Hochzeitstauben

Bräuche

Hochzeitstauben: Worauf achten?

Weiße Tauben sind ein Symbol des Friedens und als monogam lebende Tiere auch der Treue. Deshalb, und weil es einfach schön aussieht, wenn das Brautpaar nach dem Jawort einige dieser Vögel in einen hoffentlich blauen Himmel aufsteigen lässt, gibt es inzwischen jede Menge Anbieter, die die Tiere zu diesem Zweck ausleihen.

Aber Tierschützer warnen: Entgegen der landläufigen Meinung, dass alle Tauben problemlos den Weg zurück zu ihrem Schlag finden, flögen viele Taubenarten nach dem Auflassen am Hochzeitstag einem ungewissen Schicksal entgegen, weil sie eben nicht zurückfänden, sondern verstört im nächsten Vorgarten landeten. Und da sie oft auf ein Leben in Freiheit nicht vorbereitet seien, würden sie immer wieder verletzt oder entkräftet irgendwo aufgefunden.

Fakt ist: Nur Brieftauben sind für das Auflassen geeignet. Insbesondere die besonders hübschen Pfautauben mit ihren markant aufgestellten Schwanzfedern haben keine Chance, nach Hause zu finden.

Wer auf seiner Feier also Tauben fliegen lassen möchte, sollte auf folgendes achten:

  • Ausschließlich Brieftauben sind für das Auflassen geeignet. Es gibt sie auch in einer weißen Variante, deren Zucht aber nicht einfach ist, da sie durch Kreuzungen oft an Orientierungsfähigkeit verlieren

  • Suchen Sie sich einen seriösen Züchter, der versichern kann, dass die Tauben durch entsprechendes Training auf solche Flüge vorbereitet sind

  • Der Anbieter muss eine Legitimation/Zertifikation vom zuständigen Kreisveterinär vorweisen können

  • Die Tiere müssen einen Telefonring oder einen Metallring vom Verband Deutscher Brieftaubenzüchter tragen

  • Weite Flüge sind für die Tauben anstrengend: Der Heimatschlag sollte möglichst nicht weiter als 100 Kilometer von der Hochzeitslocation entfernt sein, auch wenn Brieftauben bei Wettflügen oft weit größere Strecken zurücklegen können

  • Ein seriöser Anbieter wird Sie darauf hinweisen, dass er seine Tauben bei schlechten Wetterbedingungen nicht fliegen lassen wird