Musiker für die Hochzeit

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Der Klang der Liebe

Nicht nur 'Ave Maria': Was passt zum Jawort?

Nichts gegen Klassiker: Das »Ave Maria«, das Charles Gounod als Improvisation, basierend auf Johann Sebastian Bachs erstem Präludium  seines »Wohltemperierten Klaviers«, komponierte, ist einfach ein konkurrenzlos schönes Stück, dem auch notorische Klassikmuffel erliegen, ganz besonders, wenn es in der Kirche erklingt. Auch der Gospelsong »Amazing Grace« wird ja nicht umsonst immer wieder zu Trauungen gesungen. Mit diesen und ähnlichen Klassikern trifft man immer eine gute Wahl - deshalb sind sie ja so beliebt.
Dennoch lohnt ein Blick auf die Webseiten der Sänger und Sängerinnen, denn die meisten führen dort die Stücke aus ihrem Repertoire auf, oft auch mit Hörproben. Und da findet sich noch viel mehr. Stellvertretend seien hier Beispiele genannt, die wir auf den Seiten einiger Anbieter gefunden haben:
»I will always love you« von Whitney Houston (inzwischen selbst schon ein Klassiker und im Repertoire fast aller Künstler), »With a little help from my friends« von Joe Cocker, »Just a perfect day« von Lou Reed, »The rose« von Bette Midler, »Sag es laut« von Xavier Naidoo, »Das Beste« von Silbermond, »If I ain’t got you« von Alicia Keys und viele mehr. Alles Stücke, die man in der Kirche nicht vermutet hätte, die aber, wenn man genauer drüber nachdenkt, zu einer Trauung passen, als wären sie eigens dafür geschrieben worden.

 

Stimmen für die Liebe: Von Sologesang bis Chor

Schwer zu sagen, warum Livegesang, zumal, wenn er a capella ertönt, so etwas ganz Besonderes ist, mit nichts anderem zu vergleichen. Schwer zu beschreiben, diese Art von Gänsehaut, die wir beim Zuhören bekommen. Schwer zu verhindern, dass uns ein Lied, wenn es so vorgetragen wird, sofort mitten ins Herz geht und wir ganz und gar von seiner Emotionalität erfasst werden. Ganz gleich, ob uns dabei das getragene »Ave Maria« Tränen der Ergriffenheit in die Augen treibt oder ein fetziger Gospel uns mitreißt. Musik hat ohnehin die Fähigkeit, uns direkt und unmittelbar anzusprechen, Gefühle und Erinnerungen zu wecken. Wenn sie dann noch von einer menschlichen Stimme vorgetragen wird, ist ihre schöne Wirkung kaum zu übertreffen.
Und um genau diese Wirkung geht es ja, wenn wir so etwas Emotionales wie eine Hochzeit unter anderem mit Musik feiern möchten. Wenn sich diese Stimmen dann noch in so einem idealen Klangraum wie dem einer Kirche entfalten können, ist natürlich alles perfekt, ganz gleich, ob es sich dabei um Sologesang, ein Duo, Trio oder einen Chor handelt.
Unmittelbar nach dem Ja-Wort ist wohl der schönste Moment für einen Gesangsvortrag, nicht nur in der Kirche, sondern ebenso auf dem Standesamt. Auch als Highlight während der Feier bietet er sich an. Und der musikalischen Bandbreite sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Das können Kirchenlieder sein oder, wenn man es etwas schwungvoller haben möchte, Gospelstücke (letztendlich ja auch Kirchenmusik). Die Sänger und Sängerinnen haben aber auch Popsongs in ihrem Repertoire, und die meisten sind sogar bereit, das persönliche Lieblingslied des Brautpaars für den Auftritt einzustudieren. Auf jeden Fall aber werden diese »Stimmen für die Liebe« für einen unvergesslichen Augenblick sorgen.

 

Warum eine Partyband? Weil live einfach live ist!

