Anse Lazio auf Praslin, Seychellen

Die Anse Lazio auf Praslin. Ihr Name fällt immer wieder, wenn es um die schönsten Strände der Welt geht.

Seychellen

Lost in Paradise

Es gibt Orte auf dieser Welt, die man nicht so schnell vergisst, wenn man sie einmal hat besuchen dürfen. Orte, an denen man manchmal um sich schaut und denkt: »Das alles träume ich doch nur und gleich wache ich auf!« Aber dann wacht man eben nicht auf und der Traum geht weiter, so lange, bis man wieder in den Flieger nach Hause steigt.

 

Aber selbst dort, wieder im Alltag gelandet, merkt man, dass man nicht ganz zurückgekehrt ist. Immer wieder kommen diese unvermuteten Flashbacks, glaubt man, wieder das auf fast unwirkliche Weise klare, türkisblaue Meer um sich zu blicken, vor sich das weiße Band des Strandes, unterbrochen von mächtigen Granitblöcken, die rot in der Abendsonne leuchten, fühlt man sich unvermittelt in jenen Zaubergarten zurückversetzt, in den grünen Schatten ungezählter Coco de Mer-Palmen und glaubt, das leise, geheimnisvolle Rascheln ihrer Blätter zu hören. Und während wir vielleicht eine Krähe am nebligen Novemberhimmel beobachten, erinnern wir uns plötzlich wieder an den Blick aus den schönen, schwarzen Knopfaugen der Feenseeschwalbe, die mit ihren strahlend weißen Flügeln neugierig vor uns in der Luft flatterte, um zu sehen, wer sich da zu ihr ins Paradies verirrt hat.

Betroffene wissen spätestens jetzt: Hier ist  nicht von irgendeinem Sonne-Strand-und-Meer-Urlaubsziel die Rede, sondern von den Seychellen. Denn die sind nochmal anders. Wo andere Honeymoonziele diese Art Erinnerungszauber nicht zuletzt deshalb auslösen können, weil wir sie eben in den Flitterwochen besucht haben, noch randvoll mit Glück und frischer Liebe, brauchen die Seychellen solche Voraussetzung nicht: Sie machen jeden glücklich und verliebt, der seine Füße auf sie setzt.

 

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Was aber macht diese Inselgruppe im Indischen Ozean zu etwas Besonderem? Drei Dinge seien es, meint Wolfgang Därr, Honorarkonsul der Seychellen und Autor des DuMont-Reiseführers ‘Richtig reisen - Seychellen’. Zuerst einmal: Obwohl die Strände und verborgenen Buchten dieser Inseln regelmäßig zu den schönsten der Welt gezählt werden, haben die Seychellen mehr zu bieten. 50 Prozent der Landfläche stehen unter Naturschutz. Und das nicht ohne Grund:  Die Inseln sind eine einzigartige Oase nur hier vorkommender Tier- und Pflanzenarten, Wanderungen durch die üppig wuchernden Nebelwälder auf den bis zu 900 Metern aufragenden Hügeln sind ein Erlebnis. Nicht versäumen sollte man zum Beispiel einen Ausflug ins Vallée de Mai auf der Insel Praslin, einem seit Jahrmillionen unberührten Urwald. Hier wachsen 5000 Exemplare der sagenumwobenen Coco de Mer- Palme. Die Form ihres Samens, der an einen weiblichen Schoß erinnert, und seine Größe (bis zu 23 Kilogramm schwer) haben diese Palmenart legendär und zum Wahrzeichen des Seychellen-Staats gemacht. Die ers­ten Europäer, die dieses Tal betraten, hielten es ganz im Ernst für den letzten Rest des Garten Edens. Viele Tierarten konnten durch Naturschutzmaßnahmen gerade noch vorm Aussterben gerettet werden, so etwa der Schwarze Papagei, den es, außer auf Madagaskar, nur noch im Vallée de Mai gibt; oder der Magpie Robin, ein amselähnlicher Vogel, von dem es, als man mit Rettungsmaßnahmen begann, nur noch sieben Exemplare auf Frégate Island gab. Bei Wanderungen auf dieser Insel begegnet man auch Riesenlandschildkröten. Meeresschildkröten sieht man rund um die zentralen Seychelleninseln nur noch selten. Auf Aldabra, einer der äußeren Inseln, gehen jährlich noch zirka 1000 Weibchen zur Eiablage an Land.

