Seema & Farouk

Indische Hochzeit in Spanien

Seema und Farouk aus San Francisco wollten mit einer traditionellen indischen Hochzeit die Bräuche ihrer Vorfahren feiern und ein rauschendes Fest mit buddhistischen Ritualen verbinden. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, selbst für einen erfahrenen Wedding-Planner. Glücklicherweise stießen die beiden auf Angeles Porcel. Die Hochzeitsplanerin ließ sich auf das Abenteuer ein und ermöglichte es Seema und Farouk im geschichtsträchtigen Granada ihre persönliche Traumhochzeit zu feiern.

 

Eines wusste Seema von Anfang an, dass Stephan Rauch ihre Hochzeit fotografieren soll. "Das stand für mich schon fest, sobald Farouk mir einen Antrag gemacht hat", erinnert sie sich. Doch die weitere Hochzeitsplanung verlief alles andere als geradlinig. "Als Seema und ich einen Ort für unsere Hochzeit suchten, haben wir uns zuerst auf Mexiko konzentriert. Doch wegen unseren komplizierten Wünschen, haben wir zwei Hochzeitsplaner nacheinander in die Flucht geschlagen. Wir dachten schon, unsere einzige Möglichkeit wäre eine Hochzeit in den USA. Dabei waren wir uns einig, dass wir dort nicht heiraten wollten", erzählt Farouk. Seema erinnert sich an diese erste, von Rückschlägen gezeichnete Planungsphase: "Irgendwann habe ich Farouk einfach gefragt, wenn du dir jeden Ort auf der Welt aussuchen könntest, wo würdest du mich heiraten? Da meinte er spontan, am liebsten in Granada, aber das ist leider unmöglich". Für Farouk hatte Spanien schon länger eine ganz besondere Bedeutung: „Ich liebe Andalusien und ganz besonders Granada. Ich war sehr positiv überrascht als Angeles sich bereit erklärt hat, unsere Hochzeit in Granada zu organisieren. Bevor wir es richtig glauben konnten, ging unser Wunschtraum in Erfüllung".

 

"Die Wünsche von Seema und Farouk waren sehr speziell. Für die Prozession des Bräutigams ein weißes Pferd zu leihen war eine Sache, aber die Indische Trommel, auf der während des Umzugs gespielt wurde, die war gar nicht so leicht zu bekommen", berichtet die Hochzeitsplanerin Angeles Porcel, die mit der Organisation einer buddhistischen Hochzeit Neuland betrat. Neben den sehr speziellen Wünschen des Brautpaares, kümmerte sie sich auch um die Unterbringung der Gäste und koordinierte das Catering, den Friseur, den Fotografen und alles andere, was bei einer großen Hochzeit bedacht werden muss. „Ich bin so froh, dass alles so gut geklappt hat und ich am Ende Seemas und Farouks Hochzeit genau so umsetzten konnte, wie sie es sich erträumt hatten", freut sich Angeles Porcel. Wer wissen will, warum Blumengirlanden und Feuerrituale auf einer buddhistischen Zeremonie nicht fehlen dürfen, der findet in der folgenden Bilderbox Antworten.

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Bei einer buddhistischen Hochzeit ist Feuer von wichtiger ritueller Bedeutung. Bei dem Pradakshina-Ritual umkreist das Paar sieben Mal das heilige Feuer. Mit der letzten Umrundung ist die Ehe besiegelt.

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Den ersten Tag der dreitägigen Hochzeit feierte das Brautpaar mit seinen Eltern im Hotel Santa Paula in der Altstadt Granadas.

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Mantras sind für die vedische Zeremonie sehr wichtig. Die vedischen Mönche singen die Mantras während der Zeremonie.

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Die Mehndi Zeremonie ist das Fest der Frauen.

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Dabei werden mit Henna filigrane Muster auf Hände und Füße gemalt.

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Das temporäre Kunstwerk bleibt etwa eine Woche sichtbar.

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Bei der Pithi Zeremonie werden Braut und Bräutigam auf Armen, Beinen und im Gesicht mit einer Paste aus Kichererbsenmehl, Kurkuma und Rosenwasser bestrichen. Das Ritual dient der Reinigung und wird traditionell in den Tagen vor dem Hochzeitsfest gefeiert. 

