Hochzeitsfotografie Braut

Fotografen und Videografen

Sie halten das Glück fest

Eigentlich bräuchte dieser Tag kein Ende nehmen: Hochzeit würde man am liebsten ein Leben lang feiern! Aber dann ist es irgendwann doch so weit und man hat das Gefühl, dieses wunderschöne Fest sei wie im Rausch an einem vorbeigeflogen. Und dabei hätte man doch so gerne jeden einzelnen der vielen kleinen und großen Glücksmomente und emotionalen Augenblicke für immer festgehalten! Nun: Foto- und Videografen tun genau das: Sie halten diesen Tag fest, seine großen und bedeutsamen Momente, aber auch die kleinen Szenen am Rande, die man als Brautpaar oft gar nicht mitbekommt, und die das Fest aber mit ausmachen.

 

Warum ein Profi?

 

Zugegeben: selbst die kleinen, kompakten unter den Digitalkameras sind heutzutage schon kleine Profis, verhindern den berüchtigten Rote-Augen-Effekt, erkennen selbsttätig Gesichter, warten mit dem Auslösen, bis ein Lächeln darauf erscheint, und, und, und ...

Außerdem gibt's in fast jedem Bekanntenkreis einen Hobbyfotografen. Warum macht der nicht unsere Hochzeitsfotos? Dann sparen wir uns das Geld für den Profi.

Erstens: Eine Kamera kann noch so toll sein. Wenn der, der sie in der Hand hat, kein Gespür für den richtigen Augenblick zum Auslösen, keinen Blick für das Motiv, keine Erfahrung mit unterschiedlichen und oft schwierigen Lichtverhältnissen hat, entstehen keine schönen Bilder. Hier braucht es immer noch den Profi, der weiß, wie ein Bild aufgebaut sein muss, damit es wirklich spannend wird; der weiß, wo und wann man die Motive findet, auf die es ankommt und die am Ende zusammen die Geschichte dieses wunderschönen Tages erzählen, der in jedem Brautpaar und in jedem Gast das Besondere erkennt und einzufangen in der Lage ist. Dazu gehört weit mehr als eine gute Ausrüstung. Es braucht jede Menge Erfahrung, Einfühlungsvermögen und eine leidenschaftliche Liebe nicht nur zur Fotografie sondern auch zum Thema Hochzeit.

Zweitens: Der Hobbyfotograf aus der Familie oder dem Bekanntenkreis ist vor allen Dingen eins: Gast auf Ihrem Hochzeitsfest. Er will und soll mit Ihnen feiern, mit alten Freunden plaudern, ein Gläschen auf Ihr Wohl trinken. Er wird sich nie ganz aufs Fotografieren konzentrieren können, viele wichtige Momente verpassen. Und stellen Sie sich vor, ihm passiert ein Missgeschick: Mitten während der entscheidenden Trauzeremonie ist die Speicherkarte voll oder der Akku leer. Wollen Sie wirklich einem Freund die Verantwortung dafür zumuten?

 

Hochzeitsreportage

 

Bei einer Hochzeitsreportage begleiten der Fotograf oder das Fotografenteam die Feier vom morgendlichen Ankleiden bis zum mitternächtlichen Torteanschneiden oder sogar noch darüber hinaus. Sie bekommen Bilder vom Anprobieren des Brautkleids, von der Fahrt zur Kirche, von der Zeremonie, vom Sektempfang, von den Gästen, vom Festmenü, vom Eröffnungstanz, von der Party bis in die Nacht, kurz, vom gesamten Hochzeitstag. Mit drin ist in der Regel auch das klassische Brautpaar-Shooting. Bei einer solchen Reportage kann der Fotograf wirklich die Stimmung dieses Tages einfangen, sich unter die Gäste mischen und Schnappschüsse machen, die Emotionen einfangen.

Die Reportage ist natürlich auch die teuerste Form der Hochzeitsfotografie, nicht nur wegen der zehn bis sechzehn Stunden, die der Fotograf arbeitet, sondern auch wegen der Menge der Bilder, die dabei entstehen und alle sortiert, nachbearbeitet und zu einer "Dokumentation" zusammengestellt werden müssen. Sie ist aber auch die einzige Form, bei der der Hochzeitstag wirklich in all seinen wunderschönen Facetten dargestellt werden kann.

Viele Fotografen bieten aber auch an, nur für bestimmte Zeiträume, etwa von der Trauung bis zum Sektempfang, oder nur zum Brautpaar-Shooting auf die Hochzeit zu kommen.

 

Klassisches Hochzeitsbild

 

Das "typische" Hochzeitsbild vom Brautpaar ist immer noch ein Muss, das von jedem Fotografen angeboten wird. Längst muss man dazu nicht mehr steif und starr vor der Kamera posieren. Die Fotoprofis haben inzwischen viele spannende Bildideen für diesen Klassiker, und sie wissen auch, wie man die vielen ungewohnte Situation des Posierens so auflockert, dass am Ende Bilder stehen, die ganz natürlich und ungestellt wirken.

Viele Fotografen empfehlen, diese Bilder kurz nach dem Jawort zu machen, weil das Glück in den Gesichtern dann noch richtig leuchtet und weil das Brautpaar sich zu diesem Zeitpunkt für eine Stunde zum Shooting zurückziehen kann, während die Gäste unterwegs zur Festlocation sind. Andere empfehlen, diesen Fototermin auf einen Tag irgendwann nach dem Fest zu verlegen (siehe "After Wedding Shooting").

