Thomas Göbert Hochzeitsfotograf

Bundesweit + Niedersachsen

Thomas Göbert

Thomas Göbert ist Fotograf im niedersächsischen Bodenwerder, arbeitet aber bundes- und weltweit. Uns hat er einige Fragen zur Hochzeitsfotografie beantwortet.


1. Welche Erwartungen haben Ihrer Erfahrung nach Brautpaare heutzutage an die Hochzeitsfotografie? Gibt es bestimmte Trends?

Die Erwartungen sind sicher unterschiedlich. Aber alle meine Brautpaare wünschen sich eine Reportage mit ungestellten, emotionalen Bildern. Der Trend geht ganz klar zur ganztägigen Begleitung mit professionellen Bildern, die den Tag so konservieren, wie Ihn die Paare wahrgenommen haben. Bei dem reinen Brautpaarshooting machen sich immer mehr Paare im Vorfeld Gedanken über die Ideen, Wünsche und Accessoires. Die Ideen gehen von klassisch romantisch, bis verrückt und abgefahren. Nur langweilig dürfen die Bilder nie sein. Die typischen "Schaut mal um den Baum"-Bilder sind bei meinen Kunden ein absolutes No-Go.

2.    a) Warum sollten Brautpaare Ihrer Meinung nach für die Hochzeitsfotos einen Profi engagieren?

Ein Profi liefert vom ganzen Tag kreative und hochwertige Bilder ohne dabei zu sehr aufzufallen oder gar die innigsten Momente zu stören. Ein Profi kennt die Abläufe im Schlaf und weiß, wann er wo zu sein hat und wie er sich entsprechend verhalten muss. Das kann niemand von einem Laien erwarten. Ein Profi sichert zusätzlich mit professionellem Equipment  die Erinnerung. Die wenigsten Laien haben mehrere Kameras am Set, eine Backupspeicherkarte in der Kamera um auch sicherzustellen, dass keine Erinnerungen verloren gehen. Wie oft schon habe ich von den Gästen einer Hochzeit gehört, dass sie zwar auch Bilder machen wollten, aber der Akku leer oder die Speicherkarte voll gewesen sei … Last but not least möchten die Paare mit Ihren Gästen feiern. Wenn ein Gast dazu abgestellt wird Bilder zu machen, ist er davon leider ausgeschlossen oder er kann sich auf seine Aufgabe nicht konzentrieren. Sicher, ein professioneller Fotograf kostet sein Geld, aber die Resultate sind auch nicht vergleichbar und das Geld wert.

b) Was sind die Voraussetzungen für das Entstehen schöner Bilder?

Hauptsächlich muss die Chemie zwischen Fotograf und Hochzeitspaar stimmen. Natürlich können auch nur Emotionen festgehalten werden, die auch tatsächlich da gewesen sind. D.h. das Brautpaar sollte sich auch komplett fallenlassen können und den Tag mit seinen Gästen genießen. Die vielen kleinen Details einer Hochzeit runden dann die schönen Bilder ab.

3. Warum ist ein Vorgespräch wichtig und was wird darin besprochen?

In einem Vorgespräch lernt das Brautpaar den Fotografen kennen. Es wird der Ablauf des Tages besprochen. Der Fotograf gibt hilfreiche Tipps zum Ablauf, damit z.B. die Gruppen- und Familienbilder sich harmonisch in den Tag einfügen. Auch bekommt das Brautpaar einen tieferen Einblick in die Arbeitsweise des Fotografen und kann sich komplette Serien anschauen, um sich von der Qualität der Arbeit zu überzeugen.

4. Welchem Zweck dient ein Prewedding/Engagement-Shooting und aus welchen Gründen würden Sie es empfehlen?

Ein Engagement-Shoot ist ideal, um sich an die Arbeitsweise des Fotografen zu gewöhnen. Meist nimmt es dem Brautpaar die Nervosität vor dem eigentlichen Shooting, weil sie merken, wie viel Spaß das machen kann. Natürlich eignen sich die entstandenen Bild hervorragend für Save-The-Date- und Einladungskarten.

