Tipps zum Trauringkauf

Schmuckwissen

Tipps zum Trauringkauf

BEREITEN SIE SICH VOR!

Spontan-Shopping beim Juwelier? Einfach ins Geschäft gehen und fragen, was er denn so an Trauringen hat? Kann man natürlich machen – wenn es einem nicht so sehr drauf ankommt, was genau man den Rest seines Lebens am rechten Ringfinger trägt.
Wir finden allerdings: Die Eheringe kauft man nicht mal so nebenbei. Man bereitet sich darauf vor. Zum Beispiel, indem man sich zum Beispiel in der HOCHZEIT über die aktuellen Designs informiert; indem man gemeinsam schon einige Zeit vorher an den Schaufenstern der Juweliere vorbeiflaniert und einen Blick riskiert; indem man sich auf den Webseiten der Schmuckmanufakturen umschaut; und indem man sich überlegt: Was schwebt uns denn so vor? Wollen wir was Klassisch-Schlichtes? Was Spannendes, was sonst keiner hat? Soll es Gelb-, Weiß-, Rotgold, Platin oder noch was ganz anderes sein? Möchten wir etwas eingravieren lassen und, wenn ja, was? Soll der Ring für die Braut Diamanten bekommen?
Kurz: Grenzen Sie vorab gemeinsam ein, wonach Sie suchen. Dann fällt die Auswahl, wenn es dann so weit ist, leichter. Außerdem macht es einfach Spaß, sich mit diesem schönen Thema zu beschäftigen.


DESIGNEN SIE MIT: KONFIGURATOREN

Eine spannende Art, sich vor dem Gang zum Juwelier mit dem Thema Trauringe zu beschäftigen, sind so genannte Konfiguratoren, die inzwischen von vielen Herstellern auf ihren Webseiten angeboten werden. Mit ihrer Hilfe kann man sich Schritt für Schritt zum Wunschdesign der Ringe vorarbeiten und erfährt dabei wie nebenher, was es alles auszuwählen gilt: Material, Farbe, Profil, Breite, Oberflächenbearbeitung, Art und Größe der Diamanten, Gravur und, und, und ...
Die Konfiguratoren sind so gestaltet, dass man bei jedem Schritt den jeweiligen Preis angezeigt bekommt. Sie lassen außerdem nur Designs zu, die auch technisch umsetzbar sind. Am Ende kann man seinen individuellen Entwurf an einen Juwelier in der Nähe, der mit dem betreffenden Hersteller zusammenarbeitet, schicken und auch gleich einen Beratungstermin vereinbaren.

NEHMEN SIE SICH URLAUB!

Trauringkauf soll Spaß machen. Stress und Zeitdruck haben dabei nichts zu suchen. Also nehmen Sie sich wenn irgend möglich zusammen einen Tag dafür frei, am besten in der Woche, dann hat der Juwelier mehr Zeit für die Beratung als an einem Samstag, wenn sein Geschäft voll ist.
Ideal ist, einen Termin mit dem Juwelier zu vereinbaren. Dann hat das Personal Zeit, Sie ausführlich und detailliert zu beraten und Sie selbst können in Ruhe schauen, probieren und sich inspirieren lassen. In einem ausführlichen Gespräch wird Ihnen der Juwelier einige Modelle präsentieren. Er wird Ihnen erklären, welche Edelmetalle für einen Ehering in Frage kommen und wie sich die Reinheit der Metalle auf die Tragefreundlichkeit auswirkt.
Von der Bestellung bis zur Lieferung der Ringe kann es übrigens durchaus einige Wochen dauern. Später als drei Monate vor der Hochzeit sollte man daher nicht auf Trauringsuche gehen. Besser noch, man gönnt sich sechs Monate Vorlaufzeit.


TRÄUMEN SIE IN FARBE!

Weiß, golden oder rot? Das waren früher einmal die Alternativen, die man bei Trauringen hatte. Inzwischen bieten allein die verschiedenen Goldlegierungen von dunklem Rot-, Rosé- und Apricotgold über die verschiedensten Gelbtöne bis hin zu Weißgold eine Farbpalette, bei der einem die Wahl schon einmal schwer fallen kann. Es ist auch möglich, mehrere Farben in einem Ring zu verbinden, entweder als Bi- oder Tricolorring, bei dem die verschiedenen Edelmetalle nebeneinander stehen, oder als Verlauf, bei dem zum Beispiel Rotgold über Gelb- in Weißgold übergeht. Vervollständigt werden die Farbmöglichkeiten noch durch tiefschwarzes Karbon, hellgrau schimmerndes Platin oder seit Neuestem auch durch das sehr dunkle Grau von Tantal.


PROBIEREN SIE AN!

Trauringe im Online-Shop zu bestellen, halten wir für keine gute Idee. Und das hat einen triftigen Grund: Einen Trauring muss man unbedingt anprobieren, um zu fühlen, ob er sich vom Profil her angenehm trägt, um zu schauen, ob die Farbe zur eigenen Haut passt, um das Funkeln des Diamanten zu prüfen und um einfach das Gewicht des Edelmetalls zu spüren. All das sind ganz wichtige Kriterien, die darüber entscheiden, ob es »Ihr« Ring werden kann oder nicht. Und dazu braucht es die Anprobe beim Juwelier.


