ABC der Hochzeit

ABC der Hochzeit

Heirat bis Honeymoon

 

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Heirat
im Althochdeutschen »hîrât«. Der Wortbestandteil »rat« ist derselbe und hat auch dasselbe Bedeutungsspektrum wie in »guter Rat«, »beraten« und »Hausrat«. Die erste Silbe geht auf ein althochdeutsches Wort für Haus, Familie aber auch Beischlaf zurück. Heiraten heißt also soviel wie Abmachungen und Vorsorge treffen, um eine Familie, einen Hausstand zu gründen. In Teilen Bayerns bedeutet »Heirat« ganz konkret »Ehevertrag«.


Hen race
Der englische Ausdruck für das, was im Deutschen etwas sperrig Junggesellinnenabschied heißt. »Race« deshalb, weil man dabei - zumindest in englischer Tradition - von Kneipe zu Kneipe zieht. Bei uns werden die zukünftigen Bräute dabei oft in eine komische Verkleidung gesteckt und müssen sich durch das Verkaufen von Küsschen an wildfremde Männer oder indem sie den oft abstrusen Inhalt eines von den Freundinnen gefüllten Bauchladens vertickern, die Zeche für alle verdienen. Wie man einen solchen Abend gestaltet (nicht jeder mag es so derb), bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Nur eins steht fest: Wie auch der a Junggesellenabschied und der a Polterabend findet er in gebührendem Abstand vom Tag der Hochzeit statt.

Ideen und spaßige Utensilien für den Junggesellinnenabschied finden Sie zum Beispiel unter www.hen-party-shop.de


H-Linie, siehe: Brautkleidschnitte

Hochzeit
Kommt von dem mittelhochdeutschen »hôhe zît« und meinte in der mittelalterlichen Gesellschaft genau das, was die beiden Silben auch heute noch zum Ausdruck bringen: eine »hohe«, eine festliche Zeit. Konkret waren mit »hôhzît« mehrtägige Hoffeste mit großer Prachtentfaltung, Turnieren und Tanz gemeint. Auf ihnen traf sich die »Führungsschicht« der damaligen Gesellschaft: Grafen, Fürsten, Herzöge, Lehnsherren und so weiter. So dienten diese seltenen Treffen auch dazu, politische Absprachen zu treffen und Streitigkeiten beizulegen. Politik machte man damals unter anderem, indem man strategische Ehen schloss. Es wurde auf solchen Festen also auch schon einmal geheiratet.

Hochzeitsball, siehe: Brautkleiderball

Hochzeitskerze
Der Brauch, während der kirchlichen Trauung eine Hochzeitskerze zu entzünden, geht bis weit ins Mittelalter zurück. Sie ist ein Symbol der Liebe und Wärme, die in der Ehe herrschen sollen, aber auch für das Licht, das Gott für die Menschen darstellt. Sie kann nach der Bestätigung der Vermählung entzündet werden. Vielleicht mit dem Psalmspruch: »Du bist meinem Fuß eine Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.«


Hochzeitsmarsch
Es gibt zwei Musikstücke, für die diese Bezeichnung angewendet wird. Einmal ein Auszug aus der Bühnenmusik zum »Sommernachtstraum« von Felix Mendelssohn Bartholdy und zum anderen der Brautchor »Treulich geführt« aus dem »Lohengrin« von Richard Wagner.

Hochzeitsmessen
Sie sind eine einmalige Gelegenheit, sich  alles, was zu einer richtigen Hochzeit dazugehört vom Brautkleid bis zur Stretchlimousine einmal »live« anschauen zu können und mit Dienstleistern unverbindlich ins Gespräch zu kommen. Es gibt sie inzwischen in allen Regionen der Republik und in allen »Größen« von der einfachen Modenschau im Fachgeschäft nebenan bis zum Riesenevent mit über 100 Ausstellern. Die meisten finden in der Zeit von November bis Februar statt.

Hochzeitsnacht
Das Recht auf die erste Nacht nach dem Ja-Wort gehört Ihnen ganz allein. Stellen Sie sicher, dass Ihnen da niemand dazwischenfunken kann. Es gibt nämlich in manchen Gegenden den lästigen Brauch, das Schlafzimmer des Brautpaars vor der Hochzeitsnacht in ein derartiges Chaos zu verwandeln, dass das Brautpaar erstmal mühsam Ordnung schaffen muss, um überhaupt bis zum Bett vordringen zu können.
Wenn Sie schon vor der Heirat in »wilder Ehe« zusammengelebt haben, ist es vielleicht ein guter Tipp, nach diesem Tag nicht in der gemeinsamen Wohnung zu übernachten. Gönnen Sie sich dafür etwas Besonderes. Vielleicht gibt es in der Location, wo Sie feiern, ja eine Hochzeitssuite, in der Sie sich am Morgen danach das Frühstück ans Bett bringen lassen. Da fängt der neue Lebensabschnitt so stilecht an, wie es sein sollte.


Honeymoon, Heiraten im
Richtig konsequent betrieben ist das natürlich nur was für Paare, die es sich entweder finanziell leisten können, nicht nur für sich sondern auch für ihre Gäste ein Ticket in die Karibik zu buchen, oder für solche, die ihren großen Tag ganz alleine feiern wollen. Letzteres trifft verständlicherweise nicht immer auf das Wohlwollen von Freunden und Verwandten, die gern beim Jawort dabeigewesen wären. Doch lassen sie sich meist mit einer zweiten Feier in der Heimat wieder versöhnen. In Mode gekommen ist das Heiraten im Honeymoon, seit die Regierungen der meisten »klassischen« Flitterziele die bürokratischen Hürden für eine rechtsgültige Eheschließung abgebaut haben: In den meisten Inselstaaten der Karibik, auf Mauritius und auf den Seychellen ist der Gang zum Standesamt auch innerhalb eines 7-Tages-Tripps meist problemlos zu bewältigen – vorausgesetzt, alle notwendigen Papiere wurden vorab besorgt. Und damit sollte man früh genug beginnen, denn oft müssen die Dokumente zum Beispiel in notariell beglaubigter Übersetzung vorliegen, die man selten von heut auf morgen besorgen kann. Aber beim Jawort im Honeymoon geht es ja auch nicht um besonders schnelles, sondern um besonders schönes Heiraten. Nicht selten ist es zum Beispiel möglich, direkt am Sandstrand unter Palmen die ersten Schritte ins neue Leben zu tun. Viele Resorts und Hotels bieten Wedding Packages an, zu denen auch die Hilfe bei den Formularitäten vor Ort gehört. Diese Hilfe sollte man sich unbedingt gönnen und schon im Reisebüro nach solchen Angeboten fragen. Siehe auch: Ausland, Heiraten im