Zum Brautpaar-Shooting gehören auch Einzelporträts von Braut und Bräutigam. Ein echter Klassiker ist etwa das Brautbild unten, aber es ist eben auch zeitlos schön.

Hochzeitsfotografie Braut Porträt

Engagement Shooting

 

Immer mehr im Trend liegen auch so genannte "Engagement Shootings", die vor der Hochzeit gemacht werden. Manche nennen sie auch "Probeshootings", weil es unter anderem darum geht, dass Fotograf und Brautpaar einander kennen lernen können und das Paar sich mit der Situation, fotografiert zu werden, anfreunden kann. Vielen geht es aber auch darum, Bilder von sich als "ganz normalem" Paar zu bekommen und, je nachdem, wie früh man dieses Shooting ansetzt, die Einladungskarten mit einem der Bilder zu schmücken.

 

After Wedding Shooting

 

Um wirklich Zeit und Muße für ein ganz entspanntes Brautpaar-Shooting zu haben, entscheiden sich manche Paare für ein "After Wedding Shooting". Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann sich jede Menge Zeit fürs Shooting nehmen, auf einen Tag mit schönem Wetter warten, sich eine spannende Location suchen, die auch ein bisschen weiter weg sein darf. Es warten ja keine Gäste auf einen! Der Phantasie sind bei solchen Fototerminen keine Grenzen gesetzt. Und auf darauf, dass das Brautkleid ja keinen Fleck dabei abbekommt, muss man auch nicht so sehr achten. Manche gehen sogar so weit, in einem so genannten "Trash the dress Shooting" jede Rücksicht auf die Unversehrtheit der Robe fahren zu lassen.

 

Photo Booth

 

Immer mehr Freunde findet die Photo Booth oder Photo Box (die Bezeichnungen wechseln von Anbieter zu Anbieter). Dabei wird auf der Festlocation eine Art Mini-Fotostudio mit Selbstauslöser aufgebaut. Darin können die Gäste dann Aufnahmen von sich selbst machen, ungestört, wann sie wollen und wie sie wollen. Ein paar lustige Utensilien bereitgestellt und die Photo Box entwickelt sich zum ganz eigenen Funfaktor. Außerdem bekommen Sie so wirklich Bilder von allen Gästen.

 

Wie finde ich "meinen" Fotografen?

 

1. Schauen Sie sich auf seiner Website seine Bilder an! Fast jeder Fotograf stellt Probearbeiten von sich ins Netz. Wenn Ihnen sein Stil gefällt und Sie so ähnliche Bilder von sich und Ihrer Hochzeit haben möchten, nehmen Sie ihn in die engere Wahl.

2. Lernen Sie den Fotografen persönlich kennen! Nichts ist wichtiger als dass die Chemie zwischen Ihnen und dem Fotografen stimmt. Wenn Ihnen der Fotograf aus welchen Gründen auch immer unsympathisch ist oder Sie sich mit ihm unwohl fühlen, suchen Sie nach einer Alternative, denn diesem Mann oder dieser Frau werden mit größter Wahrscheinlichkeit keine wirklich schönen Bilder von Ihnen gelingen. Und das hat nichts mit seinem Können zu tun, sondern lediglich mit unterschiedlichen "Wellenlängen". Jeder Profi wird Ihnen das bestätigen.

 

Was kostet es?

 

Jeder Fotograf kalkuliert anders. Ein Fotograf, der bereits einen guten Ruf genießt, wird auch etwas mehr verlangen als einer, der gerade erst seine Karriere als Hochzeitsfotograf beginnt. Dass man die Ganztagesreportage eines guten Fototeams nicht für 1.000 Euro bekommen kann, sollte aber klar sein.

Davon abgesehen sollten Sie bei Preisangeboten darauf achten, was "drin" ist. Ist ein Fotoalbum schon mit dabei? Bekommen Sie für den angegebenen Preis nur eine vorher festgelegte Anzahl von Bildern und müssen für alle darüber hinaus extra zahlen? Werden Ihnen am Ende die Originaldaten aller Bilder übergeben oder nur heruntergerechnete Dateien, die sich nicht zum Drucken eignen? All das beeinflusst natürlich den Preis.

 

Videografie

 

All das oben Gesagte gilt natürlich auch für Videos. Wobei wir bei der Frage "Foto oder Video" wären. Die so nicht zu beantworten ist, denn das sind zwei grundsätzlich verschiedne Formen, die Erinnerungen an den großen Tag festzuhalten, die man nicht miteinander vergleichen kann. Sich selbst in bewegten Bildern "Ja" sagen zu hören, das ist noch einmal etwas ganz Besonderes, das natürlicherweise kein Foto bieten kann. Am schönsten wäre, beides zu haben. Einen gewissen Vorteil als "Erinnerungsspeicher" haben aber Fotos, denn ein hochwertig hergestelltes Fotobuch können auch Ihre Urenkel in 100 Jahren noch bequem anschauen, ob es dann allerdings noch Lesegeräte für DVD oder BluRay gibt, auf denen das Video gespeichert ist, ist eher fraglich.