Honeymoon

Sehnsucht Karibik

Unter Palmen Cocktails schlürfen, in die Sonne blinzeln, die Zehen in warmen, weichen Sand graben und den Blick über das endlose Blau des Meer zum Horizont schweifen lassen; süßes Nichtstun und die Seele baumeln lassen: "Liming", wie es die Kariben nennen. Das ist einer – und nicht der Unwichtigste – der Gründe, warum wir uns in die Karibik sehnen.

Wir nennen noch ein paar mehr:

Karibik Honeymoon

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FLITTERGRUND 1: BEACHEN


Türkisblaues Wasser, weißer, weicher Sand und Schatten spendende Palmen: Dafür ist die Karibik berühmt und das findet man hier auch zur Genüge. Ein paar der schönsten und spannends­ten Strände möchten wir einmal vorstellen.
Auf zusammen zwölf Kilometer kommen Arubas Palm Beach mit schmucken Resorts und der angrenzende Eagle Beach, an dem sich luxuriöse Boutique-Hotels befinden. Letzterer wurde von der Zeitung USA Today sogar zum schönsten Strand der Karibik gekürt.
Mit dem Seventeen Mile Beach versetzt auch Barbuda passionierte Strandläufer in Entzü­cken. Die mit zwölf Meilen nur wenig kürzere Grace Bay auf der zu den Turks & Caicos gehörenden Insel Providenciales zählt ebenfalls zu den schönsten der Welt.
In Negril auf Jamaika gibt es einen elf Kilometer langen Puderzuckerstrand. An ihm liegt, inmitten unberührter tropischer Natur, das Sandals Negril, ein erstklassiges Resort, das eine lockere Atmosphäre mit absoluter Eleganz verbindet. Es fügt sich wunderschön in die Landschaft ein, hat man bei der Planung doch genau darauf geachtet, dass kein Gebäude die höchsten Palmen überragt.
Einige der Strände machen auf unkonventionelle Weise auf sich aufmerksam. Auf den British Virgin Islands konnte bislang nicht geklärt werden, wie die riesigen Felsblöcke an den südlichen Strand von Virgin Gorda gelangten. Man munkelt, dass vielleicht Riesen die »The Bath« genannten Granitsteine dort verstreut hätten.
Weniger mysteriös, aber nicht minder ungewöhnlich sind die grün leuchtenden Buchten auf Puerto Rico. Millionen von Mikroorganismen im Wasser erzeugen Lichtimpulse, die das Meer phosphoreszierend glimmen lassen – ein seltenes Naturschauspiel, wie geschaffen für einen romantischen Flitterabend.
Wer bei und nach Sonnenuntergang nicht nur Romantik sondern auch Nightlife sucht, der wird am Mambo Beach auf Curaçao fündig. Nachts verwandelt er sich zum Szenetreff. Hier kann man zur Musik der dort spielenden Bands tanzen, die typischen blauen Cocktails schlürfen und Künstlern bei ihrer Performance zuschauen.

Karibik Tauchen

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FLITTERGRUND 2: ABTAUCHEN


Wer richtig in die Karibik eintauchen möchte, der tut das unter anderem am besten im wortwörtlichen Sinne. Schon Jacques Cousteau nannte die Karibik eines der schönsten Tauchgebiete der Welt. Hier tut sich eine unbekannte, faszinierende Welt auf, traumhaft schöne Korallen zeigen sich in allen Farben, Schwärme leuchtend blauer Barsche ziehen an bizarren Riffformationen vorbei und prächtige Unterwasserfarne wiegen sich in der Strömung. Diese Welt steht dabei durchaus auch Anfängern offen. Einen ausgeschilderten Unterwasser-Nationalpark für Schnorchelfans gibt es in der Trunk Bay bei St. John’s, US Virgin Islands. Dort hilft man auch gerne Einsteigern und Kindern bei ihren ersten Schnorchelerfahrungen. Fortgeschrittene finden ein wahres Unterwasserparadies vor Belize. Hier liegt das zweitgrößte Barriereriff (nach dem berühmten Barrier Reef vor Australien) mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Teile des Riffs, wie zum Beispiel das Great Blue Hole, sind als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt.
Mehrere spektakuläre Tauchspots von leicht bis schwer hat Saint Lucia zu bieten. Da die Insel auf der Spitze eines Unterwasservulkans liegt, gibt es Riffe in verschiedenen Tiefen. Das überwältigende Riff von Anse Chastanet ist sogar direkt vom Strand aus erreichbar. Aus der Tiefe des Ozeans vor der Insel erheben sich die vier Keyhole Pinnacles bis kurz unter die Wasseroberfläche. Sie zählen zu den besten Tauchrevieren der Welt.
Aruba gilt mit acht versunkenen Schiffen vor seiner Küste zu den Top-Destinationen der Wracktaucher. Mit dem untergegangenen Tanker Pedernales liegt ein tolles Ziel nur einen Kilometer von der Palm Beach entfernt. Das Wrack liegt lediglich elf Meter tief und da wenig Strömung herrscht, eignet es sich vor allem für noch wenig erfahrene Taucher.
Vor Curaçao liegt, nur drei Schwimmminuten von der Playa Kalki entfernt, ein wunderschönes Riff. Die klare See bietet dort bis zu 30 Meter Sichtweite auf grüne Muränen, Langusten und Sternenkorallen.
Auf manchen Inseln wird auch das so genannte Sea Trekking angeboten, bei dem man ohne Schnorchel oder Sauerstoffflasche mit einem Spezialhelm in sechs Metern Tiefe die Unterwasserwelt bestaunen kann.

