Kirchlich heiraten

So geht's zum Altar

Kirchlich heiraten

Geben wir es ruhig zu: Auch wenn wir auf dem Papier zwar katholisch oder evangelisch sind und Kirchensteuer zahlen, so heißt das nicht unbedingt, dass wir auch wirklich religiös und tief von der Existenz Gottes, wie die Kirche ihn begreift, überzeugt sind. Und trotzdem: Wenn es ans Heiraten geht, wird vielen, die sich im Alltag als eher nicht gläubig bezeichnen würden, der Glaube irgendwie wieder wichtig und man möchte auf eine kirchliche Trauung nach der standesamtlichen Eheschließung nicht gerne verzichten. Das ist zumindest die Erfahrung vieler katholischer und evangelischer Geistlicher. Das mag zum einen daran liegen, dass wir auf dem Standesamt eigentlich »nur« eine Art Vertrag unterschreiben, den wir vor dem Gesetz schließen, und von dem wir leider wissen, dass man ihn auch wieder auflösen kann, auch wenn wir daran im Moment des Jaworts natürlich nicht denken. In der Kirche und nach kirchlichem Verständnis aber ist das Jawort das, was wir eigentlich damit meinen und aussprechen wollen: ein uneingeschränktes Versprechen für die Ewigkeit, ein Ausdruck unauflöslicher Verbundenheit. Und das ist uns zu wichtig, als dass es nur auf einem amtlichen Papier festgehalten werden soll. Hierfür möchten wir uns auch des himmlischen Segens versichern, mit einer feierlichen Zeremonie vor den Augen aller Freunde, Verwandten und Bekannten, die zweifellos sehr viel schöner, emotionaler und ergreifender ist als der Gang zum Standesamt.

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Bei dieser Frage sind die beiden Konfessionen unterschiedlicher Auffassung: Eine katholische Trauung stiftet eine Ehe vor Gott, die Trauung ist ein Sakrament. Luther dagegen war der Meinung, die Ehe sei ein »weltlich Ding« und auch eine Ehe, die ohne Priester geschlossen wurde, sei rechtsgültig. Er war es, der vorschlug, Mann und Frau vor der Kirche nach ihrem Willen zur Ehe zu fragen und in der Kirche Gottes Segen zu erbitten. So ruft eine evangelische Zeremonie auf eine bereits geschlossene Ehe »lediglich« Gottes Segen herab.

Der katholische Geistliche begrüßt also ein Brautpaar in der Kirche, während der evangelische Geistliche ein Ehepaar empfängt; er zelebriert insofern im eigentlichen Sinne keine Trauung, sondern einen Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung. Trotzdem sind die Zeremonien ganz ähnlich und bei beiden müssen Sie »Ja« sagen. Nur das »Hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau« werden Sie von dem evangelischen Zelebranten nicht hören.

Abgesehen von der Frage, wo genau die Ehe gestiftet wird, sind sich beide Konfessionen aber einig, was das »Ja« bedeutet. Beide sehen in der Ehe eine ausschließliche und unauflösliche Lebensgemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau, die »dem Wohl der Gatten« und »der Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft« dient. Etwas weniger knöchern formuliert: Mit dem Jawort vor dem Altar versprechen Sie einander ewige Treue und dass Sie immer füreinander da sein und Kinder haben wollen. Da Sie all das vermutlich eh vorhaben, brauchen Sie sich vor der kirchlichen Definition der Ehe also nicht zu fürchten.

Nur kirchlich heiraten möglich?

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Theoretisch ja, praktisch nein, oder nur in seltenen Ausnahmefällen. Bis zum Jahr 2009 war es der Kirche in Deutschland untersagt, Trauungen bei Paaren zu vollziehen, die nicht vorher schon standesamtlich geheiratet hatten. Nach einer entsprechenden Gesetzesänderung ist das den Kirchen inzwischen zwar erlaubt, in der Praxis aber halten es beide Konfessionen weiter so, dass die Heiratsurkunde vom Standesamt vorliegen muss, bevor man in der Kirche »Ja« sagen kann. Rechtliche Bedeutung hat sowieso weiterhin nur die Eheschließung auf dem Amt; nur mit ihr sind Sie in den Augen des Gesetzes Mann und Frau.

