ABC der Hochzeit

Antrag bis Aufgebot

 

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After Wedding Shooting
Es begann mit einem Trend in der Hochzeitsfotografie, der aus Amerika zu uns herüberschwappte: »Trash the dress« nannte sich der und meinte das wörtlich: Da räkelte man sich mit dem Brautkleid im Schlamm, ließ es in Flammen aufgehen oder vom Bräutigam mit einer Liebeserklärung besprayen. Am Ende standen spektakuläre Fotos und ein »getrashtes« Brautkleid, bereit für die Mülltonne. Das machte man natürlich nach der Hochzeit, wenn klar war, dass man das Kleid sowieso nie mehr tragen würde. Inzwischen müssen diese Fototermine nicht mehr zwangsläufig zerstörerischen Charakter haben. Im Vordergrund steht vielmehr, dass sie an einem beliebigen Termin nach dem Hochzeitstag stattfinden, man sich dafür soviel Zeit nimmt, wie man möchte und dass man auf die Unversehrtheit des Brautkleids dabei nicht so peinlich genau zu achten braucht, wie man es am Tag des Jaworts selbstverständlich tun würde. Diese entschärfte Version wird zwar auch weiterhin unter dem Namen »Trash the dress« angeboten, viele Fotografen aber nennen es inzwischen schlicht »After Wedding Shooting«.

A-Linie
siehe: Brautkleid, Schnittformen

 

Anfahrtskosten
Kommen bei Serviceanbietern wie Musikern, Fotografen etc. zum Angebotspreis oft noch hinzu. Sicherheitshalber immer nachfragen.

Anmeldung zur Eheschließung
Sobald Sie alle nötigen Papiere zusammenhaben, melden Sie Ihren Heiratswunsch auf dem Standesamt an. Bei dieser Gelegenheit vereinbaren Sie auch gleich einen Termin für die Trauung. Die Eheschließung selbst muss innerhalb von sechs Monaten nach der Anmeldung stattfinden. Das heißt umgekehrt, dass Sie frühestens ein halbes Jahr vor der Hochzeit einen Termin reservieren können. Ausnahmen machen manche Standesämter höchstens mal bei besonderen Daten wie dem 11.11.11 oder dem 12.12.12.

Antennenschleifen
Gehören neben anderem Schmuck an jedes Hochzeitsauto, denn sie bringen Glück. Sie dürfen nach dem großen Tag übrigens nicht entfernt werden (bringt Unglück), sondern müssen von selbst abfallen. Also besser ein Material wählen, das Wind und Wetter nicht all zugut standhält. Klassischerweise sind sie weiß, aber man kann auch andere Farben ausprobieren.

Antrag
Die Frage der Fragen: »Willst du mich heiraten« zu stellen, ist immer noch Männersache (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und bitte nicht mal eben so nebenher, sondern so romantisch wie’s geht und möglichst mit Ring für die zukünftige Braut. In Amerika soll der Mann für diesen Verlobungsring zwei, manche sagen: drei, Monatsgehälter ausgeben. Da darf dann auch ein kleiner Diamant mit drauf sein. Angeblich soll die Angebetete auf diese Weise auch in finanzieller Hinsicht beurteilen können, wem sie eventuell ihr Ja-Wort gibt.

Aufgebot
Eine Anmeldung zur Eheschließung (siehe oben) hieß früher Aufgebot und musste für eine bestimmte Zeit öffentlich ausgehängt werden. Das gab jedem, der rechtliche Einwände gegen diese Eheschließung oder Ansprüche an einen der Partner hatte, die Möglichkeit, diese geltend zu machen. Das ist seit 1998 abgeschafft.
 
Ausland, Heiraten im
Jedes Land hat seine eigenen Bestimmungen, welche Bedingungen man für eine rechtsgültige Trauung erfüllen muss. Als Ausländer einfach im Urlaubsland zum Standesbeamten gehen und eine Eheschließung anmelden geht nur in den wenigsten Fällen. Manchmal sind Mindestaufenthaltszeiten vorgeschrieben, die man in keinem Urlaub einhalten kann, oder es braucht mühsam zu beschaffende Dokumente, die vielfach in Übersetzung vorliegen müssen. In muslimischen Ländern - wie zum Beispiel den Malediven - geht oft gar nichts, es sei denn, Sie sind Muslim. Das Bundesverwaltungsamt gibt eine Broschüre »Deutsche heiraten in ...« heraus, wo die Bestimmungen jedes Landes beschrieben sind: www.bundesverwaltungsamt.de
In vielen der klassischen Honeymoonziele sind die bürokratischen Hürden für heiratswillige Flitterer inzwischen weit gehend abgebaut worden. Auch schnüren Reiseanbieter Wedding Packages und helfen bei den Formularitäten (siehe auch: Honeymoon, Heiraten im). Oder schauen Sie, ob es einen Wedding Planner gibt, der eine Hochzeit im Ausland organisieren kann.