Hochzeits-Reisewetter

Wieviel Sonne braucht ein Honeymoon?

Natürlich: Wer von seinem Honeymoon träumt, stellt sich dabei nicht gerade Dauerregen und eisige Temperaturen vor. Auf der anderen Seite: Eine hundertprozentige Sonnengarantie bekommt man wohl nur in der Wüste. Damit Sie aber ungefähr wissen, was Sie in Ihrem Hochzeits-Reiseziel erwartet, verraten wir Ihnen hier, wie das Wetter in den von uns vorgestellten Flitterzielen übers Jahr gesehen ist.

 

In der Bilderbox unten haben wir Klimatabellen zusammengestellt. Darin haben wir die Monate mit kleinen Sonnen gekennzeichnet, die gemeinhin als "beste Reisezeit" angesehen werden. Das sind in der Regel die Zeiten mit den meisten Sonnenstunden pro Tag und den wenigsten Regentagen pro Monat. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass dies dann auch für Sie persönlich der beste Flittertermin sein muss. Zuerst einmal: Die "beste Reisezeit" ist in aller Regel auch Hochsaison. Das bedeutet: Die Hotels sind deutlich teurer und die einsamen Strände deutlich seltener. Für viele Grund genug, eben genau dann nicht dorthin zu reisen. Es kommt auch ein bisschen darauf an, was Sie in den Flitterwochen unternehmen wollen. So gibt es zum Beispiel auf den Malediven zur Zeit des Monsunwechsels im April und Oktober sehr windstilles Wetter. Das ist perfekt zum Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen. Windsurfer und Segler aber werden das gar nicht schätzen.

Erschrecken Sie auch nicht über die Regenmengen, die auf manch eines dieser Reiseziele niedergehen (auf Phuket zum Beispiel im Jahr fast viermal so viel wie auf Berlin): Da dies aber oft in kurzen, heftigen Wolkenbrüchen oder erst gegen Abend geschieht, bleibt in diesen Ländern trotzdem mehr als genug Zeit für die Sonne.

Kurz: Die Klimatabellen geben einen guten Überblick, Genaueres aber erfahren Sie in unseren "Wetterberichten" im Text weiter unten.

Island

 

Auch wenn der Name "Eisland" anderes verheißt: Man kann das Klima auf dieser Insel hoch im Norden als einigermaßen gemäßigt bezeichnen. Das liegt daran, dass Ausläufer des warmen Golfstroms bis hierher gelangen. So sind die Winter vergleichsweise milde, gemessen daran, wie hoch im Norden wir uns hier schon befinden. Die Sommer dafür bleiben recht kühl. Im Juli zum Beispiel, dem wärmsten Monat, herrschen Durchschnittstemperaturen um die 15 Grad C°.

Es kommt auch darauf an, auf welchem Teil der Insel man gerade ist: Der erwähnte Golfstrom wirkt sich hauptsächlich auf den Süden aus, im Nordosten und Südwesten machen kältere Meeresströmungen ihren Einfluss geltend. Im Landesinneren, insbesondere im Hochland ist es immer etwas kälter als an der Küste. Hier muss man auch in der wärmeren Jahreszeit immer wieder mal auf Schnee gefasst sein.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Wind, der hier fast immer und oft sehr heftig bläst, meist täglich die Richtung wechselt und je nachdem, aus welcher Richtung er gerade kommt, für kalte oder wärmere Temperaturen sorgt. Ein paar Stunden oder ein paar Autokilometer können also darüber entscheiden, ob man im T-Shirt oder mit Winterkleidung unterwegs sein kann.

Fast unvermeidlich für Islandbesucher ist eine Begegnung mit Regen oder Schnee. 21 Regentage hat zum Beispiel ein durchschnittlicher, isländischer Oktober. Deshalb dürfen die Monate Mai bis August mit 16 bzw. 15 Regentagen schon als Trockenzeit gelten und sind daher auch die bevorzugten Reisemonate.

