Real Wedding Larissa & Armando

Winter-Fest

Es war nicht so, dass Larissa und Armando von Anfang an von einer Hochzeit im Schnee geträumt hätten. Sie wollten nur nach ihrer Trauung auf dem Zivilstandsamt im Herbst nicht mehr allzu lange mit dem Feiern warten. Deshalb bot sich ein Termin in der kalten Jahreszeit ganz von allein an. Und je länger sie darüber nachdachten, umso mehr gefiel ihnen die Idee, eine Hochzeit »ganz in Weiss« in einer vom Schnee verzauberten Landschaft zu feiern. Mit Organisation begannen sie ein Jahr vor dem Termin mit der Reservierung der Location, die oft schon lange im Voraus ausgebucht ist. Danach konnten sie dann an die Planung der Details etwas entspannter herangehen.
Ihre Wedding Planner waren sie selbst – mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden und Familie: die Dekoration des Raums für die freie Trauungszeremonie und des Festsaals, das Backen der Hochzeitstorte, das Basteln von Schildern, das Zusammenstellen von Utensilien für die Fotobox, die Organisation der Musik zur Zeremonie – um all das kümmerten sich vor allem die Trauzeugen und die Mütter des Brautpaars.
Das sich durch die ganze Feier wie ein roter Faden durchziehende Symbol der beiden Steinbockköpfe zum Beispiel stammte vom Trauzeugen Gion, der Grafikdesigner ist. Es hatte natürlich auch eine Bedeutung: Es stand für den Kanton Graubünden, wo Armando geboren und aufgewachsen ist und wo gefeiert wurde, für die Liebe der beiden zu den Bergen und schliesslich für das Brautpaar selbst.


DIE LOCATION

Bei der Wahl der Location war den beiden wichtig, dass der gesamte Tag von der Zeremonie über den Apéro und das Essen bis hin zur Feier an einem Ort stattfinden konnte. Da ihre Gäste ohnehin aus der ganzen Schweiz anreisten, sollten sie nicht auch noch am Tag der Hochzeit weitere Ortswechsel machen müssen. Auch sollte das Fest im Bündnerland, Armandos Heimat, stattfinden. Ausserdem kannten Larissa und Armando das Guarda Val und waren schon einige Male dort zum Essen. Das war schliesslich auch noch ein Auswahlkriterium: »Wir lieben beide gutes Essen, deshalb war uns dieser Punkt wichtig.« Und für seine gute Küche ist das wunderschöne Maiensässhotel Guarda Val oberhalb der Lenzerheide weithin bekannt.


DER TAG

Larissa und Armando entschieden sich, ihre Hochzeitsgesellschaft nicht in Apéro- und Festgäste aufzuteilen, sondern mit allen zusammen den ganzen Tag zu feiern. Und schon im Vorfeld äusserten sie bei Freunden und Verwandten den Wunsch, dass es nicht zu viele Vorträge und Spiele geben sollte, damit nicht vor lauter Programmpunkten das Tanzen und Feiern erst in Morgenstunden anfangen würde.
Ganz besonders wichtig aber war den beiden, dass das Fest einen persönlichen Charakter haben sollte, »und den bekam es schon einfach dadurch«, so betont das Brautpaar, »dass uns so viele aus unserer Familie und unserem Freundeskreis so liebevoll bei der Gestaltung des Tages unterstützt haben.«


DIE DETAILS

Was das Brautkleid betraf, so hatte Larissa nur ein paar wenige Vorgaben: Ein A-Linien-Kleid sollte es sein und angenehm zu tragen, damit sie sich den ganzen Tag darin wohlfühlen konnte. Ausserdem sollte das Kleid wegen der winterlichen Temperaturen Ärmel aus Spitze haben. Mit diesen Minimalvorgaben und ansonsten offen für alles, was die Brautmode ihr zu bieten haben würde, ging sie ins Fachgeschäft. Und sie empfand es als Vorteil, sich ohne fixe Vorstellung von ihrem Kleid ganz auf die Beratung einlassen zu können. »Tatsächlich war es dann das erste Kleid, das  ich anprobierte und bei dem ich sofort wusste: Das ist es!«
Wenn es nach draussen ging, trug Larissa noch ein warmes Cape aus Samt, das ihr Vater einst ihrer Mutter zum Geschenk gemacht hatte. Auch trug Larissa zum Fest etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues. Etwas Altes waren ein Armband und eine Halskette ihrer Grossmutter mütterlicherseits und ein Ring von ihrer Grossmutter väterlicherseits. Etwas Geliehenes war ein Haarschmuck, den eine gute Freundin von ihr schon auf ihrer eigenen Hochzeit getragen hatte. Neu gekauft wurden die Ohrringe und das Blaue wurde ganz klassisch durch ihr Strumpfband repräsentiert. Aufbewahrt wurde all das in einer schönen Holzkiste, die ihre Trauzeugin Andrea eigens dafür dafür hatte anfertigen lassen.

Die Trauringe sollten vor allem angenehm zu tragen sein und nicht zu empfindlich, sodass man sie auch wirklich im Alltag immer anbehalten kann. Larissa und Armando haben sie in einer Goldschmiede in Einsiedeln anfertigen lassen. Den Ring der Braut zierten einige Diamanten, den des Bräutigams zwei schwarze Brillanten und ein Saphir. Ausserdem haben sie noch ein Symbol aus ihren Anfangsbuchstaben eingravieren lassen, das eine Freundin von Larissa extra dafür entworfen hatte.

