Brautparadies Thun

Geschäftsporträt

Brautparadies Thun

Wer Thun kennt, der weiss: Zum Shoppen geht man in dieser Stadt ins Bälliz. Denn das ist die kleine aber feine Einkaufsmeile, malerisch gelegen auf einer von zwei Armen der Aare umflossenen Insel. Hier reihen sich Boutiquen, namhafte Warenhäuser und alteingesessene Traditionsgeschäfte aneinander. Und überall gibt es kleine Cafés und Restaurants, in denen man vor und nach dem Einkaufen Zeit verbringen und das Leben geniessen kann. Das Bälliz, das ist Shoppen mit Wohlfühlfaktor. Und mittendrin liegt ein Paradies für Bräute – eben das »Brautparadies« von Andrea Jaggi, die das Geschäft seit 13 Jahren führt und schon viele Brides to be in Traumbräute verwandelt hat. Wir haben mit ihr gesprochen.

HOCHZEIT: Frau Jaggi, seit wann gibt es das Brautparadies?
Andrea Jaggi: Seit mittlerweile 36 Jahren. Es wurde damals von Ursula Flück gegründet, die es auch 22 Jahre lang bis über ihr siebzigstes Lebensjahr hinaus geführt hat. Im Jahr 2005 habe ich dann das Geschäft übernehmen dürfen und mir damit einen absoluten Kindheitstraum erfüllt.

HOCHZEIT: Was hat sich seither im Brautparadies verändert?
Andrea Jaggi:
Einen ersten Umbau gab es natürlich direkt bei der Übernahme: Die Räume wurden heller gestaltet und auch das Sortiment habe ich aufgefrischt. Eine zweite Umgestaltung habe ich dann vor noch gar nicht so langer Zeit, im Jahr 2016, vorgenommen, um das Erlebnis Brautkleidkauf noch angenehmer für meine Kundinnen zu gestalten.
Heute haben wir etwa 300 Braut- und 150 Abendkleider im Angebot, die wir in zwei Verkaufsräumen präsentieren. Im ersten finden sich die Abendmode und Brautkleider mit schmaler Silhouette. Im zweiten haben wir die weiter geschnittenen Kleider und sämtliche Accessoires, die dazugehören. Diese wunderschönen hellen und modernen, aber trotzdem gemütlich eingerichteten Räume liegen im zweiten Stock, sicher vor neugierigen Blicken von der Strasse.
Zum Geschäft gehört auch ein hauseigenes Atelier, in dem alle notwendigen Änderungen an den Kleidern vorgenommen werden können.

HOCHZEIT: Konzentriert sich Ihr Angebot auf einen bestimmten Stil?
Andrea Jaggi:
Nein, wir möchten, dass jede Braut bei uns fündig und glücklich wird. Deshalb suche ich, wenn ich auf die Messen in Barcelona, Holland und Düsseldorf gehe, nach einem breiten Spektrum von Modellen für kleine und grosse Frauen, für schlanke und festere, für Prinzessinnen und für coole Bräute, für schlichte oder glamouröse Feiern und für jedes Budget. Auch für curvy brides habe ich tolle Kleiderträume im Angebot ebenso wie für werdende Mamis.

HOCHZEIT: Was ist Ihnen bei der Beratung besonders wichtig?
Andrea Jaggi:
Die Wohlfühlatmosphäre! Wir wollen, dass der Einkauf für die Bräute und ihre Begleiterinnen zu einem entspannten Erlebnis wird. Jeden Samstag ist übrigens Cüplitag. Und was selbstverständlich für jede Beratung unabdingbar ist, ist Kompetenz und Ehrlichkeit.

HOCHZEIT: Haben sich die Bräute in den letzten Jahren verändert?
Andrea Jaggi:
Ja. Sie sind heute sehr viel besser informiert über aktuelle Trends und Labels. Auch preisbewusster sind sie geworden. Und ja: Es gibt auch mehr »Tourismus«, also Bräute, die sich in mehreren Fachgeschäften intensiv beraten lassen. Eine Beratungsgebühr habe ich aber trotzdem noch nicht eingeführt. Allerdings bitte ich um eine vorherige Terminabsprache.

HOCHZEIT: Was raten Sie Bräuten, wie sie sich auf den Brautkleidkauf vorbereiten sollten?
Andrea Jaggi:
Zuerst einmal: nicht zu viele Begleiterinnen mitzubringen. Die Erfahrung lehrt leider, dass viele Meinungen eher verunsichern statt helfen.
Ansonsten gilt: eher wenig Make-up auflegen und wenn möglich einen trägerlosen BH anziehen.
Und ganz wichtig: eine gute Portion Vorfreude und gute Laune mitbringen, denn der Brautkleidkauf soll Spass machen.

HOCHZEIT: Was lieben Sie besonders an Ihrem Beruf?
Andrea Jaggi:
Beraten und Verkaufen war schon immer meine Leidenschaft. Aber die Nähe zum Kunden ist in dieser Branche noch einmal eine ganz besondere und einfach wunderbar!

HOCHZEIT: Was war Ihr schönstes Erlebnis mit einer Braut?
Andrea Jaggi:
Da gäbe es natürlich hunderte von wunderschönen, emotionalen Geschichten zu erzählen. Eine fand ich besonders rührend: Auf einer Hochzeitsmesse kam eine achtzigjährige Dame an meinen Stand und nahm Prospekte mit. Ich dachte natürlich, die wolle sie ihrer Enkelin mitbringen. Aber dann kam sie selbst zu mir ins Geschäft und erzählte, dass sie im Altersheim endlich ihrer grossen Liebe begegnet sei und heiraten wollte – und zwar unbedingt in einem langen, weissen Kleid. Und als sie dann in einem schlichten, eleganten Satinkleid vor uns stand und strahlte und sich »soooo« auf die Begegnung mit ihrem Mann in der Kirche freute, da war das schon unglaublich berührend. Was so alles noch im Leben auf uns wartet ...


www.brautparadies.ch