Auch die Welt unter Wasser hat die Regierung unter ihren Schutz gestellt. Schleppnetzfischerei ist hier ebenso verboten wie das »finning«, die Jagd auf Haie allein um der Flossen willen. Und auch wenn die Korallenriffe hier wie überall auf der Welt unter El Niño gelitten haben: Es lohnt sich noch, die Schnorchelausrüstung einzupacken. Am lebendigsten und buntesten sind die Riffe im Ste. Anne Channel im Marine National Park vor der Hauptstadt Victoria. Mit viel Glück können Taucher in den Gewässern um die Seychellen auch einem Walhai begegnen, dem größten Fisch der Welt.

 

Der zweite Grund, warum die Seychellen etwas Besonderes sind, hängt mit dem ersten zusammen: Um sich diesen wertvollen Schatz, der in dieser einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt besteht, zu erhalten, hat man nicht nur zahlreiche Naturschutzmaßnahmen ergriffen, sondern die Regierung bemüht sich auch um einen sanften Tourismus. Bettenburgen wird man hier vergeblich suchen. Resorts und Hotels sind harmonisch in die Landschaft eingepasst. Die Palette reicht dabei vom 5-Sterne-Luxus mit persönlichem Butler über Island Lodges - kleine, feine Hotels auf ansonsten praktisch unbewohnten, kleinen Inseln - bis hin zu einfachen, aber familiären Gästehäusern. Wofür man sich entscheidet, ist einmal eine Geschmacksfrage: Manch einer wird etwa die natürliche Klimaanlage eines Gästehauses (Jalousien statt Fensterscheiben) einer auf 21 °C heruntergekühlten Villa oder Suite vorziehen. Andere kommen gerade wegen des exklusiven Services der gehobenen Hotellerie hierher. Auch der Geldbeutel spielt dabei natürlich eine Rolle, denn ein Billig­-reiseland sind die Seychellen sicherlich nicht. Aber dafür wird man auch weiterhin das Gefühl erleben dürfen, Urlaub in einem Naturparadies zu machen.

 

Ein Drittes ist der Umstand, dass die Seychellen von sich selbst sagen, dass sie das reichste Land Afrikas sind. Den Menschen hier geht es gut, es gibt keine Armut und eine sehr weit gehende soziale Absicherung. Deshalb gibt es hier kaum Kriminalität und als Tourist fühlt man sich jederzeit sicher.

 

Drei gute Gründe also, warum man die Seychellen mit dem Garten Eden verwechseln könnte - auch wenn wir wissen, dass es das Paradies auf Erden nicht wirklich gibt. Man begegnet einer Natur, wie es sie sonst auf der Welt nicht mehr gibt, und erlebt Traumlandschaften, von denen man nicht geglaubt hätte, dass sie außerhalb von Reiseprospekten tatsächlich existieren. Die Seychellen vergisst man nicht. Wer einmal dort war, kehrt nie ganz zurück, denn ein Stück von ihm bleibt immer dort.

 

Zu welcher Jahreszeit Sie am besten auf die Seychellen reisen, erfahren Sie hier ...

Jede Menge weiterer Infos über die Seychellen, Unterkünfte und Angebote findet man unter:

www.seychelles.travel

Ein auf Traumziele im Indischen Ozean spezialisierter Reiseveranstalter ist:

www.trauminselreisen.de

Besonders schöne Resorts:

www.maia.com.sc

www.fregate.com

www.constancehotels.com

www.raffles.com/praslin