Welche Papiere benötigt man für eine kirchliche Trauung

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Nicht nur auf dem Standesamt, auch für die kirchliche Trauung gibt es ein wenig Papierkram zu erledigen. Neben einem gültigen Personalausweis sollten Sie vor dem ersten Gespräch mit dem Geistlichen noch folgende, kirchliche Dokumente besorgen: Zuerst einmal Ihren Taufschein, den Sie auf dem Pfarramt der Gemeinde, in der Sie getauft wurden, bekommen. Er darf nicht älter als sechs Monate sein. Dann noch den Nachweis der Firmung beziehungsweise Konfirmation (meistens auf dem Taufschein vermerkt). Für eine katholische Trauung müssen Sie zudem nachweisen, dass Sie – auch kirchenrechtlich gesehen – ledig sind. Dazu genügt wiederum der Taufschein. Nichtkatholiken unterschreiben stattdessen einen so genannten Ledigeneid.
Da beide Konfessionen die zivile Eheschließung als Voraussetzung einer kirchlichen Trauung sehen, benötigen Sie noch eine Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung und spätestens am Tag der Trauung die Heiratsurkunde vom Standesamt.
Ein weiteres Dokument ist das Ehevorbe­reitungsprotokoll. Es wird während des ersten Traugesprächs ausgefüllt. Hierin werden die wichtigsten persönlichen Daten des Brautpaars festgehalten, aber auch, in welcher Kirche Sie Ja sagen möchten, wenn Sie woanders als in Ihrer Heimatgemeinde heiraten wollen. Außerdem bestätigen Sie hierin, dass Sie die Ehe vorbehaltlos, freiwillig und ohne Bedingungen eingehen.

Was sind die Voraussetzungen für eine kirchliche Trauung?

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Voraussetzung für die kirchliche Trauung
•    Mindestens einer der Partner gehört der trauenden Kirche an
•    Sowohl Braut als auch Bräutigam wünschen eine kirchliche Trauung im Namen Gottes. Ist einer der Partner nicht oder andersgläubig, muss er mit der kirchlichen Trauung einverstanden sein
•    Es muss ein Trau-/Ehevorgespräch stattfinden
•    Für eine katholische Trauung darf man nicht schon einmal verheiratet gewesen sein.

Die erste Frage, die sich stellt, wenn man sich eine kirchliche Trauung wünscht, ist selbstverständlich: »Können wir überhaupt in der Kirche heiraten?« Hier stellen beide Konfessionen eigentlich nur eine Bedingung: Einer von Ihnen beiden muss Mitglied der Kirche sein, nach deren Ritus Sie heiraten möchten.
Bei der katholischen Kirche kommt noch hinzu, dass Sie nicht schon einmal kirchlich getraut worden sein dürfen. Hier sieht man das mit der Unauflöslichkeit der Ehe ziemlich genau: Auch wenn Sie nach dem Gesetz vielleicht längst von einem vorherigen Partner geschieden sind, so gelten Sie vor Gott immer noch als Mann und Frau. Einen Bund fürs Leben, findet die katholische Kirche, kann man eben nur einmal im Leben schließen.
Gehört einer der Partner einer anderen Konfession oder einer anderen oder gar keinen Religion an, so ist das theoretisch zwar ein Ehehindernis, stellt in der Praxis aber kein Problem dar: Ein sogenannter »Dispens vom Ehehindernis der Religionsverschiedenheit« macht den Weg zum Altar frei – und in der Regel erteilt den der Geistliche selbst per Häkchen und Unterschrift im Ehevorbereitungsprotokoll.
Selbstverständlich wird zum Beispiel ein evangelischer Geistlicher vorher den katholischen, atheistischen, muslimischen, buddhistischen oder anders religiösen Partner fragen, ob eine evangelische Trauung ihn nicht in einen zu großen Gewissenskonflikt bringt. Denn er wird kein Paar trauen, bei dem nicht beide Partner freiwillig, vorbehaltlos und ohne Bedingungen diese Ehe eingehen wollen.
Womit wir bei der berühmten Gretchenfrage wären: »Nun sag: wie hast du‘s mit der Religion?«. Wir alle wissen, dass Kirchenmitglied sein und Kirchensteuer zahlen in der Praxis nicht unbedingt immer heißt, dass wir uns auch als Kirchenmitglied fühlen oder überhaupt religiös sind. Auf der anderen Seite geht die Kirche schon davon aus, dass Ihnen die Trauung vor Gott über das schöne Ritual hinaus auch wirklich wichtig ist. Darüber, was Ihnen das kirchliche Jawort bedeutet, sollten Sie sich also vielleicht ein paar Gedanken machen, bevor Sie sich dazu entschließen. Vor allem aber sollten Sie sich vorher einig sein, dass Sie beide es wollen und dazu stehen können.

