ABC der Hochzeit

Dämonen bis Diamanten

 

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Dämonen
Lauern, wenn man alten Bräuchen glaubt, während einer Hochzeit immer und überall: Auf dem Weg zum Altar, wo sie durch die bloße Anwesenheit der Brautjungfern von der Braut abgelenkt werden, oder unter der Türschwelle, wo der Bräutigam sie austrickst, indem er seine Liebste hin­überträgt. Mit lautem Geschirrzerdeppern am Polterabend und Blechdosen an der Hochzeitslimousine versucht man, das lichtscheue und übelmeinende Gesindel zu verjagen.

Danksagungen
Werden an die Gäste und alle die verschickt, die dem Brautpaar Glückwünsche und Geschenke haben zukommen lassen. Deshalb gehen sie auch erst auf die Post, wenn alle Präsente ausgepackt sind - nicht viel später aber als zwei bis drei Wochen nach der Hochzeit - damit man auf Besonderes Bezug nehmen und sich mit persönlichen Worten bedanken kann. Ansonsten reicht für die Danksagung aber eine allgemeine Formulierung.


Dekoration
Sie macht das Fest erst richtig feierlich. Schon in der Kirche, wenn möglich im Standesamt und natürlich im Festsaal. Eine schöne Deko ist nicht nur was fürs Auge, sondern sie prägt die Atmosphäre des Festes und die Stimmung der Gäste wesentlich mit. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass Sie nicht »irgendwas Hübsches« herrichten lassen, sondern dass die Dekoration zu Ihnen passt, Ihren persönlichen Geschmack und Stil widerspiegelt. Nur dann fühlen Sie sich darin wirklich wohl.


Diadem
Das Wort »Diadem« kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich so viel wie »Umgebundenes«. Gemeint war ursprünglich eine Stirnbinde aus Stoff, die das Haar zusammenhalten sollte. In hellenistischer Zeit war es Abzeichen der Herrscherwürde. Aus ihm entwickelten sich sowohl der Lorbeerkranz als auch das wertvoll geschmückte Diadem der römischen Kaiser, das später zur Krone wurde. Als Haarschmuck wurde es in jüngerer Vergangenheit von weiblichen Angehörigen der Königsfamilien getragen. Heute sieht man es eigentlich nur noch bei kleinen Prinzessinnen, die als Lillifee verkleidet zur Verzauberung des Wohnzimmers antreten – oder eben bei großen Prinzessinnen, die als Braut die Hochzeitsgesellschaft verzaubern. Stirnbänder sind es natürlich schon lange nicht mehr, sondern reich verzierte Halbkrönchen, die in die Brautfrisur gesteckt werden, wobei die hinteren Enden des Reifs im Haar verschwinden sollten.


Diamant
Er ist der Edelstein schlechthin. Sein Feuer, sein Funkeln und Blitzen, wenn er in geschliffener Form das Licht in seinen vielen Facetten bricht, sind unübertroffen. Seine Härte ist sprichwörtlich. Und er ist sehr, sehr selten. Aufgrund all dieser Eigenschaften ist er der wertvollste aller Edelsteine und wird überall auf der Welt als einzigartiges Symbol für Liebe und ewige Treue verstanden. Außerdem ist er »a girl’s best friend«. Deshalb findet man ihn auf dem Trauring der Braut und gern auch auf dem Ring, den er ihr überreicht, wenn er um ihre Hand anhält.
Die Qualität und damit den Wert eines Diamanten beurteilt man anhand der so genannten »4 C« Carat, Cut, Colour und Clarity.

 

Carat ist eine Gewichtsangabe, es entspricht genau 0,2 Gramm. Das mag nicht nach viel klingen, aber ein Einkaräter hat  im Brillantschliff einen Durchmesser von zirka fünf Millimetern und ist damit schon ein ganz schöner Klunker, den man nicht auf vielen Schmuckstücken zu sehen bekommt.

 

Cut bezeichnet den Schliff eines Diamanten. Erst durch ihn, durch seine Facetten, die das Licht in seinem Inneren wie von einem Spiegel zum nächsten werfen und es schließlich an der Oberfläche austreten lässt, erhält er seine unvergleichlichen Brechungseigenschaften und sein Feuer. Wird ein Stein zu spitz oder flach geschliffen, geht Licht an der Unterseite und oder an den Seiten verloren und die Brillanz verringert sich.

 

Colour: Diamanten werden in fast allen Farben des Regenbogens gefunden, wobei weiße (also eigentlich transparente) Steine die beliebtesten sind. Die Farben kommen in den unterschiedlichsten Tönungen und haben auch Auswirkung auf den Wert des Steins. Richtig teuer weil ausgesprochen selten sind Diamanten mit einer richtig intensiven Tönung. Es gibt sie in den Farben Blau, Grün, Gelb, Orange, Pink oder Rot. Man nennt sie in der Branche »fancy colours«.

 

Clarity: Fast jeder Diamant besitzt kleine Einschlüsse von anderen Mineralen oder winzige Brüche. Meist sind sie nur mit der Lupe und mit geübtem Auge zu erkennen. Wirklich lupenreine Diamanten sind äußerst selten und entsprechend teuer. In der Regel aber beeinflussen diese kleinen Unreinheiten die Brillanz des Diamanten kaum.



Dienstleister
Rund um ein großes Fest wie eine Hochzeit gibt es jede Menge Dienstleistungen wie zum Beispiel das Fotografieren, die Hochzeitstorte oder das Catering. Es gehört mit zu den aufwendigsten Teilen der Planung, den für sich passenden Dienstleister zu finden, sich Angebote machen zu lassen, die zu vergleichen und zu bewerten. Wichtig ist immer, dass Sie sich Beispiele geben lassen: Hörproben der Liveband, Referenzen des DJs, Bilder von anderen Hochzeiten (nicht nur eine Auswahl der besten aus den letzten 20 Jahren). So können Sie sich eine Vorstellung von dem Angebot machen und laufen nicht so sehr Gefahr, im negativen Sinn überrascht zu werden. Sinnvoll ist es auch, schriftliche Verträge zu machen.
Dienstleister aller Branchen finden Sie in unserem Branchenbuch.

Dispens
Bei einer a Ökumenischen Trauung braucht der katholische Partner dazu die Erlaubnis seines Gemeindepfarrers, den so genannten Dispens. Möchten Sie lediglich woanders als in der Gemeindepfarrei und von einem anderen Geistlichen getraut werden, benötigen Sie dazu eine Delegation (katholisch) beziehungsweise Dimissoriale (evangelisch), mit dem Ihr Gemeindepfarrer Geistlichen Ihrer Wunschkirche erlaubt, die Trauung durchzuführen.