5. Getting ready

Warum verzichtet heute kaum noch ein Hochzeitsfotograf auf Bilder vom Einkleiden von Braut und Bräutigam und ihren Vorbereitungen unmittelbar vor dem Fest. Was macht diese Fotos so besonders?

Beim Getting ready liegt ein ganz besonderes Knistern in der Luft. Die Vorfreude, die Aufregung und die damit verbundenen Emotionen sind einzigartig. Der erste Blick der Braut in den Spiegel nach der Verwandlung ist für mich immer ein ganz besonderes Highlight. Es setzt aber auch großes Vertrauen voraus, den Fotografen in solch privaten Momenten an sich heranzulassen.

6. Fotos in der Kirche und im Standesamt
Worauf muss man als Fotograf bei der Arbeit während der kirchlichen/standesamtlichen Trauung achten? Welche Besonderheiten gibt es hier?


Generell sollte bei der Zeremonie auf Blitzen verzichtet werden. Ich gehe immer reichlich vor der Zeremonie in die Kirche oder in die Location und schaue, wo ich mich günstigstenfalls aufhalten kann, ohne aufzufallen. Natürlich spreche ich vorher kurz mit dem/der Pastor/in oder dem/der Standesbeamt/in um zu klären, ob es irgendetwas gibt, was ich beachten soll. Jeder ist da anders. Ich persönlich finde nichts schlimmer, als wenn die Zeremonie gestört wird, weil der geistliche den Fotografen rügt. Ich finde es auch sehr unpassend, was leider bei einigen Standesbeamten/innen so Usus ist, wenn Fragen an den Fotografen kommen: „Haben Sie auch alles?“. Es ist mein Job alles zu haben, ohne dass auf mich Rücksicht genommen wird.

7. Brautpaar-Shooting
a) Wie entstehen ungestellt wirkende Bilder?


Ich habe da so meinen eigenen Tricks, meine Brautpaare in die Stimmung zu versetzen, in der ich Sie gerne hätte. Ansonsten ist es auch der Vorteil der digitalen Fotografie, dass ich bei ungestellt Verliebten einfach ein paar mehr Schüsse machen kann, bis ich die gewünschten Motive habe. Wichtig ist aber, dass das Brautpaar sich auch auf den Fotografen einlassen kann. Fast immer sagt mir das Brautpaar nach der Hochzeit oder direkt nach dem Shooting, dass das eigentliche Brautpaarshooting ein Highlight war, weil es so entspannt und locker gewesen ist. Meiner Meinung nach liegt genau da das Geheimnis.

b) Wie gelingt es Ihnen, dem Brautpaar die Scheu vor der Kamera zu nehmen?


Das ist gar nicht so schwer. Ich denke, es ist meine lockere Art, mit der ich dem Paar vermittele, was sie tun sollen. Ich lasse das Paar zusammen lachen, schmusen oder einfach nur den Moment genießen. Oft merken Sie dabei gar nicht, welch tolle Bilder dabei entstehen. Nach fast allen Brautpaarshootings erzählen mir die Paare, dass Sie nach dem Shooting deutlich entspannter waren als vorher.

c) Was macht Ihrer Meinung nach ein gelungenes Hochzeitsfoto aus?

Emotionen! Ansonsten natürlich Licht, Kulisse, Posing, Perspektive und Schnitt, eben alles, was ein gelungenes Bild ausmacht. Aber letztendlich entscheiden die eingefangenen Emotionen und ob sich das Brautpaar in den Bildern wiedererkennt. Echte Gefühle, perfekt eingefangen, ziehen die Betrachter in ihren Bann. Auch sollten Bilder eine Geschichte erzählen.