Was erwartet uns beim Traugespräch?

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Nichts Schlimmes! Die Zeiten, in denen gestrenge Pfarrer oder Pastoren diese Gespräche nutzten, um junge Paare auf ihre Bibelfestigkeit und Glaubenstreue zu prüfen, sind lange vorbei.
Es geht bei diesem oder diesen (denn es können durchaus auch mehrere sein) Treffen um vier Dinge: um Formalitäten, um den Ablauf der Zeremonie, um ein gegenseitiges Kennenlernen – und darum, ein entspanntes Gespräch über die Liebe und das Leben, über die Ehe und den Glauben, über Gott und die Welt also, zu führen.
Der Geistliche möchte ein bisschen über diese beiden Menschen erfahren, die er trauen wird: Wie haben sie sich kennengelernt? Was ist ihnen wichtig im Leben? Was erwarten sie sich von der Ehe? Was wünschen sie sich für ihren gemeinsamen Weg? Was bedeutet ihnen die kirchliche Trauung? Für Sie ist das eine wunderbare Möglichkeit, sich in der Vorbereitung auf das Traugespräch noch einmal gemeinsam Gedanken über diese Fragen zu machen. Immerhin sind Sie ja dabei, eine Entscheidung fürs Leben zu treffen. Und Sie sollten sich sicher sein, dass Sie beide dasselbe wollen.
Dem Geistlichen wiederum bietet das, was Sie ihm über sich erzählen, Anknüpfungspunkte,
um die Zeremonie und insbesondere seine Ansprache individuell zu gestalten und darin auf Sie einzugehen, sodass der Traugottesdienst kein unpersönliches Ritual wird, sondern wirklich etwas mit Ihnen zu tun hat.
Außerdem wird der Geistliche Ihnen, falls notwendig, den Ablauf der Zeremonie erklären. Dabei bekommen Sie dann die Möglichkeit, eigene Wünsche zu äußern, was etwa die Auswahl der Lieder oder des Trauspruchs betrifft, wie Freunde und Verwandte in die Zeremonie mit eingebunden werden können, wie Sie in die Kirche einziehen möchten und vieles mehr.
Der Geistliche muss Ihnen aber auch die Frage stellen, ob Sie die Kernbereiche der christlichen Eheauffassung – Treue, Unauflöslichkeit und Kinder – für sich akzeptieren und dass Sie sich unbeeinflusst und freiwillig für das Jawort entschieden haben.

Was ist eine ökumenische Trauung?