Karibik Natur erleben

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FLITTERGRUND 3: NATUR ERLEBEN


Wer die Karibik aber nur auf ihre Küsten und Tauchreviere reduziert, ist selbst schuld, denn er verpasst den landschaftlichen Reichtum mit seinen Vulkanbergen, Seen, grünen Hügelketten, Mangrovensümpfen und Regenwäldern. Die Natur über Wasser schillert ebenso wie die darunter in allen Farben von Sattgrün über Hibiskusrot bis Sonnengelb, mal ist sie üppig und blühend, mal schroff und wild. Seltene Kreaturen, exotische Pflanzen und immer wieder überraschende Ausblicke warten auf Wanderer.
Auf Guadeloupe etwa befindet sich einer der größten Nationalparks der Region, der von insgesamt 300 Kilometern markierter Wanderwege durchzogen wird, ein Eldorado für alle Naturliebhaber und passionierte Trekker. Auf Tobago befindet sich der größte Naturpark der Welt, in dem seit 1765 nichts mehr von Menschenhand verändert wurde und den man auf einem 20 Kilometer langen Wanderweg erforschen kann. Und für Trinidad sind die Mangrovensümpfe charakteristisch, die man auf geführten Bootstouren durchforstet.
Ein echter Geheimtipp für Natur- und Wanderbegeisterte ist die zwischen Guadeloupe und Martinique gelegene Insel Dominica. Fernab vom Massentourismus kann man sich hier eine einzigartige Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt der Karibik, wo sie noch Karibik ist, erwandern, erschnorcheln und ertauchen. Das wird wohl auch so bleiben, denn die Regierung des kleinen Staates hat es sich zum Ziel gesetzt, das natürliche Gleichgewicht auf der Insel zu erhalten und setzt ganz bewusst auf Nischentourismus wie zum Beispiel Bergwandern, für das Dominica geradezu wie geschaffen scheint. Dank ihres bergigen Terrains bietet die Insel eine Vielzahl verschiedenster Schwierigkeitsgrade für Wanderungen. Einen atemberaubenden Wasserfall auf einem eher gemütlichen Weg zu erreichen ist genauso möglich wie eine Wanderung zum Boiling Lake zu wagen, die eine echte Herausforderung darstellt. Taucher finden ideale Voraussetzungen in der Bucht von Scott’s Head in einem Meeresschutzgebiet, dessen Highlight ein gefluteter Krater mit dramatischen Steilwänden und 30 Metern Sichtweite ist.

Karibik Karneval

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FLITTERGRUND 4: FEIERN


Karibik ohne »Carnival«, das ist wie Frankreich ohne »savoir vivre« oder wie Italien ohne »dolce far niente«. Und karibischer Karneval, das heißt zuerst einmal: Musik. Sie ist das Lebenselixier der Kariben. Sie gehört für sie zum Alltag wie die Luft zum Atmen. Gespielt wird sie nicht nur auf Konzerten und in Bars, sondern wo immer ein paar Sänger und Musiker zusammentreffen - und sei es an irgendeiner Straßenecke. Lang ist die Liste der Stilrichtungen, die in der Karibik entstanden und ihren Weg in die Welt gefunden haben. Reggae wurde durch den legendären Bob Marley berühmt. Der Merengue kommt von hier und der Salsa, dessen wörtliche Bedeutung »scharf und würzig« andeutet, was ein Karibe unter guter Musik versteht.
Geradezu zum Sinnbild für die Karibik sind die auf Trinidad entstandenen Steelbands geworden, deren Instrumente ursprünglich aus alten Ölfässern gefertigt wurden, nachdem die Kolonialherren den Einwohnern die Verwendung ihrer traditionellen Trommeln verboten hatten. Nicht zu vergessen der Calypso, der ursprünglich auf afrikanische Sklaven zurückgeht. Er war ein wichtiges Kommunikationsmittel und in seinen Texten wurden und werden politische Korruption und Missstände angeklagt. Weltberühmt wurde Harry Belafontes »Banana Boat Song«, der übrigens auf ein jamaikanisches Calypso-Volkslied zurückgeht mit dem Titel »Day dah light«. Es handelt von Schauerleuten, die in Nachtschicht Bananen auf Schiffe verluden und über ihre Arbeit sangen.
Nicht immer ist der karibische Karneval am christlichen Kalender, also an unserem Karneval orientiert. Teilweise bezieht sich das Datum, an dem es richtig rund geht, auch auf die Sklavenbefreiung oder das so genannte »Crop over«, das Ende der Erntezeit. Die Konsequenz ist, dass es das ganze Jahr über auf irgendeiner der Inseln hoch her geht. Und dabei gibt es nur eine goldene Regel: Mitmachen und jede Menge Spaß haben.
Grund genug, vor Festlegung von Reisezeit und -ziel einen Blick in den karibischen Festkalender zu werfen. Vielleicht können Sie Ihre Flitterwochen ja so legen, dass Sie Ihr Jawort zusammen mit tausenden bestgelaunter Menschen feiern können. Jahreshöhepunkt sind überall die großen Musikparaden und Maskenumzüge, in die die Kariben ihre ganze Energie und Kreativität ste­cken. Die Verkleidungen sind schillernd bunt, schrill und von überbordender Phantasie. Jeder möchte im Karneval der schönen Eitelkeiten der oder die Schönste, Auffälligste, Ideenreichste sein. Nicht zuletzt, weil auf vielen Inseln Preise für das  beste  Kostüm oder die bes­te Calypsoband vergeben werden. Denn Musik gehört selbstverständlich auch dazu und die muss laut sein und der Rhythmus heiß. Denn Karneval in der Karibik ist ein Fest der Lebensfreude.