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Bei einem romantischen Spaziergang durch die Altstadt Granadas genießen Farouk und Seema die Zweisamkeit ...

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... und tanken Kraft für den kommenden Tag, der bald schon mit einer Einstimmungsfeier eingeläutet wird.

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Traditionell wird am Tag vor dem offiziellen Hochzeitsfest der Sangeet gefeiert. Das ist eine Party im kleinen Rahmen, bei der sich Brautpaar und enge Verwandte schon einmal auf das große Hochzeitsfest einstimmen. Die Warm-up-Party wurde mit Cocktails, einer Flamenco-Show und viel Musik gefeiert, wobei die Braut am Ende sogar selbst zum Mikrofon griff.

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Die private Feier fand in einem Restaurant im Albaycin Viertel statt, von wo aus Gäste und Brautpaar den wundervollen Blick auf die Alhambra genossen.

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Die indische Braut verziert ihr Gesicht traditionell mit weißen Punkten über den Augenbrauen. Seema bevorzugt die moderne Variante des Hochzeitsbindis und lässt ihre Stirn mit Schmucksteinen bekleben.

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Zum traditionellen indischen Brautschmuck gehört das Tikka. Der Haar- und Stirnschmuck besteht meistens aus Gold und stand als Mitgift der Braut für die, durch die Hochzeit erlangte, Unabhängigkeit vom Vater.

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Den festlichen Einzug des Bräutigams auf einem Pferd nennt man Baraat. Die Prozession wurde von einer indischen Trommel musikalisch untermalt. Wie es bei dieser Tradition üblich ist, tanzten Farouks Familienmitglieder während der Prozession um das geschmückte Pferd herum.

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Auf dem Hochzeitsfest wird Farouk von der Familie der Braut in Empfang genommen. Die Brautmutter segnet ihn und legt ihm eine Blumengirlande um.

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Seemas Hochzeitskleid ist eine Mischung aus westlicher und indischer Farbtradition. Während Hochzeitssaris meist ganz in der glücksbringenden Farbe Rot gehalten werden, entschied sich Seema für ein rotes Top und einen weißen Rock. Das Outfit ist traditionell mit Goldfäden und Schmucksteinen bestickt.

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Die Freunde des Brautpaares wurden mit farblich abgestimmten Saris und Kurtas bekleidet.

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Braut und Bräutigam tauschen ihre Hochzeitsgirlanden.

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Die Blumengirlanden, Jaimalas genannt, sind ein Zeichen der gegenseitigen Treue.

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Bei der Roth-Nahm-Sang-Zeremonie träufeln die Gäste nacheinander Weihwasser über die ineinander gefalteten Hände von Braut und Bräutigam.  

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Als Zeichen der Verbindung der Eheleute wird der Schal des Bräutigams mit dem Sari der Braut verknotet. Diese Tradition nennt man Saptapadi. 

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Sanft betupft Farouk Seemas Stirn mit einer Paste aus Zinn, Sandelholz und Öl. Der rote Punkt, den man Bindi nennt, gilt in Indien als Zeichen der Ehe.

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Zu einer buddhistischen Hochzeitszeremonie gehört auch das bei uns bekannte Ringtauschen.

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Blumengirlanden, Feuer und gesungene Mantras sind traditionelle Elemente, die auf keiner buddhistischen Hochzeitsfeier fehlen dürfen.

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Orange, die buddhistische Farbe der Weisheit, zieht sich durch die ganze Hochzeit. Auch die Blumenkinder wurden mit orangen Accessoires geschmückt und durften orange Blütenblätter streuen.

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Die 120 Gäste wurden in Carmen de los Mártires empfangen, von wo aus ebenfalls die Alhambra-Paläste sichtbar waren. 

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Die laue Sommernacht war wie gemacht für eine Feier unter freiem Himmel.

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Blumengirlanden soweit das Auge reicht. Auch der Hochzeitsbaldachin ist rundherum mit Blütenketten geschmückt.

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Seemas Füße werden mit Wasser und Rosenöl übergossen.

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Nach den traditionellen Feierlichkeiten folgt der unkonventionelle Teil des Abends. Nachdem Seema in einen leichteren Sari geschlüpft war, konnte sie mit Farouk die Tanzfläche eröffnen.

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