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Was man landläufig unter einer ökumenischen Trauung versteht, also eine Zeremonie, die sowohl katholisch als auch evangelisch ist, gibt es eigentlich gar nicht. Es wird entweder eine Trauung in einer katholischen Kirche nach katholischem Ritus unter Teilnahme eines evangelischen Geistlichen abgehalten, oder umgekehrt eine evangelische Trauung in einer evangelischen Kirche unter Teilnahme eines katholischen Priesters. Wenn Sie sich also ökumenisch trauen lassen möchten, dann sollten Sie erst für sich entscheiden, nach welchem Ritus Sie die Ehe schließen möchten, und dann den entsprechenden Geistlichen ansprechen.
Es gibt in Deutschland lediglich eine Ausnahme: Die Landeskirche Baden hat mit der Erzdiözese Freiburg eine Sondervereinbarung getroffen, die eine tatsächlich ökumenische Trauung mit Geistlichen beider Konfessionen in einer katholischen oder evangelischen Kirche möglich macht, die von beiden Konfessionen anerkannt wird.

Wo können wir vor den Altar treten?

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Grundsätzlich gilt: Der Weg zu Ihrer kirchlichen Trauung geht immer über die Pfarrgemeinde Ihres Wohnortes und deren Geistlichen. Auch dann, wenn Sie in einer anderen Kirche oder von einem anderen Pfarrer getraut werden möchten. Denn das geht durchaus und ist in der Regel kein Problem.
Theoretisch gibt es ja ganz viele Möglichkeiten, wo und vom wem Sie sich trauen lassen:

  • In Ihrer Heimatkirche von Ihrem
  • Heimatpfarrer
  • In Ihrer Heimatkirche von einem auswärtigen Pfarrer
  • In einer auswärtigen Kirche vom dortigen Pfarrer
  • In einer auswärtigen Kirche von Ihrem
  • Heimatpfarrer
  • In einer auswärtigen Kirche von einem anderen Pfarrer


Ganz gleich aber, welche dieser Möglichkeiten für Sie in Betracht kommt: Sprechen Sie zuallererst mit dem Geistlichen Ihrer Heimatgemeinde. Denn selbst, wenn Sie sich weder von ihm noch in seiner Kirche das Jawort geben wollen, so muss er doch zumindest dem auswärtigen Geistlichen eine formale Erlaubnis erteilen, Sie zu trauen.
Und dann brauchen Sie natürlich noch das Einverständnis bzw. die Bereitschaft aller anderen Betroffenen. Wenden Sie sich so früh wie möglich an den Pfarrer, der Sie trauen soll und an den Geistlichen der Kirche, in der Sie Ja sagen wollen. Bei »gefragten« Gotteshäusern kann es ja leicht schon einmal Engpässe geben. Und auch dem Geistlichen selbst muss Ihr Wunschdatum ja in den Terminkalender passen – der schon mal ganz schön voll sein kann.

Was kostet eine kirchliche Trauung?

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Prinzipiell nichts. Denn Eheschließungen gehören zu den seelsorgerischen Pflichten der Geistlichen und für deren Erfüllung beziehen sie ja ihr Gehalt vom Staat.
Etwas anderes ist es, wenn Sie in einer »fremden« Kirche heiraten. Grundsätzlich wird der Organist für seine Dienste entlohnt und manchmal berechnet man dem Brautpaar auch Heizungs- und Reinigungskosten.
Dass man für den Blumenschmuck in der Kirche aufkommt, sollte sich von selbst verstehen. Und natürlich bleibt der als kleine Spende im Gotteshaus.

Brauchen wir Trauzeugen für die kirchliche Trauung?

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Weder auf dem Standesamt noch in der evangelischen Kirche sind Trauzeugen Pflicht. Es steht Ihnen aber frei, welche zu bestimmen. Das sollten Sie dann selbstverständlich auch dem evangelischen Geistlichen vorher mitteilen, damit er sie in die Zeremonie einbinden kann.
Lediglich bei einer katholischen Eheschließung sind zwei volljährige Trauzeugen zwingend vorgeschrieben.

Darf in der Kirche fotografiert werden?

