Land-Hochzeit im Sommer

Tina & Markus

Heiraten auf der Alp

Für Tina und Markus stand fest: Sie wollten eine Hochzeit zum Wohlfühlen. Ganz natürlich, rustikal und unbeschwert sollte sie sein. Mit einem Dirndl für die Braut, einer Lederhose für den Bräutigam und einer Feier auf einer idyllisch gelegenen Alp-Hütte, die exklusiv angemietet wurde und auf der die Gäste deshalb übernachten konnten. "Alle sollten sich wohlfühlen und Spaß haben", sagt Tina. "Es sollte eine lockere Wohlfühlatmosphäre entstehen." Und das schaffte die Braut nicht nur mit einem durchgehenden Hochzeitskonzept, das die Aspekte "Tracht", "rustikale Optik" und "rot-weißes Farbschema" in aller Konsequenz aufgriff, sondern auch mit viel Liebe zum Detail und selbst genähten, selbst gebastelten, selbst gebackenen und selbst dekorierten Hochzeitskomponenten. 

 

Übrigens: Was in diesem Beitrag hier zu lesen und zu sehen ist, ist schon Teil zwei von Tinas und Markus' Hochzeit. Zuvor feierte das Paar nämlich schon eine ungewöhnliche standesamtliche Trauung im englischen Brighton mit anschließender Hochzeitsfeier im Pub. Mehr dazu im Beitrag hier lesen.

 

Aber zurück zur kirchlichen Trauung, die auf der Alpe Hohenegg bei Steibis im Allgäu stattfand. Das Trachtenmotto galt hier nicht nur fürs Brautpaar, sondern für die ganze Hochzeitsgesellschaft. Und man mag es nicht glauben - es kam tatsächlich jeder in Tracht. "Wir hatten einige Gäste aus dem Ausland - aus England, Syrien, Schweden, Italien und der Türkei - und viele, die aus ganz Deutschland von Hamburg, über Berlin, Heidelberg und Frankfurt bis Köln kamen", sagt Tina. "Um allen die Möglichkeit zu geben, in Tracht zu kommen, haben alle unsere Freunde und Verwandte aus dem Allgäu zusammengeholfen und ihre Zweittrachten bereitgestellt." Die Festlocation war ja das ganze Wochenende gebucht und so wurden alle, nach einem Kennlernabend am Freitag, mit "ihrer" Tracht ausgestattet. "Die meisten wollten sie dann bis zum Sonntag gar nicht wieder ausziehen", erzählt Tina. "Einige unserer ausländischen Gäste haben sich sogar bei ihrer Ankunft in München selbst Dirndl und Lederhose gekauft. Und ein Freund aus Hamburg hat sogar einen Facebook-Aufruf gestartet und tatsächlich auf diese Weise eine passende Tracht zum Leihen erhalten. Auch mein Opa hat seine mittlerweile zu kleine Lederhose an einen Freund aus England verliehen und hatte die größte Freude daran! Gerade für die "Nicht-Allgäuer" war das etwas ganz Besonderes und hat sicherlich zur lockeren Atmosphäre beigetragen!"

 

Doch nicht nur das machte die Trachten-Hochzeit von Tina und Markus zum vollen Erfolg. Es waren die Kleinigkeiten, die vielen, zauberhaften, selbst gemachten Details, der Ideenreichtum und die Liebe zu jedem noch so winzigen Extra, die allesamt dokumentierten: Diese Hochzeit ist etwas ganz Besonderes. In der Bilderbox unten vermitteln die Fotos einen Eindruck davon, ergänzend dazu sind die Details beschrieben. "Ich habe alles komplett selbst gebastelt und geplant. Meine Mama hat gebacken und genäht", sagt Tina. "Allerdings war es unglaublich zeitaufwendig. Alles war bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant. Jedes Wochenende und viele, viele Abende nach der Arbeit habe ich gebastelt und vorbereitet. Ich wollte, dass alles perfekt wird, aber mir war es auch wichtig, nicht alle Leute um mich herum verrückt zu machen und einzuspannen. Nicht jedem bereitet es soviel Freude wie mir, tagelang Tortenspitzen passgenau zuzuschneiden und an alle Arten von Glasflaschen zu kleben. Für mich ist das meine große Leidenschaft." Deshalb hat Tina daraus nach ihrer Hochzeit auch ihren Beruf gemacht und sich mit ihrer Agentur "Glücksmomente - Hochzeiten und Events im Allgäu" selbstständig gemacht (mehr dazu: www.gluecksmomente-allgaeu.de).

 

Dass Tina und Markus ihre Hochzeit als "perfekt" bezeichnen, ist bei so viel Eigeninitiative und selbst erdachten Extras kein Wunder. "Unsere Hochzeit war genauso wie wir es uns erträumt hatten oder eigentlich sogar noch besser", sagt Tina. "Das Schönste war, dass sich jeder so gut verstanden hat und Außenstehende wie die Musiker oder die Fotografin sogar dachten, dass bei uns jeder jeden kannte und sie meinten, was für ein "netter Haufen" wir doch seien. Jeder hatte Spaß und alle haben ausgelassen gefeiert. Es war ein magisches Fest."

 

Und doch gibt es etwas, was Tina anders machen würde: nämlich einen Hochzeitsplaner beauftragen, der am Hochzeitstag vor Ort ist und alles organisiert und managt. "Ich habe für mich selbst beschlossen, den Hochzeitstag einfach nur zu genießen und nicht auf jede Kleinigkeit zu achten", sagt Tina. "Zudem kann man an seiner Hochzeit ja nicht die Kirche selbst dekorieren. Also musste ich dies Freunden überlassen, die dann aber vor Aufregung vergessen haben, die Kirchenblätter auszulegen. Dem Wirt habe ich mehrfach gesagt, dass Gläser und Besteck in der Hütte schon nachmittags aufgedeckt sein müssen, damit die Fotografin schöne Bilder von der Dekoration machen kann, was er aber leider nicht gemacht hat. In solchen Situationen ist es einfach gut, wenn man die Verantwortung an einen Hochzeitsplaner abgeben und sicher sein kann, dass alles reibungslos funktioniert!"

 

Tinas Tipp an alle Brautpaare:

"Man sollte sich von vorn herein ein genaues Konzept überlegen, damit man alles darauf abstimmen kann - angefangen von der Location, der Save-the-date-Karte, der Einladung, dem Kleid, der Musik, dem Dresscode bis hin zur Dekoration. Ich persönlich finde es einfach toll, wenn sich das Konzept wie ein roter Faden durch die Hochzeit zieht, denn es schafft einfach eine ganz besondere Atmosphäre, die auch von den Hochzeitsgästen als etwas wirklich Besonderes wahrgenommen wird."

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