemeinsam in den See springen, in der grünen Blumenwiese liegen oder durch ein altes Fabrikgebäude stapfen.Eine Extremform des After Wedding-Shootings ist das Honeymoon-Shooting, bei dem Sie Ihren Fotografen mit auf die Malediven, oder wo immer Sie flittern werden, nehmen. Etwas kostengünstiger ist eine Variante, wie sie etwa Konstantin Fischer unter anderem anbietet: Er organisiert Brautpaar-Gruppenreisen zum Beispiel nach Lanzarote und macht dort vor traumhaften Kulissen sowohl Einzel- als auch Gruppen-Shootings. So bekommt man zu wunderschönen Bildern auch noch jede Menge Spaß mit den anderen Paaren.