Das Erstellen der Tischordnung empfanden Larissa und Armando als eine der schwierigsten Aufgaben bei der Organisation, denn die Gäste waren bunt durchmischt und nicht alle kannten sich. Da war es nicht einfach, die Tische so zusammenzustellen, dass alle sich gut miteinander unterhalten und ein schönes Fest feiern konnten. Die Tische selbst waren übrigens nach Orten benannt, die für das Brautpaar eine besondere Bedeutung hatten, wie zum Beispiel dem Ort ihres Kennenlernens, dem ihres ersten gemeinsamen Urlaubs und dem, an dem Armando Larissa den Heiratsantrag machte.
Der Brautstrauss bestand aus Mohn und Anemonen, den Lieblingsblumen der Braut, und zusätzlich Ranunkeln, Winterbeeren, Silberdisteln und Eukalyptus Auf den Brauch des Brautstrausswerfens verzichtete Larissa.
Für die Blumendeko bei der Trauzeremonie hatte man sich noch etwas Besonderes einfallen lassen: Auf transparente Fäden wurden ganz viele Nelkenblüten in Rot, Rosa und Weiss aufgefädelt und bildeten so einen herrlich bunten Hintergrund für den mit vielen Kerzen romantisch ausgeleuchteten Ort des Jaworts.
Was die Hochzeitstorte betraf, so fiel die Wahl nicht schwer, denn die gemeinsame Lieblingsleckerei von Larissa und Armando ist der Mandelkuchen »Carmen«. Den zu backen hat sich Larissas Schwägerin nicht nehmen lassen.


DIE HIGHLIGHTS

Wie alle Brautpaare, die uns von ihrer Feier erzählen, haben wir auch Larissa und Armando gefragt, was für sie denn im Nachhinein die Highlights des Festes waren. Aber eigentlich mochten sie keine einzelnen Momente des Tages hervorheben. Das ganze Fest sei ein Highlight gewesen: das Wetter, das ihnen einen blauen Himmel über der Schneelandschaft schenkte, die ganz persönlich auf sie abgestimmte Trauzeremonie, die schöne Dekoration, die Darbietungen von Freunden und Verwandten, insbesondere ein Song, den Larissas Vater und der Trauzeuge Gion zusammen gespielt und gesungen haben, der von den Trauzeugen und Gästen eigens angefertigte »Tripadvisor«, das von Larissas Mutter organisierte Feuerwerk, das dem auf dem Züri-Fest hätte Konkurrenz machen können ... All das und noch viele andere Dinge hätten diesen Tag zusammen zu etwas Unvergesslichem und Unvergleichlichem gemacht. Einem Tag, der voller schöner Überraschungen für das Brautpaar war, wie zum Beispiel, dass Hera, die Hündin von Larissas Eltern, ihnen während der Zeremonie die Trauringe brachte. Oder, worüber Aramando sich besonders freute, dass Larissa ihr Eheversprechen in seiner Muttersprache Romanisch vortrug.

Ob sie anderen Brautpaaren, die noch am Anfang ihrer Hochzeitsplanung stehen, noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben könnten, wollten wir zum Schluss noch von Larissa und Armando wissen. Und wie viele andere Brautpaare betonten auch sie, wie wichtig es sei, in erster Linie auf sich selbst zu hören und genau das umzusetzen, was man selbst sich wünscht. Auf der anderen Seite zeigt das Hochzeitsfest der beiden aber auch, wie schön es sein kann, Teile der Planung aus der Hand zu geben und sich überraschen zu lassen. Denn wenn man nicht alles bis ins kleinste Dekoelement selbst plant, geht man auch viel entspannter in diesen Tag, ohne die ganze Zeit darüber nachzudenken, ob auch wirklich alles wie gewünscht klappt. Larissa und Armando jedenfalls konnten auf diese Weise ihr Fest so richtig geniessen.

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Das sich durch die gesamte Feier als roter Faden durchziehende Symobl der Steinbockköpfe stand für den Kanton Graubünden, der Heimat Armandos, für die Liebe des Brautpaars zu den Bergen und schließlich für das Brautpaar selbst.

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Für das Brautkleid hatte Larissa eigentlich nur zwei Vorgaben: eine A-Linie sollte es sein und bequem zu tragen. Im Brautkleidgeschäft war dann gleich das erste, das sie anprobierte, der Treffer.

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Als "etwas Altes" trug Larissa unter anderem einen Ring ihrer Grossmutter.

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Das Maiensässhotel Guarda Val oberhalb der Lenzerheide ist bekannt für seine gute Küche.

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Der Brautstrauss bestand aus Mohn und Anemonen, den Lieblingsblumen der Braut, und zusätzlich Ranunkeln, Winterbeeren, Silberdisteln und Eukalyptus.

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Für die Blumendeko bei der Trauzeremonie hatte man auf transparente Fäden ganz viele Nelkenblüten in Rot, Rosa und Weiss aufgefädelt, die so einen herrlich bunten Hintergrund bildeten.

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Die Tische waren nach Orten benannt, die für das Brautpaar eine besondere Bedeutung hatten, wie zum Beispiel dem Ort ihres Kennenlernens, dem ihres ersten gemeinsamen Urlaubs und dem, an dem Armando Larissa den Heiratsantrag machte.

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Was die Hochzeitstorte betraf, so fiel die Wahl nicht schwer, denn die gemeinsame Lieblingsleckerei von Larissa und Armando ist der Mandelkuchen »Carmen«. Den zu backen hat sich Larissas Schwägerin nicht nehmen lassen.

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Ihr Eheversprechen trug Larissa in Romanisch vor, der Muttersprache Armandos.

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Als Hüterin und Trägerin der Trauringe fungierte Hera, die Hündin von Larissas Eltern.

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Einer der vielen Höhepunkte des Festes: ein Feuerwerk als Überraschung für das Brautpaar.