ACHTEN SIE AUFS KLEINGESTEMPELTE!

Kaum ein Edelmetall wird pur verarbeitet. Reines Gold wäre beispielsweise viel zu weich - schon das Tragen einer schweren Kiste würde sichtbare Kratzer auf dem Ring hinterlassen. Deshalb wird es mit anderen Metallen gemischt, in der Fachsprache nennt man dies »legiert«. Dadurch können auch die vielen unterschiedlichen Farben erzielt werden: Durch die Beimischung eines höheren Anteils von Kupfer wird das von Natur aus gelbe Gold rötlich, ein hoher Silberanteil macht es weiß. Aus welchem Edelmetall ein Ring besteht und in welcher Reinheit es verwendet wurde, das verrät der Stempel in der Innenringschiene. Zeigt diese so genannte Punze die Abkürzung »Au«, handelt es sich um Gold, »Pt« steht für Platin, »Ag« für Silber, »Pd« für Palladium. Hinter der Kennzeichnung des Materials findet sich eine dreistellige Zahl, die angibt wie viele von 1.000 Teilen des Rings aus dem entsprechenden Edelmetall bestehen.
Zeigt die Punze zum Beispiel »Au 750«, so besteht das Schmuckstück aus 750 Teilen Gold und 250 Teilen Fremdmetall, das entspricht 18 Karat. Ist die Pt 950 gestempelt, haben Sie einen Platinring vor sich, der zu 95 Prozent aus reinem Platin besteht.


WERDEN SIE OBERFLÄCHLICH!

Gehämmert, gebürstet, gesandstrahlt – es gibt jede Menge Alternativen zur glänzend polierten Oberfläche eines Traurings. Und jede dieser unterschiedlichen Behandlungen verleiht dem Ring einen anderen, unverwechselbaren Charakter und macht ihn zum Unikat, denn diese Oberflächen werden in aller Regel nicht maschinell, sondern in Handarbeit aufgetragen, sodass keine wie die andere ist.


MACHEN SIE SICH WARME HÄNDE!

Wenn Sie die Ringe zunächst als Verlobungsring auswählen und sie später als Eheringe tragen möchten, erwähnen Sie dies im Beratungsgespräch. Das kann nämlich Auswirkung auf die Modellwahl haben. Trauringe werden in Deutschland am Hochzeitstag von der linken an die rechte Hand gesteckt. Da die Ringweite bei beiden Händen unterschiedlich ist, müssen die ausgewählten Ringe also weiter gemacht werden können. Der Juwelier kann Ihnen sagen, welche Modelle und Stile dafür geeignet sind und welche nicht. Apropos Ringweite: Denken Sie daran, dass es beim Abnehmen des Ringmaßes einen Unterschied macht, ob Sie kalte oder warme Hände haben. Am besten, Sie verbringen genügend Zeit im Geschäft, damit die Hände spätestens bei der Bestellung Zimmertemperatur haben.


FRAGEN SIE NACH GRAVUREN!

Wenn Sie Form und Farbe der Ringe, die Breite, den Querschnitt, das Edelmetall und dessen Oberflächenoptik ausgewählt haben, geht es um die Gravur. Die meisten Brautpaare entscheiden sich hier für den Namen des Partners plus Hochzeitsdatum, damit man es nicht vergisst - doch das werden Sie ja ohnehin nicht. Sie können aber auch einen Sinnspruch, Ihr Hochzeitsmotto oder was immer Sie mögen, eingravieren lassen. Da sind Ihrer Fantasie lediglich räumliche Grenzen gesetzt, denn der Platz auf der Ringschiene ist natürlich begrenzt. Viele Trauringhersteller bieten auch die Möglichkeit, seine eigene individuelle Handschrift, den Fingerabdruck des Partners oder seinen Herzschlag per Laser eingravieren zu lassen. Persönlicher geht‘s nicht. Fragen Sie den Juwelier, welche Optionen der Hersteller des von Ihnen gewählten Rings anbietet.

 

ACHTEN SIE AUF QUALITÄT!

Sinnvoll ist es, auf renommierte Trauringmarken zu achten. Sie bürgen für Qualität und garantieren Ihnen ein Erste-Klasse-Produkt. Wenn Sie sich für Ihre Traumringe entschieden haben, wird mit einem Ringspiel Ihre Ringweite gemessen und die Ringe werden vom Juwelier beim entsprechenden Trauringhersteller bestellt. In der Regel kann Ihnen das Personal aus Erfahrung sagen, wie lange die Anfertigung Ihrer neuen Schmuckstücke dauert. Meist ist zu diesem Zeitpunkt eine Anzahlung fällig.
Ist der Abholtermin gekommen, probieren Sie Ihre neuen Trauringe sicherheitshalber noch einmal an. Dann lassen Sie sich von Ihrem Juwelier für ihre Schmuckstücke eine besonders schöne Box geben. Denn der nächste große Auftritt für Box und Inhalt ist das Standesamt!