So wird's lecker

Tipps zum Festmenü

Es ist eine uralte Tradition in allen Gesellschaften und Kulturen: Wer Gäste hat, ob geladen oder nicht, der bewirtet sie. Und zwar in aller Regel mit dem Besten, was seine Vorratskammer zu bieten hat. Kein Wunder also, dass das Festmenü noch heute der zentrale »Tagesordnungspunkt« einer jeden Hochzeitsfeier ist. Hier möchte man seine Gäste verwöhnen, Ihnen etwas Gutes bieten als Dank dafür, dass sie gekommen sind.

Menü oder Buffet?
Beides hat seine Vorteile. Bei einem Buffet kann sich jeder Gast nehmen, was er will und so viel er will. Bei einem Menü kann es dagegen passieren, dass der eine oder andere etwas auf seinem Teller vorfindet, was er schlicht und ergreifend nicht mag. Ein weiterer Pluspunkt des Buffets: Es ist auch ein wenig „Begegnungsstätte“, bei dem man auch mit dem einen oder anderen Gast ins Gespräch kommt, von dem man eigentlich mehrere Tische entfernt sitzt. Überhaupt trägt ein Buffet mit dazu bei, dass es auf der Feier ein wenig entspannter und lockerer zugeht. Auf der anderen Seite bringt es aber Unruhe ins Fest und die Gäste müssen anstehen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Mengen, wie viel man von welchem Gericht bereitstellt, schwer kalkulierbar sind. So kann es passieren, dass von einem sehr viel übrig bleibt, während ein anderes so viel Anklang findet, dass es nicht für alle Gäste reicht. Nicht vergessen sollte man auch, dass ein Buffet Platz braucht, der später dann bei der Tanzfläche fehlt.
Die Vor- und Nachteile eines gesetzten Menüs liegen ebenfalls auf der Hand. Die Gäste können an ihren Tischen sitzenbleiben und es geht insgesamt etwas festlicher zu. Als Gastgeber können Sie sehr exakt kalkulieren, wie viel auf den Tisch gebracht werden soll, müssen dafür aber sehr viel genauer überlegen, welche Speisen Sie wählen, damit wirklich jeder Gast glücklich wird. Ein weiterer Vorteil des Menüs ist, dass die Speisen frisch aus der Küche und mit der genau richtigen Temperatur auf den Teller kommen; beim Warmhalten auf dem Buffet geht dagegen immer Geschmack verloren und manche empfindlichen Zutaten vertragen es überhaupt nicht.

„Extrawürste“
Bevor Sie mit der Menüplanung beginnen, sollten Sie bei Ihren Gästen nach Unverträglichkeiten fragen und danach, ob jemand bestimmte Dinge überhaupt nicht isst. Wenn Sie erst am Tag der Feier feststellen, dass Sie zehn Vegetarier unter Ihren Gästen haben, ist es zu spät. Wenn Sie diese Infos beisammen haben, findet man im Restaurant oder beim Caterer bestimmt einen Weg, für jeden etwas Leckeres vorzubereiten. Oder Sie bieten Ihren Gästen im Vorfeld drei Varianten (Fleisch, Fisch, Vegetarisch) an und bitten um rechtzeitige Rückmeldung, damit Sie im Restaurant entsprechend bestellen können.

Was schmeckt allen?
Was die Wahl der Gerichte betrifft, so sollte man möglichst „Spezialitäten“ vermeiden: Meeresfrüchte, Innereien oder auch Wild sind halt nicht jedermanns Sache. Mit Klassikern wie Geflügel, Kalb, Rind oder Schwein befinden Sie sich dagegen in der Regel auf der sicheren Seite. Und wenn Ihnen das vielleicht ein wenig langweilig erscheint, seien Sie versichert: Was gute Küchenchefs mit frischen Zutaten und Kreativität daraus zaubern, ist alles andere als Hausmannskost.

Wie viele Gänge?

Vorspeise, Hauptspeise, Dessert sind  die Pflicht, die natürlich durch Amuse-Gueule, Zwischengang, Käseplatte und, und, und zur Kür erweitert werden kann auf der nach oben offenen Gänge-Skala. Wer möchte, kann auf diese Weise das Festessen zu einem richtigen Event machen, indem er die Gaumen der Gäste mit ganz vielen, kleinen Cuisine-Kreationen in Erstaunen und Entzücken versetzt. So bieten manche Restaurants so genannte Degustationsmenüs mit zehn und mehr Gängen an. Das ist natürlich schon was ganz Besonderes, verlangt aber auch nach Gästen, denen es Freude macht, beim Essen und Trinken auf Entdeckungsreise zu gehen und sich gerne ganz viel Zeit dafür nehmen.


Testessen
Wenn irgend möglich, gönnen Sie sich ein Testessen in der Location, die Sie für Ihr Fest ausgesucht haben. Dann kann der Speiseplan für die Feier eventuell noch nachgebessert werden. Auch manche Caterer bieten so genannte Pre-Tastings an, bei denen sie probieren können, was später aufs Buffet soll.