 

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Malediven

 

Auf den Malediven herrschen das ganze Jahr über Temperaturen um die 30 C°, abgemildert durch eine fast immer wehende leichte Brise. Entsprechend angenehm sind dadurch auch die Wassertemperaturen. Es ist also das ganze Jahr über Badezeit. Dennoch existieren saisonale Unterschiede: Es gibt eine Trockenzeit von Januar bis März (Nordost-Monsun) und eine Regenzeit von Mitte Mai bis November (Südwest-Monsun). Während letzterer muss durchaus mit Regen oder sogar Stürmen gerechnet werden, auf den Inseln nördlich des Äquators etwas häufiger als im südlichen Teil der Malediven. Insbesondere im August und September kann man auch richtig Pech haben und eine mehrtägige Schlechtwetterperiode erwischen. Als optimale Reisezeit gelten deshalb die Monate Januar bis März. Perfekt für uns Mitteleuropäer, die wir gerade in dieser Zeit gern eine Auszeit vom Winter nehmen! Entsprechend geht auch die Hauptsaison von etwa Mitte Dezember (Weihnachten ist meist ausgebucht) bis März.

Während der Monsunwechsel im Frühjahr und Herbst (ein genauer Zeitpunkt lässt sich nicht vorhersagen) herrscht jeweils zwei Wochen lang fast Windstille. Das ist ideal zum Baden, Tauchen und Schnorcheln. Wer segeln oder windsurfen möchte, für den sind die Monate Juni bis September mit dem etwas kräftigeren Südwestwind besser geeignet, auch wenn der wie gesagt des öfteren Regen mitbringt.

 

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Mauritius

 

Auf Mauritius herrscht ganzjährig mildes Klima. Juni bis August ist die Süd-und Ostzküste für Wassersportinteressierte spannen. Wer zu dieser Zeit lieber einen Badeurlaub machen möchte, sollte dann windgeschütztere Nord- und Westküste vorziehen.

Unsere Klimatabelle bezieht sich auf den Norden der Insel, weil dies die meistbesuchte Region der Insel ist. Sie ist - zusammen mit dem Westen - auch die wärmste und trockenste. In den höheren Regionen im Innern ist es kühler und man muss öfter mit Nebel und Regen rechnen. Auch die Süd- und Ostküste sind etwas kühler. Beste Reisezeit sind die Monate April bis Juni sowie September bis November. Von Dezember bis März können Zyklone auftreten.

 

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Namibia

 

Dieses Land im Südwesten Afrikas sollte man am besten im namibischen Winter (Mai bis September) besuchen. Dann liegen die Temperaturen je nach Region bei erträglichen 25 bis 28 C° (unsere Klimatabelle bezieht sich auf Windhoek, in dem es aufgrund seiner Höhenlage noch vergleichsweise kühl ist). Nachts können die Temperaturen, insbesondere an der Küste, die vom kalten Benguela-Strom umspült wird, dann sogar bis auf 5 C° fallen (also Pullover einpacken!). Der Sommer dagegen wird oft unerträglich heiß, im Norden zusätzlich gepaart mit einer unangenehm hohen Luftfeuchtigkeit, denn der Sommer ist Regenzeit.

Vor allem aber ist der Winter auch die trockene Zeit in Namibia. Das bedeutet einerseits zwar, dass die Vegetation weitgehend ausgetrocknet ist und man selten etwas Grünes zu Gesicht bekommt, aber es hat auch entscheidende Vorteile:

1. Wenn es regnet (meist in Form kurzer, heftiger Gewitterschauer), können sich die sonst trockenen Fluss- und Bachläufe für kurze Zeit in reißende Ströme verwandeln und dort, wo sie die unbefestigten Schotterstraßen kreuzen, zu einem echten Problem werden. In der Trockenzeit dagegen sind diese Straßen auch mit einem einfachen PKW gut befahrbar.

2. Tierbeobachtungen - und Löwe, Giraffe, Zebra & Co. sind ja für die meisten der Hauptgrund für eine Namibiareise - sind in der trockenen Zeit sehr viel leichter möglich, da die Tiere auf die wenigen Wasserlöcher angewiesen sind, während sie sich in der Regenzeit eher im Land verstreuen und schwerer ausfindig zu machen sind.

 

Für Strandurlaub eignet sich Namibia nicht, obwohl es sehr warm ist und 300 Sonnentage im Jahr bietet. Der eingangs erwähnte Berenguela-Strom aber ist eiskalt und macht Baden nur während kurzer Zeit im Sommer möglich.

 

Mehr zum Hochzeits-Reiseziel Namibia hier ...

Saint Lucia

 

Durchschnittlich 29 °C, übers Jahr gerechnet: Das lässt sich doch hören. Mit Temperaturschwankungen ist auf Saint Lucia nicht zu rechnen. In der "kältesten" Jahreszeit von Januar bis März werden "frostige" 28 °C gemessen, sonst 30 oder 31. Verbunden ist das – wir befinden uns in den Tropen – mit oft sehr hoher Luftfeuchtigkeit insbesondere in der Regen- und Hurrikansaison von Juni bis November. Gemildert wird das Ganze etwas durch den Nordost-Passat.