Viele stehen bei der Planung ihrer Feier vor der Frage: DJ oder Band? Für beide gibt es viele Argumente. Ein DJ kommt vielleicht ein bisschen günstiger, sein Repertoire an Stücken und Musikrichtungen ist fast unerschöpflich und flexibel, oft braucht er auch nicht so viel Platz. Doch die eigentliche Entscheidung, vor der man steht, lautet »Live oder Retorte«. Diese Frage muss sich letztendlich jeder selbst beantworten. Denn dass es nicht dasselbe ist, steht fest, und auch, dass ein DJ, so gut er auch sein mag, niemals das Feeling eines Liveauftritts erzeugen kann.
Mehr noch als bei einem DJ hängt es bei Live-Musikern davon ab, dass die Band »zu Ihnen passt«. Jede hat ihren ganz eigenen Stil, der die Atmosphäre des Festes ein gut Teil mitprägen wird, denn eine Band ist sehr viel präsenter als ein Mann mit CD-Player. Unter anderem das macht ja auch den besonderen Reiz eines Live-Auftritts aus. Und es ist halt ein Riesenunterschied, ob da eine richtige Partyband auf der Bühne steht, die es gewohnt ist, für heiße Stimmung auf der Tanzfläche zu sorgen, oder ob eine Jazzcombo etwas zurückhaltender aufspielt, sodass nicht nur die tanzenden Gäste ihren Spaß haben, sondern auch die, die sich an den Tischen unterhalten möchten. Kurz: Mit der Wahl der Musiker treffen Sie eine Vorentscheidung, wohin sich die Stimmung auf Ihrer Feier entwickeln soll.
Andererseits haben die Musiker meistens ein durchaus breitgefächertes Repertoire, sonst könnten sie ihre Dienste gar nicht für Hochzeitsfeiern anbieten. Auch die Besetzungen sind oft flexibel: Die Sängerin, die solo in der Kirche auftritt, ist am Abend vielleicht Frontfrau einer Partyband, und das Jazztrio lässt sich oft zum Sextett aufstocken. Hier lohnt es sich, nachzufragen, denn meistens geht mehr, als man auf den ersten Blick denkt.

 

Mehr als Platten auflegen: Wenn der DJ kommt

Wer Wert darauf legt, dass es sich bei der Musik, die auf seiner Feier gespielt wird, um die Originalversionen handelt, kommt um einen DJ nicht herum. Und auch, was die Bandbreite des Repertoires angeht, ist er nicht zu schlagen, denn es passen jede Menge CDs in seinen Koffer. Unerfüllte Musikwünsche wird es mit ihm nicht geben.
Doch wenn das alles wäre, was einen guten DJ ausmacht, könnte man diesen Job auch grad von einem Freund mit großer CD-Sammlung erledigen lassen. Es gehört aber mehr dazu, als nur alle vier bis fünf Minuten ein neues Stück aufzulegen. Ein erfahrener DJ hat ein gutes Gespür für die Zusammensetzung einer ja meist sehr gemischten Hochzeitsgesellschaft und weiß, was er spielen muss, damit alle Lust haben, auf die Tanzfläche zu  gehen. Natürlich gibt das Brautpaar vor, welche Musik auf der Feier zu hören sein soll. Manchmal kann man mit dem DJ vorab sogar die einzelnen Stücke festlegen. Sinnvoller aber ist es, ihm Spielraum zu lassen, denn aus seiner Praxis weiß er besser, wann welcher Song genau der richtige ist. Er kennt einfach die Tricks, wie man von der leisen Hintergrundmusik zum Dinner über den Eröffnungswalzer langsam die Stimmung bis dahin aufbaut, dass es alle aufs Parkett treibt.
Zudem bieten heute viele DJs an, ihr Programm mit Live-Acts zu kombinieren und zusammen mit einem Saxophonisten oder Schlagzeuger einen ganz eigenen Sound zu kreieren.
Aber wie auch immer: Den Discjockey »spielen« ist eindeutig Profiarbeit.