8. Fotoreportage
a) Welche Bilder dürfen bei einer Hochzeitsreportage nicht fehlen?


Für mich persönlich sind die Getting-Ready Bilder bereits die ersten Highlights der Reportage. Details, Wimpern, Lippen, Schnüren des Kleides, Schuhe, Strumpfband, ungestellte Portraits, Manschettenknöpfe, Krawatte und vor allem der erste Blick in den Spiegel dürfen nicht fehlen. Bei der Zeremonie sind es dann Emotionen, auch von den Gästen, Kinder, Ringtausch, Kuss, Ein- und Auszug und viel Wert lege ich auf die Bilder bei den Gratulationen (Umarmungen, Tränen, etc …). Bei der Feier sind es dann Deko, Details, Kinder, stimmungsvolle Gäste, Oma und Opa (diese könnten Jahre später beim Durchschauen der Bilder vielleicht nicht mehr da sein) und wieder Emotionen, Emotionen, Emotionen … und natürlich die wichtigsten Ereignisse (Tanz, Torte, Schleiertanz, Brautstraußwurf, etc …)

b) Wie gelingt es, die Atmosphäre einer Feier authentisch einzufangen?

Ich habe eigentlich immer zwei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten direkt am Mann, um jederzeit schnell der Situation gewachsen zu sein. Meist fotografiere ich mit dem Tele. So werde ich nicht gleich erkannt und ich kann die Stimmung der Gesellschaft so einfangen, wie Sie gewesen ist. Zusätzlich ist es wichtig, egal ob ich erkältet, müde oder sonst wie angeschlagen bin, immer selbst gut drauf zu sein. Stets zu allen Gästen, dem Personal der Location und natürlich dem Brautpaar gegenüber immer freundlich zu sein. Immer ein offenes Wort, stets voll dabei zu sein. Rein technisch gesehen muss der Fotograf alle erforderlichen Techniken im Schlaf beherrschen. Indirektes und entfesseltes Blitzen und zu wissen, wann es besser ist ohne künstliches Licht zu arbeiten.

c) Wie stellen Sie sicher, dass Sie kein wichtiges Event während des Tages verpassen?

Ich bin eigentlich immer „auf Sendung“. Die Kameras sind immer griffbereit. Wie oben erwähnt: Zwei Kameras mit den wichtigsten Brennweiten habe ich immer am Mann. Zusätzlich versuche ich einen guten Draht zu den Trauzeugen zu bekommen. So kann ich notfalls Ratschläge geben und erfrage auch den geplanten Ablauf. Oft werde ich vorher bereits von den Trauzeugen angeschrieben oder eben an dem Tag angesprochen.

d) Welchen Zeitraum sollte eine gute Fotoreportage abdecken? Wie viel Buchungszeit sollten Brautpaare dafür veranschlagen?

Je nach Ablauf des Tages deckt einen gute Fotoreportage den Zeitraum vom Getting Ready bis zum Brauttanz in 8 – 10 Stunden ab. Sollen alle wichtigen Momente in der Reportage sein, reicht es in der Regel bis ca. 0:30 Uhr (Anschneiden Hochzeitstorte). Zeitraum 10 – 15 Stunden.


9. Stills
Warum sind die so genannten Stills inzwischen fester Bestandteil in der Hochzeitsfotografie?


Stills konservieren die ganzen Details für die Ewigkeit. Oft sind es grade die kleinen Dinge, die in der Erinnerung am ehesten verblassen. Das Brautpaar ist an seinem großen Tag so fokussiert, dass die vielen, vielen Kleinigkeiten an ihnen vorbeifliegen. Ich bekomme oft später die Rückmeldung: „Gut dass Du das hast, jetzt nehmen wir zum ersten mal den Blumenschmuck in der Kirche, die Tischdeko richtig wahr…“

10. Photobooth
Welche Vorteile hat es, eine Photobooth auf seiner Feier aufzustellen?
Welche Möglichkeiten gibt es hier?


Auf allen Hochzeiten auf denen ich meinen PhotoBooth mit aufgebaut habe, waren alle Gäste komplett begeistert. Die Kinder haben in den früheren Stunden einen Riesenspaß, die Erwachsenen zu späterer Stunde. Dazu sind es extrem lustige und tolle Erinnerungen für das Brautpaar. Einzelne Bilder können später auch den Danksagungen beigelegt werden. So bleibt die Hochzeit auch den Gästen in Erinnerung. Der alte Barockbilderrahmen, durch den die Gäste für die Trauzeugen gucken müssen, um ein Bild für das Gästebuch zu bekommen, ist out! Das hat bereits jeder zigmal gesehen. Der PhotoBooth hingegen lebt von dem Einfallsreichtum aller Gäste.