Wegen der immerhin bis auf 1.000 Meter aufsteigenden Berge regnet es auf Saint Lucia eigentlich das ganze Jahr über. Aber wie meist in den Tropen handelt es sich dabei um kurze, heftige Schauer, nach denen schnell wieder die Sonne hervorkommt. Zudem fällt der meiste Regen eben in den Bergen, also im Landesinneren. Wer vornehmlich zum Trekken hierher kommt, sollte also in der vergleichsweise trockenen Jahreszeit von Dezember bis März anreisen. Das ist dann aber auch die Hochsaison und besonders an den Stränden wird's dann etwas voller und deutlich teurer. Was einen allerdings nicht stören braucht, während man durch den Regenwald wandert.

Für Segler sind die Monate April bis Juni eine gute Zeit wegen der dann nicht so überfüllten Ankerplätze.

 

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Seychellen

 

Wie bei den Malediven werden auch auf den Seychellen die "Jahreszeiten", wenn man sie denn so nennen will, vom Nordwest-Monsun (Oktober bis März mit Windstärken von 8 bis 12 Knoten) und vom frischeren Südost-Monsun (Mai bis September, 10 bis 20 Knoten) bestimmt. Anders als auf den Malediven aber gibt es hier keine ausgeprägten Regen- oder Trockenzeiten. Das ganze Jahr über ist immer wieder mal mit Niederschlag zu rechnen (zum Glück für den Regenwald mit seiner ganzjährig üppigen Vegetation). 80 Prozent davon aber fallen nachts und Regenzeiten, die länger als ein paar Tage dauern, sind selten.

Auch auf den Seychellen herrscht zu Zeiten des Monsunwechsels im April und Oktober relativ warmes, windstilles Wetter. Perfekt zum Schwimmen und Schnorcheln, vor allem aber zum Tauchen, denn die Sichtweite unter Wasser beträgt dann mehr als 30 Meter.

Seglern und Windsurfern die Monate Juni bis September zu empfehlen, in denen der Südostwind sehr zuverlässig bläst. Seine ständige frische Brise dürfte auch denen sehr willkommen sein, die sich die Insel(n) erwandern möchten.

 

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Thailand (Phuket)

 

Eines der beliebtesten Reiseziele in Thailand ist sicherlich die Region um Phuket. Deshalb beschreiben wir das Klima dort. In dem anderen, sehr beliebten Reiseziel Koh Samui ist das Wetter vergleichbar.

Das Jahr lässt sich in Phuket in eine Trocken- und eine Regenzeit unterteilen. Es ist zwar ganzjährig immer wieder mit Regen zu rechnen, aber in den Monaten Dezember bis Februar überwiegt doch sehr eindeutig die Sonne. Die Regenzeit dauert von April bis November, wobei September und Oktober die meisten Regentage aufweisen. Die Niederschläge fallen aber in der Regel in vergleichsweise kurzen Wolkenbrüchen und meist erst gegen Spätnachmittag, sodass auch in der Regenzeit im Schnitt noch sechs bis sieben Sonnenstunden pro Tag übrigbleiben. Da viele die günstigeren Hotelpreise außerhalb der Hochsaison Dezember bis Februar zu schätzen wissen, hat sich Phuket inzwischen zu einem Ganzjahresziel entwickelt.

Die Temperaturen bewegen sich übers Jahr zwischen durchschnittlich 31 bis 34 C°, klettern besonders im März und April auch schon mal bedenklich in Richtung 40 C°-Marke.

 

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Vietnam

 

In Vietnam herrscht typisches Monsunklima. Von Oktober bis April weht der Nordwest-Monsun, von Mai bis September der Südost, der den meisten Regen mit sich bringt, der, ähnlich wie in Thailand, meist in kurzen aber heftigen Güssen fällt.

Die beste Reisezeit für den Norden ist Dezember bis Januar. Dann ist es eher trocken und die Temperaturen (im Schnitt 20C°) sind angenehm. Manchmal wird es sogar ein bisschen kühl.

Der Süden ist insgesamt wärmer und sonniger als der Norden. Die beste Reisezeit hier reicht von Dezember bis März. Im Schnitt darf man sich hier auf vier bis sechs Sonnenstunden pro Tag freuen.

 

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