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Prinzipiell ja, das Einverständnis des Geistlichen vorausgesetzt. Es soll allerdings inzwischen Pfarrer geben, die, wohl aufgrund schlechter Erfahrungen mit Horden digitalkamerabewehrter Hochzeitsgäste, dieses Einverständnis nicht mehr geben. Das ist aber sicherlich die Ausnahme. Die meisten Geistlichen erlauben es unter Auflagen:

  • Es darf nur einer fotografieren und sich dafür auch vorsichtig in der Kirche bewegen.
  • Es darf ein gewisser Abstand zum Brautpaar und Pfarrer nicht unterschritten werden und auch im Altarraum hat der Fotograf nichts zu suchen.
  • No flash please! Blitzen ist nicht erlaubt. Es irritiert alle Beteiligten und stört so die Zeremonie.
  • Der Fotograf verhält sich respektvoll und diskret, fotografiert möglichst aus dem Hintergrund und bewegt sich innerhalb des Gotteshauses so, dass es niemanden stört.
Einzug in die Kirche

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Hierbei lautet die Kernfrage: An wessen Seite geht die Braut? Und wie es bei solch zeremoniellen Dingen oft ist: Man glaubt, es könne nur eine richtige Antwort darauf geben – wobei allerdings die Meinungen, welche denn die richtige ist, ziemlich auseinandergehen.
In Deutschland ist es bei beiden Konfessionen üblich, dass der Geistliche das Brautpaar gemeinsam zum Altar führt. Insbesondere in der evangelischen Kirche, nach deren Auffassung das Paar bei der Zeremonie (auch vor Gott) schon verheiratet ist, macht das ja auch Sinn.  Aber auch der katholische Trauritus sieht ausdrücklich vor, dass das Brautpaar gemeinsam in die Kirche einzieht, weil Braut und Bräutigam sich als Paar einvernehmlich zu diesem Schritt entschlossen haben.
In der in Südeuropa und im angelsächsischen Raum gepflegten Tradition, dass der Vater die Braut zum Altar führt, sehen ganz Kritische sogar die sehr rückständige Symbolik eines Besitzerwechsels: Ein Mann übergibt sein Eigentum, die Tochter, an einen anderen Mann, den Bräutigam.
Trotzdem lieben gerade Bräute auch in Deutschland diese Art des Einzugs und die Väter macht es stolz.
Zum Glück ist auch in der Kirche nichts in Stein gemeißelt und die meisten Geistlichen werden ein offenes Ohr für die Wünsche des Brautpaars haben, wie es vor den Altar treten will.
So gilt am Ende nur eine Regel, und die lautet: Überlegen Sie als Brautpaar sich vorab, wie Sie am liebsten zum Jawort schreiten würden, und sprechen Sie diesen Wunsch mit dem Geistlichen ab. Letzteres rechtzeitig zu tun ist allerdings unabdingbar. Der Pfarrer hat schlussendlich das letzte Wort, wenn es um die Gestaltung der gesamten Zeremonie, zu der auch der Einzug gehört, geht. Er wird sich vermutlich zwar flexibel zeigen, wenn Ihre Vorstellungen nicht allzu unkonventionell sind. Aber hundertprozentig sicher ist das nicht. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, diese und andere Fragen zur Zeremonie vorab und früh genug anzusprechen.

An welcher Seite geht die Braut?

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Ganz Genaue sehen es so: Die Braut geht an der linken Seite des Bräutigams, die Ehefrau an seiner rechten. Demnach müsste sie in einer evangelischen Zeremonie rechts (da sie ja bereits verheiratet ist) von ihrem Liebsten in die Kirche ein- und auch wieder ausziehen. In der katholischen Kirche tritt sie links (da die Ehe hier ja erst durch die Zeremonie gestiftet wird) vom Bräutigam vor den Altar und braucht sich nach der Trauung nur umzudrehen, um dann als verheiratete Frau an der rechten Seite ihres Mannes die Kirche wieder zu verlassen.
Da die katholische Variante sehr praktisch ist, weil man vor dem Auszug keinen (mit ausladendem Brautkleid eventuell komplizierten) Seitenwechsel mehr zu vollführen braucht, sei sie allen empfohlen, denen die Symbolik nicht ganz so wichtig ist.