11. After Wedding
Was spricht aus Ihrer Sicht für ein Shooting an einem Termin nach dem Fest? Welche Vorteile hat es?


Ein After Wedding Shooting kann viele Vorteile haben. Der Ablauf am Tag der Hochzeit wird nicht durch das Fotoshooting auseinandergerissen, die Tageszeit (z.B. in der Abendsonne) ist deutlich besser planbar (In der Hochzeitssaison ist meistens nur zu den Tageszeiten mit den schwierigsten Lichtbedingungen Zeit für ein Fotoshooting), bei schlechtem Wetter kann es verschoben werden und Kleid und Anzug müssen weniger geschont werden. Der Nachteil eines After Wedding Shootings ist jedoch, dass der Zauber des Tages nicht derselbe ist.

12. Fotoreisen
Was habe ich mir unter einem Honeymoon-Shooting vorzustellen?


Ein Honeymoon-Shooting ist ein Fotoshooting bei denen das Brautpaar mit dem Fotografen in den Flitterwochen Fotos in Brautkleid und Anzug macht.

13. Aus welchen Gründen lohnt sich für die Brautpaare ein solches Shooting?

Die Bilder die bei einem solchen Shooting entstehen sind einfach einzigartig. Ein tolles Brautpaar, in entspannter Urlaubsatmosphäre an den schönsten Locations der Welt.

14. Nachbearbeitung
Mit dem Hochzeitstag ist die Arbeit des Fotografen noch lange nicht vorbei. Warum ist die Nachbearbeitung der Bilder so wichtig und worauf kommt es dabei an?


Die Nachbearbeitung ist insgesamt sicher der größte Teil der Arbeit. Auch bei perfekt fotografierten Aufnahmen gibt es immer noch die Möglichkeit, diese noch perfekter zu machen. Dazu kommt, dass es in den meisten Situationen darauf ankommt, schnell zu sein. Manchmal kommt man nicht nah genug an die Motive heran und sehr oft hat man mit wechselnden Lichtbedingungen zu kämpfen, ein jederzeit perfekter Weißabgleich beispielsweise ist nicht möglich. Dazu kommt, dass jeder Fotograf nicht nur von der allgemeinen Bildsprache her seinen eigenen Stil hat, sondern eben auch von der Art, wie die Bilder bearbeitet werden.

15. Fotobücher
a) Worauf kommt es bei der Erstellung eines ansprechenden Fotobuches an?


Allgemein mag ich die Gestaltung eines Fotobuches eher schlicht, mit Fokus auf den Bildern. Der Betrachter soll nicht von Designelementen von den eigentlichen Bildern abgelenkt werden. Hierbei ist die Zusammenstellung der einzelnen Seite sehr wichtig. Bei der Wahl des Fotobuches setze ich auf sehr hochwertige, handgefertigte Alben mit vielen Individualisierungsoptionen. So ist jedes Hochzeitsalbum ein Unikat. Ein optisches und haptisches Highlight!

b) Warum sollte man sich Ihrer Meinung nach als Brautpaar zusätzlich zu den Fotos und Abzügen noch ein gestaltetes Fotobuch gönnen?

Mir persönlich schlägt jedes Mal das Herz höher, wenn ich ein fertiges Fotobuch / Hochzeitsalbum in den Händen halte. Digitale Bilder sind schön und gut, Abzüge sind schon ein guter Anfang, aber ein tolles Album, welches sich auch toll anfasst, ist die absolute Krönung. Einfach eine Erinnerung, die man gerne in die Hand nimmt. Und dass immer und immer wieder!

16. Welche sind die Schwerpunkte Ihrer Hochzeitsfotografie?

Hochzeitsreportagen, Hochzeitsfotos, bundesweit, weltweit

17. Wie würden Sie Ihre Art der Hochzeitsfotografie charakterisieren?

Meine Hochzeitsfotografie ist emotional, kreativ und modern. Ich mache persönliche Hochzeitsreportagen und ungestellte, künstlerische Hochzeitsfotos.

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